Handball-Bundesliga: Heutiges Heimspiel ist Durchgangsstation für Samstag

Kiel kommt, doch Beuchler schaut schon weiter

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„Am Mittwoch wollen wir ein gutes Spiel machen, am Samstag zwei Punkte“, sagt Christian Dissinger. Der Rechtshänder kann sich heute mit den Besten der Bundesliga messen.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Normalerweise schaut Dirk Beuchler nur von Spiel zu Spiel. Doch in diesem Fall macht der Trainer des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke eine Ausnahme. „Das Spiel am Samstag ist schon wichtiger für uns“, gibt der 43-Jährige im Vorfeld des heutigen Heimspiels gegen den THW Kiel (Merkur-Arena, 20.15 Uhr) zu.

Schenkt der Tabellen-14. die Partie gegen den Spitzenreiter also ab, um sich auf das Kellerduell gegen die TSG Friesenheim zu konzentrieren? „Am Mittwoch wollen wir ein gutes Spiel machen, am Samstag zwei Punkte“, meint TuS-Spieler Christian Dissinger diplomatisch.

Ob dieser Spagat gelingt? Immerhin hat der TuS N- Lübbecke nach dem enttäuschenden Auftritt in Melsungen (23:32) einiges gutzumachen. Es gilt, die Zuschauer nicht zu verprellen, sondern hinter sich zu bringen, vor allem mit Blick auf das Weichen stellende Spiel am Samstag gegen den Tabellen-16. aus Friesenheim. Punkte gegen Kiel erwartet heute Abend sicherlich niemand im Lager der Gastgeber, eine couragierte Leistung hingegen schon.

„Wir müssten einen Top-Tag erwischen. Alles müsste stimmen, die Torhüter, die Deckung, der Angriff, die Emotionen. Und Kiel müsste einen gebrauchten Tag erwischen“, listet Beuchler auf. Von einer möglichen Überraschung spricht der TuS-Coach nicht, vielmehr davon, „dass wir uns ordentlich verkaufen.“ Selbst das werde nicht einfach gegen das Ausnahmeteam des THW wie zuletzt die Füchse Berlin (18:32) und die SG Flensburg in eigener Halle im Champions-League-Achtelfinale (21:30) erlebten.

„Entscheidend wird, wie viele Gegenstoßtore wir bekommen“, weißt Beuchler auf eine große Stärke der Kieler hin – von denen es natürlich mehrere gibt. „Sie haben Super-Einzelspieler. Trainer Alfred Gislason kann im Rückraum so lange probieren, bis es passt. Sie wechseln Weltklasse aus und Weltklasse ein“, hat Beuchler großen Respekt vor den Kieler Möglichkeiten, die nicht von ungefähr kämen. „Sie haben im Vergleich zum TuS ungefähr den dreifachen Etat...“

Schon zweimal haben sich die Wege der Ostwestfalen und Schleswig-Holsteiner in dieser Saison gekreuzt. Beide Male sah der „kleine“ TuS nicht schlecht aus, wobei man die Ostseelandhalle zeitweise sogar in Schockstarre versetzte, als man im Pokalspiel kurz vor Schluss mit 29:28 führte, ehe es mit 30:29 doch den Sieg des Favoriten gab.

Schnee von gestern, denn mittlerweile gibt es beim TuS N-Lübbecke andere Probleme. Statt auf einem einstelligen Tabellenplatz, wie vor Saisonstart angedacht, steht man wieder einmal in der unteren Tabellenhälfte mit nur wenig Luft zur Abstiegszone. Auch deshalb macht Dirk Beuchler diesmal eine Ausnahme und blickt schon mal aufs nächste Spiel: „Am Samstag brauchen wir die zwei Punkte, dann muss die Mannschaft da sein.“

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