Girls-Snow-Cup: 1. FC Köln verdienter Gewinner

„Jahr für Jahr wird es schöner und runder“

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Großer Jubel über ein Tor bei den Mädchen des Girls-Snow-Cup-Teams um Meret Hohnstädt (Mitte).

Lübbecke - Von Maik Hanke. Großer Einsatz, mutiges Auftreten und viele Tore. Trotzdem kullerten am Ende bei den Mädchen des Girls-Snow-Cup-Teams die Tränen. Mehr als unglücklich verloren die U15-Mädchen der Regionalauswahl beim beliebten Hallenfußballturnier, dem Girls-Snow-Cup, in der Kreissporthalle Lübbecke am Sonntag auch ihr letztes Spiel.

Viel bitterer hätte das Platzierungsspiel um Platz 15 nicht enden können. Gegen den Osnabrücker SC führten die Mädchen aus dem Umland mit 2:0. Die Halle feierte schon, doch in der letzten halben Spielminute ging alles in die Brüche. Osnabrück gelang nicht nur der Anschluss, sondern rettete sich mit dem 2:2 zwei Sekunden vor Spielende ins Neunmeterschießen. Auch da zunächst die Führung für das Girls-Snow-Cup-Team, weil Torhüterin Charleen Zelle einen Schuss parierte. Aber es sollte wieder nicht reichen. Beim entscheidenden Schuss der Osnabrücker prallte der Ball von der Unterkante der Latte gegen den Rücken der Torhüterin und von dort ins Netz.

„Das war einfach schade“, sagt Turnierkoordinator Ingo Seidel. „Alles, was zusammenkommen kann, ist da zusammengekommen. Aber es schmälert die Leistung der Mädels nicht.“ Sie seien die positive Überraschung des Turniers schlechthin gewesen. Die lange Vorbereitung (seit Oktober!) habe sich ausgezahlt.

Ob in Vor-, Zwischen- oder Finalrunde: In fast allen Spielen sei das Team mindestens auf Augenhöhe mit den Gegnern gewesen. Und die hatten es auch in diesem Jahr in sich: Wieder kam die deutsche Elite des Mädchen-Fußballs nach Lübbecke.

In einem Turnier, das laut Turnierchef Seidel qualitativ nicht ganz so stark war wie im Vorjahr, überragte eine Mannschaft: der 1. FC Köln. Der Titelverteidiger von 2015 sei in diesem Jahr noch besser gewesen als sonst und holte im fünften Jahr des Turniers den dritten Pokal.

Gleich im Auftaktspiel zeigten die Kölner, wo es langgeht: Gegen den 1. FFC Frankfurt hieß es 7:0. Auch im weiteren Turnierverlauf war kein Gegner der Kölnern gewachsen. Einzig Wolfsburg, das sich auf eine Dreierkette zurückzog, verlor in der Vorrunde nur 1:2. Im Halbfinale gab es das erneute Duell der beiden Teams. Dieses Mal machte Köln kurzen Prozess: 6:0.

2017: Neue Trainer für

Girls-Snow-Cup-Team

Selbst Borussia Mönchengladbach war dem rheinischen Rivalen im Finale nicht gewachsen und verlor mit 1:5. Insgesamt schossen die Kölnerinnen sensationelle 41 Tore.

Von allen Vereinen habe es nach dem Turnier wieder „extrem positive Rückmeldungen“ gegeben, berichtet Seidel. „Die wollen alle nächstes Jahr wiederkommen.“ Er kündigt aber an, dass es bestimmt wieder zwei, drei Veränderungen bei den Teams geben wird.

Auch das Snow-Cup-Team wird sich auf Veränderungen einstellen müssen. Das fünfköpfige Trainergespann wird laut Seidel nicht weitermachen. Einzig Torwarttrainer Tristan Doempke bleibt. Das Orga-Team sucht nun zwei Trainer mit Erfahrung im Mädchenfußball, darunter sollte eine Frau sein. „Wir werden langsam unsere Fühler ausstrecken. Wir haben auch ein paar Leute im Kopf, mit denen wir sprechen wollen“, sagt Seidel. Wer das sein wird, wollte er nicht verraten.

Das Orga-Team ist mit dem Turnier rundum sehr zufrieden. In diesem Jahr seien pro Tag 1150 Menschen in der Halle gewesen. „Das hätten wir uns vor fünf Jahren nicht träumen lassen“, sagt Seidel. „Jahr für Jahr wird es schöner und runder.“

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