Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke 28:28 gegen TSV Hannover-Burgdorf

„Gekämpft wie die Schweine“

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Malte Semisch kam kurz vor Schluss in den Kasten – und behielt im Siebenmeterduell die Oberhand. ·

Lübbecke - Von Andreas GerthJens Schöngarth war irritiert. „Wo sind meine Mitspieler ? Wieso freut sich denn keiner ?“, fragte der Zwei-Meter-Mann verzweifelt ins weite Rund, während sich die Merkur-Arena zügig leerte. Das 28:28 (16:16) im Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf hatte am Samstagabend nicht nur die Punkte geteilt, sondern auch die Gefühlswelt beim TuS N-Lübbecke, der den letzten Angriff nicht zum finalen Siegtor nutzen konnte.

Nur Jens Schöngarth hatte sofort nach dem Abpfiff die Arme nach oben gerissen. „Wir haben gekämpft wie die Schweine und mit einer dezimierten Mannschaft einen Punkt geholt. Ich jedenfalls bin super zufrieden und freue mich riesig.“

Nachvollziehbar, denn Jens Schöngarth, der überragende Drago Vukovic und die anderen Lübbecker hatten vor den offiziell vermeldeten 1939 Zuschauern tatsächlich bravourös gekämpft und den Tabellensechsten der Vorsaison einen nicht immer hochklassigen, dafür aber bis zur Schlusssekunde spannenden Schlagabtausch geliefert. Und das, obwohl dem TuS mit Dennis Wilke (Mandelentzündung) und Arne Niemeyer (angeschwollenes Knie und Fieber) zwei wichtige Spieler aus der Stammsieben fehlten.

„Kompliment an meine Mannschaft, wie sie mit dieser personellen Notlage umgegangen ist und sich ausgepowert hat“, hob Dirk Beuchler hervor. Der TuS-Coach hatte 17 Sekunden vor Spielende eine Auszeit genommen und abwägen müssen. Seine Vorgabe: „Lieber den Punkt mitnehmen und nicht noch den Gegenstoß kassieren.“ Jens Schöngarth, der zuvor sechs Mal getroffen hatte, nahm den letzten Wurf, wurde aber geblockt.

Zuvor hätten beide Mannschaften das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden können. Der TuS N-Lübbecke, der in der ersten Halbzeit nicht zuletzt dank Kreisläufer Frank Loke sehr gut begann, mit 7:4 und 10:8 führte, dann aber ausgerechnet in eigener Überzahl den Faden verlor (0:2-Tore), mit 11:14 in Rückstand geriet und sich erst wieder mit einer Energieleistung herankämpfen musste. Aber auch die TSV Hannover-Burgdorf, die im Gegensatz zum TuS durchwechseln konnte und beim Stand von 27:27 (58.) die dicke Chance zur Führung per Siebenmeter in der Hand hielt. „Als Trainer muss man intuitiv handeln. Vielleicht hat es den Schützen ja irritiert, dass Malte Semisch im Tor stand, und er hat an den Pfosten geworfen“, grinste Dirk Beuchler, der mit dem späten Torwartwechsel alles richtig gemacht hatte.

Semisch Sieger im

Siebenmeterduell

Der TuS-Coach war „zufriedener mit dem Punkt“ im Vergleich zu seinem Burgdorfer Kollegen. Christopher Nordmeyer hätte „hier in Lübbecke gerne gewonnen, was auch möglich gewesen wäre, wenn wir unsere Vorgaben besser umgesetzt hätten. Deshalb kann ich mit dem Punkt nicht so gut leben.“

So richtig lachen konnte nach dem Abpfiff nur Jens Schöngarth, der Linkshänder sprach dann auch das zutreffende Schlusswort: „Dieses Spiel hat keinen Verlierer verdient !“

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