Handball-Benefizspiel gegen „DHB-Allstars“ erlöst 30 000 Euro für Krebshilfe

Gutes Gefühl, anderen Menschen helfen zu können

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Von der Hilfsbereitschaft überwältigt: Für Daniel Svensson war nicht nur das Benefizspiel ein emotionaler Moment. Auch die Höhe der Spendensumme überraschte ihn. ·

Lübbecke - Es war der emotionale Höhepunkt der Saison für den Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke und die Fans aus dem stärksten „Dorf“ im Land. Ein „DHB Allstars“-Team gespickt mit Welt- und Europameistern war am 4. Juni zu einem Benefizspiel für den an Krebs erkrankten TuS-Profi Daniel Svensson nach Lübbecke gereist. Es war nicht nur ein einmaliges Event mit großem Unterhaltungswert für die 2 825 Fans in der Merkur Arena, das Spiel brachte auch einen hohen Betrag für einen guten Zweck ein. 30 000 Euro seien zusammengekommen, teilte der TuS N-Lübbecke gestern mit.

Von dieser Summe kämen auf Wunsch Daniel Svenssons 20 000 Euro der Deutschen Kinderkrebshilfe über die Aktion „Handball Hilft!“ und 10 000 Euro der Parisozial Minden-Lübbecke, die das Spiel ausrichtete, zugute. „Ich spreche nicht gut genug deutsch, um auszudrücken, was ich fühle“, sagte Daniel Svensson nach dem Benefizspiel sichtlich bewegt in Richtung Publikum. „Danke an alle, die gekommen sind und die dieses Spiel möglich gemacht haben. Ich werde diesen Abend mein ganzes Leben mitnehmen.“

Es war ein emotionaler Abend mit vielen bewegenden Momenten, den die Mitspieler des Dänen in Eigenregie unter der Trägerschaft der gemeinnützigen Parisozial im Kreis Minden-Lübbecke organisiert hatten. Mit Heiner Brand, Markus Baur, Christian Schwarzer, Stefan Kretzschmar und vielen anderen liefen die Ikonen des deutschen Handballs in Lübbecke auf.

Durch das Spiel selbst seien mehr als 20 000 Euro erwirtschaftet worden, hinzu kämen etwa 15 000 Euro an Spenden. Nach Steuern sei nun ein Reinerlös von 30 000 Euro erzielt worden, der über beide gemeinnützigen Organisationen krebskranken Menschen zugute komme, teilte der TuS N-Lübbecke gestern mit. Zustande gekommen sei dieser Betrag auch durch die Vielzahl an Unterstützern und Förderern. So hätten viele Unternehmen ihre Dienstleistungen rund um den Spielbetrieb gestiftet, sowie Know-how und Werbemaßnahmen und -mittel kostenlos zur Verfügung gestellt. Die „DHB Allstars“ verzichteten auf Gage.

„Es ist unglaublich schön, dass wir in einem kleinen Ort so viel Geld zusammen bekommen. Eine solche Summe hätte ich nicht erwartet“, freut sich Svensson über das Ergebnis. „Der Abend war etwas ganz Besonderes und hat nicht nur mir viel Kraft gegeben, sondern bestimmt auch anderen Krebspatienten. Es ist ein gutes Gefühl, auch anderen Betroffenen helfen zu können“, so Svensson, dem es nach Abschluss der Chemotherapie deutlich besser gehe – „auch wenn der Weg zur Genesung und zum Handball noch lang ist“.

„Es war insgesamt eine erfolgreiche Veranstaltung mit einer wunderbaren Stimmung und Atmosphäre“, resümiert Thomas Volkening, Geschäftsführer der Parisozial Minden-Lübbecke. „Neben dem überaus positiven finanziellen Ergebnis hat mich aber vor allem beeindruckt, wie sehr sich die Mannschaft und das gesamte Umfeld für dieses Spiel und damit für krebskranke Menschen engagiert haben.“ Der Anteil, der an die Parisozial fließt, werde für die eigene Krebsberatung verwendet, die nicht regelfinanziert und auf Spenden angewiesen sei, betont Volkening.

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