Handball-Bundesliga: TuS gegen TBV Lemgo – beide brauchen die Punkte

Im „Weihnachtsspiel“ bleibt die Freundschaft außen vor

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Dirk Beuchler knöpft sich Niclas Pieczkowski vor. Schon während des laufenden Spiels am Samstag in Minden bekamen die Spieler des TuS N-Lübbecke den Unmut ihres Trainers zu spüren. Sie spielen heute Abend in eigener Halle gegen den TBV Lemgo auf Bewährung.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Dirk Beuchler und Florian Kehrmann sind Freunde und der nächste gemeinsame Skiurlaub ist schon geplant. Heute Abend in der Merkur-Arena jedoch müssen sich die beiden streiten – um die zwei Punkte im Ostwestfalenderby der Handball-Bundesliga, die sowohl der TuS N-Lübbecke als auch der Tabellenvorletzte TBV Lemgo für einigermaßen versöhnliche Weihnachten unbedingt brauchen.

„Flo war zu meinen Lemgoer Zeiten Kapitän, Wortführer und Führungsspieler. Wir hatten immer ein gutes Verhältnis und haben es bis heute“, verrät Dirk Beuchler, der von 2011 bis 2013 den TBV trainierte, ehe er zum OWL-Nachbarn nach Lübbecke wechselte. Dort hat er aktuell nach der Derbyniederlage in Minden und dem Abrutschen auf Platz 14 der Tabelle einen Berg eigener Probleme und kann auf die seines Freundes Florian Kehrmann keine Rücksicht nehmen.

Letzterer war erst vor ein paar Tagen zum Cheftrainer des TBV Lemgo bestellt worden, zuvor hatte der Verein auf die sportliche Talfahrt bis auf den vorletzten Platz reagiert und Trainer Niels Pfannenschmidt beurlaubt. Nomen est omen: Der neue Besen kehrt tatsächlich gut. Mit Kehrmann gewannen die Lemgoer in Hamburg und blieben auch am Samstag beim 26:26 gegen Wetzlar ungeschlagen. Doch angesichts von 9:29-Punkten ist der Weg zum Klassenerhalt noch lang.

„Der Gegner kämpft gegen den Abstieg und wird hochmotiviert sein“, macht Beuchler klar, was die Gastgeber heute Abend in eigener Halle erwartet. Doch genau mit dieser Einstellung zu Spiel und Gegner hatten die Lübbecker am Samstag in Minden ihre Probleme. Sie ließen sich im Kreisduell von den bissigen Mindenern den Schneid abkaufen und zogen vollkommen verdient den Kürzeren. Eine enttäuschende Vorstellung, mit der sich Trainer Dirk Beuchler, Geschäftsführer Uwe Kölling, TuS-Chef Armin Gauselmann und Teammanager Zlatko Feric gestern bei einer gemeinsamen Besprechung in der Geschäftsstelle beschäftigten.

„Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, das darf uns gegen Lemgo nicht noch einmal passieren, da müssen wir sofort präsent sein“, blickte TuS-Torhüter Malte Semisch gestern noch einmal zurück. Trainer Dirk Beuchler hat das vergangene Spiel (zumindest nach außen hin) hingegen abgehakt und blickt lieber nach vorn: „Ich glaube, dass die Mannschaft weiß, wie wichtig jetzt das Spiel gegen Lemgo ist.“

Verzichten muss der TuS-Coach weiterhin auf Christian Dissinger und Ales Pajovic, dadurch dürfte es im Rückraum erneut eng werden. Neuzugang Vuko Borozan habe noch Verständigungsprobleme, der junge Mazedonier kam in Minden zu einem Kurzeinsatz und durfte nach zwei erfolglosen Abschlüssen schnell wieder auf der Bank Platz nehmen. Auch Niklas Pieczkowski, Gabor Langhans und Jens Schöngarth enttäuschten und haben Luft nach oben.

„Es wird ein sehr schweres Spiel, weil Lemgo alles in die Waagschale werfen wird. Doch wir spielen zu Hause und brauchen die Punkte selber“, betont Dirk Beuchler. Auch für sein weiteres Arbeitsklima in Lübbecke ist die Partie gegen Lemgo von großer Bedeutung – da muss die Freundschaft zu Florian Kehrmann heute Abend zurückstehen.

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