Handball-Bundesliga: Erst kritische Aussprache, dann Fahrt nach Flensburg

Jeder einzelne Spieler muss sich hinterfragen

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Armin Gauselmann, Sprecher des Wirtschaftsbeirates, machte seinem Unmut Luft.

Lübbecke - Von Melanie Russ. Es war nicht nur die 26:34-Niederlage gegen den HSV Handball, die den Verantwortlichen des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke die Laune verhagelte, es war vor allem die Art und Weise, in der sich die Mannschaft in der zweiten Halbzeit mehr oder weniger ihrem Schicksal ergeben hatte. Im Nachgang herrschte darum einiger Gesprächsbedarf.

Trotz des engen Spielplans – die Nettelstedter treten heute Abend (Anwurf 19 Uhr) bei der SG Flensburg-Handewitt an und empfangen am Samstag HSG Wetzlar – setzten sich Spieler und Trainerteam am Sonntagabend zur Aussprache zusammen. „Es war ein kritisches und sehr gutes Gespräch“, sagte Trainer Dirk Beuchler während des Ausblicks auf die heutige Partie. Er hofft, dass jeder einzelne Spieler das Gesagte nun auch umsetzt. Natürlich stehe der Trainer in der Hauptverantwortung, wenn es nicht gut laufe, aber auch jeder Spieler müsse das Seinige tun, um erfolgreich zu sein.

Deutliche Worte fand am Montag auch Armin Gauselmann. „Es ist äußerst unbefriedigend, was derzeit abläuft.“ Der Verein habe für seine Spieler eine Wohlfühloase geschaffen. Sie hätten nahezu keine Verpflichtung, außer zu trainieren und zu spielen, machte der Sprecher des Wirtschaftsbeirates seinem Unmut Luft. Natürlich brauche man mit einer jungen Mannschaft Geduld, was einige Spieler an Disziplinlosigkeit im Spiel gezeigt hätten, habe aber mit Unerfahrenheit nichts zu tun.

Gauselmann nimmt vor allem die älteren Spieler in die Pflicht. „Sie müssen wissen, wie man Handball spielt und die jungen Spieler führen.“ Eine Trainerdiskussion will er ausdrücklich nicht. Den derzeit fehlenden Erfolg nur an Beuchler festzumachen, ist ihm zu einfach. Jeder einzelne Spieler müsse sich danach hinterfragen, ob er alles für den Verein gebe.

Allerdings war gegen Hamburg nicht alles schlecht. Vor allem über Neuzugang Vuko Borozan war Beuchler voll des Lobes. „Vuko hat seine Sache sehr gut gemacht.“ Er sei ein junger, körperlich schon sehr weiter Spieler. Und: „Es freut mich zu sehen, dass er vorangeht und Verantwortung übernimmt.“

Mit Blick auf das Spiel in Flensburg ist aus Sicht Beuchlers das Wichtigste, „dass wir unsere Leistung abrufen. Dann haben wir eine Chance“. Die Mannschaft müsse eine gute Abwehr- und Angriffsarbeit zeigen und Flensburg über die vollen 60 Minuten Paroli bieten.

Der TuS-Trainer warnte davor, den Gegner zu unterschätzen. Zwar sei Flensburg derzeit personell stark angeschlagen, „sie sind aber immer noch sehr gut besetzt“. Die SG muss heute definitiv auf Holger Glandorf, Jacob Heinl, Jim Gottfridsson und Thomas Mogensen verzichten, noch fraglich ist der Einsatz von Lars Kaufmann und Lasse Svan. Dirk Beuchler kann dagegen fast aus den Vollen schöpfen. Einziger Ausfall ist Jens Schöngarth.

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