Handball-Bundesliga: TuS wacht erst in der zweiten Halbzeit auf – 28:34

30 gute Minuten zu wenig gegen HSV

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Bester Spieler beim HSV Hamburg: Torhüter Johannes Bitter. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthDie erste Halbzeit verschlafen, in der zweiten dagegengehalten und gekämpft: Handball-Bundesligist TuS N- Lübbecke hat sich gestern Abend in der Merkur-Arena vor 2300 Zuschauern sehr ordentlich verkauft beim 28:34 (13:19) gegen „Goliath“ HSV Hamburg.

Die von Trainer Dirk Beuchler geforderte Wiedergutmachung für die Pokalpleite gegen Lemgo gelang – zumindest in der zweiten Halbzeit. Beim TuS N-Lübbecke, der mit jetzt 16:20- Punkten auf Platz zehn der Tabelle bleibt, ragte Jens Schöngarth mit neun Toren heraus. Gute Noten verdienten sich zudem Arne Niemeyer (5), Dennis Wilke als sicherer Siebenmeterschütze sowie mit Abstrichen die Torhüter Malte Semisch und Nikola Blazicko. Bei den Hamburgern, die ihren besten Spieler mit Johannes Bitter zwischen den Pfosten hatten, trafen Hans Lindberg (8/1) und Adrian Pfahl (7) am besten.

Ernüchterung in der Merkur-Arena zur Halbzeitpause. Der TuS, der sich nach dem schwachen Auftritt gegen Lemgo so viel vorgenommen hatte, lag mit 13:19 im Hintertreffen. Der Champions-League-Sieger aus Hamburg hatte die Muskeln spielen lassen und die Kräfteverhältnisse schon in den ersten 30 Minuten zurecht gerückt. Ob Duvnjak, Hens, Jansen oder Canellas – die individuelle Klasse der Hamburger war eine Kragenweite zu groß für die Lübbecker, die ihre Abwehr nicht dicht bekamen und 19, zum Teil viel zu einfache, Gegentore schluckten. Auf der anderen Seite verzweifelten Langhans, Pajovic und Co. an Hamburgs Abwehrbollwerk und Torhüter Johannes Bitter.

Doch immerhin: Der TuS N-Lübbecke kam in der zweiten Halbzeit zurück ! Angeführt vom starken Jens Schöngarth verkürzten die Gastgeber auf 18:22. Das Publikum war wieder da, erst recht als Hamburgs Blazenko Lackovic Frank Loke im Tempogegenstoß foulte und dafür die Rote Karte sah.

Rot nach Foul

an Frank Loke

Als Mattias Gustafsson, dessen Einsatz wegen einer Magen-Darm-Grippe auf der Kippe gestanden hatte, auf 23:26 (46.) verkürzte, schien sogar die Wende möglich. Pech hatten die Gastgeber bei Schöngarths Pfostentreffer, der fünf Minuten vor Spielende das 27:30 hätte bedeuten können. So aber wackelte der Favorit nur kurz und gewann durch zwei späte Lindberg-Treffer verdient, jedoch zu hoch.

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