Handball-Bundesliga: TuS gegen GWD vor dem 63. Duell/Beuchler verrät nichts

Kein Derby-Gebrüll und nur kleine Spitze von Langhans

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Gabor Langhans außer Rand und Band – auch im Derby am Freitagabend?

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Auch ein Stefan Kretzschmar lernt noch dazu. Der ehemalige Nationalspieler und jetzige Handball-Plauderer hatte das Duell THW Kiel gegen SG Flensburg am Dienstag als „Mutter aller Derbys“ ausgerufen und erntete dafür sofort zurechtweisende Kommentare aus dem Kreis Minden-Lübbecke.

Dort nämlich ist man felsenfest überzeugt davon, dass die Paarung TuS N-Lübbecke gegen GWD Minden das „einzig wahre Derby“ der Handball-Bundesliga ist. Und letzteres geht morgen Abend in der Lübbecker Merkur-Arena (Anwurf 19.45 Uhr) in seine 63. Runde.

Das erste Lübbecker Heimspiel der neuen Saison und gleich das Derby. „Der Spielplan will es so“, meint TuS-Trainer Dirk Beuchler lapidar. Der 43-Jährige ist bemüht, sich von den Emotionen im Umfeld nicht vereinnahmen zu lassen. Schließlich ist es Beuchler, der morgen Abend in der mit 3250 Zuschauern ausverkauften Halle den Überblick behalten muss.

Auch Gabor Langhans ist fokussiert. „Wir Spieler freuen uns natürlich auf die Atmosphäre. Man wird im Vorfeld auf das Derby angesprochen und merkt, dass es etwas Besonderes ist. Im Endeffekt geht es aber auch nur um zwei Punkte, und die wollen wir gewinnen“, sagt Langhans.

Der Linkshänder kam vor einem Jahr aus Rostock nach Lübbecke und hat eine makellose Derby-Bilanz. „Es war zweimal spannend und wir haben zweimal mit einem Tor gewonnen“, so Gabor Langhans im Rückblick auf die Duelle mit GWD in der vergangenen Saison. Von den Mindener Spielern kennt er Torhüter Jens Vortmann aus gemeinsamen Berliner Zeiten am besten. „Es ist aber nicht so, dass wir vorher miteinander telefonieren und über das Derby sprechen. Wir können uns nach dem Spiel unterhalten – wenn wir gewonnen haben.“

Immerhin eine kleine Spitze, ansonsten hält man sich in beiden Lagern mit Kampfansagen und Derby-Gebrüll zurück. Aus Mindener Sicht nachvollziehbar, denn dort ging der Saisonstart vor eigenem Publikum beim 24:30 gegen Wetzlar gründlich in die Hose. Jetzt fürchtet GWD den kompletten Fehlstart.

Mit breiterer Brust kommt der TuS N-Lübbecke daher. Eine Folge des souverän herausgespielten 30:25-Auftaktsieges in Erlangen. „Das war von der Präsenz sehr, sehr gut. Die Jungs sind selbstbewusst, und das wollen wir jetzt auch am Freitag zeigen“, betont Trainer Dirk Beuchler. Er hatte sich das Mindener Auftaktspiel gegen Wetzlar angeschaut. Seine Erkenntnisse? „Ich habe einiges gesehen und mitgenommen, doch das werde ich nicht preisgeben.“ Nur so viel lässt sich der TuS-Coach entlocken: „Minden wird sich gegen uns anders präsentieren als am Sonntag. Ich erwarte einen heißen Kampf.“

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