Handball-Bundesliga: Dirk Beuchler kehrt als TuS-Trainer nach Lemgo zurück

„Im Guten gegangen“

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Durchpusten: Ein besonderes Spiel steht Dirk Beuchler morgen Abend bevor. Als Trainer des TuS N-Lübbecke kehrt er an seine vorherige Station nach Lemgo zurück. ·

Lübbecke - Von Andreas Gerth„Ich fahre im Bus zum Spiel, mache meine Arbeit und fahre dann im Bus auch wieder zurück !“ Nein, tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt lässt Dirk Beuchler nicht zu, wenn er auf das Spiel am Mittwochabend bei seinem alten Verein TBV Lemgo angesprochen wird. Gelassen und betont nüchtern blickt der Trainer des TuS N-Lübbecke auf das Ostwestfalen-Derby in der Lipperlandhalle (Anwurf 19 Uhr), „in dem es ja auch nur um zwei Punkte geht.“

Das stimmt natürlich. Aber es geht schließlich auch um die handballerische Vormachtstellung in OWL – und um Beuchlers Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Von 2011 bis 2013 war er Trainer in Lemgo, ehe er seinen von Schlagzeilen begleiteten Wechsel zum ostwestfälischen Nachbarn bekannt gab. „Ich hatte zwei gute Jahre in Lemgo und bin im Guten gegangen“, sagt Beuchler und bedankt sich rückblickend bei dem Verein, „der mir die Gelegenheit gegeben hat, als Trainer in der ersten Liga Fuß zu fassen.“

„Gelegenheit gegeben,

als Trainer Fuß zu fassen“

Not amused war man seinerzeit in Lemgo. Beuchler hatte sich gegen die ungewisse Zukunft bei den damals krisengeschüttelten Lippern und für die (auch finanziell) sichere und größere Möglichkeiten bietende Perspektive in Lübbecke entschieden. In der aktuellen Tabelle rangiert der TuS N-Lübbecke mit 12:10-Punkten auf Rang zehn einen Platz über dem TBV Lemgo (10:14-Punkte).

„Das ist natürlich ein besonderes Spiel für mich“, gibt der 42-Jährige zu, bleibt aber emotional an der Oberfläche. „Es werden viele Zuschauer in der Halle sein. Für das ein oder andere Gespräch wird sicherlich Zeit bleiben. Ansonsten mache ich mir nicht so viele Gedanken, weil ich mich aufs Sportliche konzentriere.“

Dass er die Fronten gewechselt hat, ist nur eine von mehreren Überschneidungen zwischen dem TBV und TuS. „Gennadij Chalepo hat viele Jahre für uns gespielt, ehe er nach Lemgo gegangen ist, genauso wie Rolf Hermann. Markus Baur war bei uns Trainer nach seiner aktiven Zeit in Lemgo. Und auch bei Dirk Beuchler haben ja beide Seiten profitiert. Ich finde das positiv“, betont Zlatko Feric. Der Teammanager des TuS N-Lübbecke hat etliche Duelle mit dem TBV Lemgo erlebt. „Die sportliche Rivalität zwischen beiden Vereinen ist vorhanden. Es gab in der Vergangenheit viele interessante und spannende Partien. Eine, an die ich mich nicht so gern erinnere, war unser Heimspiel in der vergangenen Saison“, so Feric vielsagend. Kurz vor Weihnachten hatte der TBV Lemgo in Lübbecke vor vollem Haus gewonnen – mit Dirk Beuchler als Trainer.

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