Handball-Bundesliga: TuS führt mit 6:1 und 10:5, gibt Spiel aber aus der Hand

Rambo „schießt“ GWD Minden zum Derby-Sieg

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Musste nach dem Ausfall seines Torwartkollegen alleine ran und gehörte zu den Hauptdarstellern im Derby: Jens Vortmann.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Rambo kennt man aus dem Kino – und jetzt auch aus dem 63. Derby! Der Norweger Christoffer Rambo hat GWD Minden gestern Abend in Sylvester-Stallone-Manier fast im Alleingang zu einer erfolgreichen Mission in der Lübbecker Merkur-Arena geführt und mit acht Toren in der zweiten Halbzeit zum 26:23-Sieg im Nachbarschaftsduell der Handball-Bundesliga „geschossen“. Für den TuS N-Lübbecke, der die erste Halbzeit dominiert hatte, eine herbe Enttäuschung.

Der letzte Wurf von Nils Torbrügge ging nicht rein, doch das war den Mindenern total egal. Sie feierten mit ihren Fans den Auswärtssieg im Derby – in des Gegners Halle.

Danach hatte es in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ausgesehen. Der TuS N-Lübbecke erwischte einen blitzsauberen 4:0-Start und dominierte die Anfangsphase mit seinem von Vukovic und Klimek gebildeten Innenblock. Christian Dissinger erhöhte zum 6:1 (11.), und bis dahin deutete nichts darauf hin, dass GWD Minden ins Spiel finden würde.

Die zahlreichen Ballgwinne in der Abwehr nutzten die Lübbecker allerdings nicht konsequent aus. Dies wurmte Trainer Dirk Beuchler, der beim 9:5 (22.) eine Auszeit nahm und mit Huljina, Pieczkowki, Pajovic und Langhans eine Reihe frischer Kräfte brachte. Doch der Spielfluss im Spiel der Gastgeber war dahin. Die Gäste steigerten sich in der Abwehr und kämpften sich zurück in die Partie.

Die zweite Halbzeit begann hektisch. GWD kam auf 12:11 heran, kassierte aber zwei Zeitstrafen. Dass Rambo in zweifacher Unterzahl auf 12:13 verkürzen konnte, pushte die Mindener nur noch mehr. Die hatten kurzfristig den Ausfall von Torhüter Eijlers verkraften müssen, doch sein Vertreter Jens Vortmann trumpfte ganz stark auf.

Rambo und Kunkel ließen GWD erstmals in Führung gehen (15:17, 42.), beim 18:17 lag aber wieder der TuS vorn. Nach dem 19:21 schafften die Gastgeber dank Langhans zum 23:22 (55.) noch einmal, jedoch zum letzten Mal die Wende. Denn danach gelang dem TuS N-Lübbecke nichts mehr – auch zur Enttäuschung von Senior-Vereinschef Paul Gauselmann, der es sich trotz der Feierlichkeiten zu seinem 80. Geburtstag am Nachmittag nicht nehmen ließ, beim 63. Derby dabei zu sein. Ein weiteres Geschenk blieb aber aus.

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