Handball-Bundesliga: 27:30 gegen Hamburg – und die Konkurrenz gewinnt

Perkovac' Debüt endet mit Niederlage

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Goran Perkovac ging leidenschaftlich mit. Doch das Debüt des Kroaten als TuS-Coach endete mit einer Niederlage.

Hamburg - Von Andreas Gerth. Auch Goran Perkovac hat die lange Leidenszeit des TuS N-Lübbecke ohne Sieg in seinem ersten Spiel nicht stoppen können. Beim Debüt des Kroaten auf der Trainerbank gestern Abend in der Merkur-Arena unterlag der Tabellenletzte der Handball-Bundesliga dem HSV Hamburg mit 27:30 (11:14). Weihnachten feiert der TuS N-Lübbecke ohne einen einzigen Sieg in 19 Spielen und mit der Roten Laterne in der Hand.

Schlimmer noch: Da die direkten Konkurrenten ThSV Eisenach (28:26 gegen Bergischer HC) und HBW Balingen (30:27 gegen TBV Lemgo) gestern Abend ihre Spiele gewannen, ist der Abstand zum rettenden Ufer für den TuS N-Lübbecke auf sechs Punkte angewachsen.

Schlechte Vorzeichen für Perkovac' Debüt gab es schon vor dem Anpfiff: Mit Benjamin Herth, Jens Schöngarth und Jens Bechtloff fielen drei Spieler angeschlagen aus. Den Gastgebern blieben nur noch zehn Feldspieler, davon in Jannik Borcherding ein junger Oberligaspieler mit Doppelspielrecht von Lit Handball aus Nordhemmern.

Viel Applaus gab es vor dem Anpfiff für die Feldhandball-Helden von 1975, die den TuS Nettelstedt vor 40 Jahren zur Deutschen Vizemeisterschaft geführt hatten und nun zu Weihnachten in Lübbecke noch einmal zusammenkamen. Nach Spielerpersönlichkeiten wie Herbert Lübking suchte man anschließend im Spiel des TuS N-Lübbecke vergeblich.

Dabei sah es zu Beginn gar nicht mal so schlecht aus. Die von Perkovac aufgestellte 6:0-Deckung rackerte leidenschaftlich. Torhüter Nikola Blazicko parierte einen Siebenmeter von Hans Lindberg, der kurz darauf einen weiteren weit über das Tor setzte. Bobby Schagen machte es auf der anderen Seite auch nicht besser und scheiterte an Jens Vortmann. Aus dem Feld vollstreckte der HSV besser und legte zum 6:10 (20.) vor. Blazicko verhinderte einen höheren Rückstand, vorne verkürzte Schagen auf 10:11 (28.), doch zur Pause lagen die Gäste mit 11:14 vorn.

Auch im zweiten Durchgang fand der TuS keine Mittel, um Hamburgs starke Deckung zu knacken. Tim Remers 14:18 beantworteten die Gäste mit vier Treffern in Folge zum 14:22 (44.). Doch immerhin: Die Mannschaft steckte beim Einstand von Perkovac nicht auf und kam nach dem 21:27 noch einmal auf 24:27 (55.) heran und ließ die Lübbecker Fans unter den 2400 Zuschauern wieder hoffen.

Das kräftezehrende Spiel der Gastgeber, zumal mit wenigen Wechselmöglichkeiten, forderte allerdings Tribut. Der HSV Hamburg brachte den Sieg, seinen sechsten in Folge, letztlich ungefährdet ins Ziel.

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