Handball-Bundesliga: TuS gegen Flensburg ohne Vukovic und Pajovic

„Schlechte Nachricht, die uns hart trifft“

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Stellt sich beim Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke vor seine Spieler: Trainer Dirk Beuchler. „Die Mannschaft bekommt mein Vertrauen“, sagt der 43-Jährige.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Euphorie auf die neue Saison – verflogen. Die Freude über den Auftaktsieg in Erlangen – fast vergessen. Schon nach den ersten drei Spielen der jungen Saison kriselt es beim Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke, der heute Abend das Heimspiel in der Merkur-Arena gegen die SG Flensburg-Handewitt (Anwurf 19.45 Uhr) ohne Drago Vukovic und Ales Pajovic bestreiten muss.

„Das ist eine sehr schlechte Nachricht, die uns hart trifft. Jetzt müssen die anderen Spieler noch enger zusammenrücken“, kommentiert Trainer Dirk Beuchler die Ausfälle der beiden Routiniers.

Der 31-jährige Drago Vukovic hat sich einen Teilriss einer Sehne im rechten Fuß zugezogen, beim 35-jährigen Ales Pajovic wurde ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule festgestellt. Wie lange die beiden ausfallen, ist ungewiss. Beim TuS N-Lübbecke stellt man sich darauf ein, auch am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel bei Balingen-Weilstetten ohne Vukovic und Pajovic auskommen zu müssen.

Stimmungsbarometer

auf Talfahrt

Als hätten die Ostwestfalen nicht schon Sorgen genug. Im „stärksten Dorf im Land“ ist das Stimmungsbarometer nach den Niederlagen gegen Minden und Hannover auf Talfahrt. „Die Niederlagen haben weh getan“, gibt der Trainer zu. „Mit 2:4 Punkten können wir nicht zufrieden sein.“

Mit den gezeigten Leistungen auch nicht. Die zweite Halbzeit im Derby gegen GWD Minden war ebenso schwach wie der gesamte Auftritt in Hannover. „Wir sind alle enttäuscht. Wir haben uns einen anderen Start gewünscht“, betont Teammanager Zlatko Feric und nimmt nun die Spieler in die Pflicht. „Die Mannschaft muss sich jetzt selbst helfen. Wir brauchen Intensität, Bereitschaft und Konzentration, und zwar auf Erstliganiveau.“

Auch Dirk Beuchler rätselt. „Wenn ich raus gehe, gibt es nur eins, dann muss ich bei 100 Prozent sein.“ Stattdessen hat er bei einigen seiner Spieler eine Verunsicherung ausgemacht, „die ich mir teilweise auch nicht erklären kann“, wie der Trainer zugibt. Namentlich will er niemanden nennen, doch es ist ein offenes Geheimnis, dass man bei Christian Dissinger sehnsüchtig darauf wartet, dass der Knoten platzt. Seine Kritik hält Dirk Beuchler allgemein: „Wir brauchen eine andere Körpersprache. Es kann nicht sein, dass wir in Hannover nur zwei Zeitstrafen bekommen, davon eine wegen Meckerns. Wir müssen dem Gegner auch mal weh tun, das gehört zu unserem Sport dazu.“

Jetzt aber kommt mit der SG Flensburg-Handewitt ein Gegner auf europäischem Spitzenniveau, der 2014 die Champions League gewonnen hat. Im Team von Trainer Ljubomir Vranjes steht ein ganzes Bataillon von Ausnahmekönnern wie Torhüter Mattias Andersson, Abwehrchef Tobias Karlsson, Lars Kaufmann, Holger Glandorf, Thomas Mogensen, Drasko Nenadic oder Linksaußen Anders Eggert, der Ballverluste des Gegners mit Tempogegenstößen bestraft. „Über die Qualität des Gegners braucht man nicht zu diskutieren“, fasst Beuchler zusammen.

Unabhängig vom Ergebnis im Spiel gegen die klar favorisierten Flensburger ist der Trainer des TuS N-Lübbecke um eine grundsätzliche Sichtweise im Bezug auf seine Mannschaft bemüht. „Wir haben den Weg gewagt, junge Spieler zu holen und dürfen jetzt nicht darüber jammern, dass sie

Beuchler: Sehe

nicht so schwarz

noch keine Konstanz haben. Zwei kommen aus der zweiten Liga, ein anderer war anderthalb Jahre in der Reha. Mit ihnen muss man Geduld haben“, fordert Dirk Beuchler. Er werde der Mannschaft Zeit und Vertrauen geben. „Es sind erst drei Spiele gespielt. Und ich sehe nicht so schwarz, wie es gemacht wird.“

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