Handball-Bundesliga: 21:33 – TuS N-Lübbecke geht beim SC Magdeburg unter

Das Debakel

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Wie im Hinspiel erzielte Christian Klimek vom TuS N-Lübbecke drei Tore gegen den SC Magdeburg. Archivfoto: Pollex

Lübbecke - Von Maik Hanke. Auf den ersten Saisonsieg folgt die höchste Niederlage: Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke hat das Auswärtsspiel beim SC Magdeburg mit 21:33 (10:18) verloren. Der Europapokal-Teilnehmer zeigte dem Abstiegskandidaten über die ganze Partie hinweg die Grenzen auf. Lübbecke bleibt Vorletzter der Tabelle.

„Wir hatten von Anfang an null Chance“, sagte Team-Manager Zlatko Feric nach dem Spiel. „Magdeburg war uns überlegen, beim Siegeswillen, bei der Kampfbereitschaft – in jedem Element.“ Seine Mannschaft habe nicht die Leistung gezeigt, die man in den vergangenen beiden Spielen gesehen hat und die Feric erwartet.

Die ersten Minuten des Spiels konnte Lübbecke noch mithalten, nach sieben Minuten stand es 3:3. Dann legte Magdeburg allmählich los. Gerade der dänische Rückraumspieler Michael Damgaard war nicht mehr zu halten. Magdeburg ging mit 8:6 in Führung, fünf Treffer gingen auf Damgaards Konto.

Nach Mitte der ersten Halbzeit baute Magdeburg den Vorsprung gnadenlos aus: vier Tore Abstand nach 13 Minuten, sechs nach 20 und acht nach 24 Minuten.

Nicht nur waren die Magdeburger nicht zu stoppen, bei den Lübbeckern lief auch im Angriff nichts zusammen. Der TuS blieb zwischenzeitlich fast zehn Minuten ohne Torerfolg, die Wurfquote sank auf deutlich unter 50 Prozent. Immer wieder Endstation: der hervorragend aufgelegte SCM-Torhüter Jannick Green Krejberg.

In der zweiten Hälfte zeichnete sich ein ähnliches Bild. Magdeburg machte das Spiel, vergrößerte den Abstand auf mindestens elf Tore und verwaltete das Ergebnis. Zwischenzeitlich erhöhten die Gastgeber auch mal auf zwölf (24:12, 41. Minute) oder 13 Tore (31:18, 56.).

Bei den Lübbeckern war dann auch noch Pech im Spiel: Jens Bechtloff und Bobby Schagen trafen innerhalb von einer Minute dreimal den Pfosten, kurz darauf auch Christian Klimek und Niclas Pieczkowski. Aber auch diese Bälle wären nur „Ergebniskosmetik“ gewesen, wie Team-Manager Feric sagt.

Torhüter Nikola Blazicko war es mit zwei Paraden kurz vor Schluss (57. und 58.) zu verdanken, dass das Spiel nicht noch höher verloren ging.

Am Ende ist es dennoch die höchste Niederlage der Saison – gleichauf mit dem 20:32 bei den Rhein-Neckar Löwen. „Die Tordifferenz tut mir sehr weh“, sagt Feric. „So etwas kann am Ende der Saison ein ausschlaggebender Punkt sein. Mir schmeckt der Spielverlauf gar nicht.“ Kommenden Mittwoch empfängt der TuS Frisch-Auf Göppingen.

TuS N-Lübbecke: Blazicko, Skok – Bechtloff (3), Langhans (2), Pieczkowski (1), Manojlovic (2), Wetzel (1), Suton (2), Schagen (1), Zetterman (1), Grabarczyk, Klimek (3), Remer (2), Lazovic (3).

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