Kreisliga A: Dielingen behält Tabellenspitze im Blick / Levern tritt auf der Stelle

ISC geht trotz Niederlage entspannt in die Rückrunde

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Faire Geste unter Sportsmännern: ISC-Trainer Axel Krüger und TuRa-Trainer Klaus Schmitz gratulierten sich gegenseitig.

Minden-luebbecke - Von Willi Pries WEHDEM · Die Hinserie der Kreisliga A ist seit dem letzten Sonntag – bis auf ein paar Nachholspiele – absolviert. Bereits vor dem 15. Spieltag stand fest, dass der SC Isenstedt die Hinrunde als Spitzenreiter beenden würde.

Auch die erste Niederlage der Elf von Trainer Axel Krüger im Spiel gegen Verfolger TuRa Espelkamp konnte daran nichts mehr ändern. „Dass es uns irgendwann auch erwischen würde, war klar“, so Krüger nach dem Spiel. Mit einem Punkt Vorsprung und einem Spiel weniger grüßt der ISC nach wie vor von Rang eins. So war sich Krüger auch sicher, dass die erste Saisonpleite seine Mannschaft nicht umhauen würde. Entsprechend locker war auch die Stimmung nach dem umkämpften, aber fairen Spitzenspiel gegen TuRa Espelkamp. Die unterlegenen Isenstedter nahmen es sportlich und gratulierten den feiernden Alt-Espelkampern zum Sieg.

„Da war wirklich alles drin! Wir hätten durch Chris Götze in Führung gehen müssen, kassieren im Gegenzug den ersten Treffer, und auch der zweite Torschuss von TuRa war gleich drin. Wir haben uns aber wieder ins Spiel gekämpft und verdient zum 2:2 ausgeglichen. Danach waren wir dem Siegtreffer sogar etwas näher“, zog Krüger nach dem Spiel Bilanz. Dass es am Ende doch noch ein TuRa-Sieg wurde, nahm er auch ein wenig auf seine Kappe. „Dem Rückstand hinterherzulaufen, hat doch ganz schön Kraft gekostet. Vielleicht hätte ich eher wechseln sollen.“

Die Einwechselung von Alexander Koch kurz nach der Pause hatte die Offensive der Gastgeber belebt. Koch war es auch, der den Elfmeter zum 2:2-Ausgleich herausholte. „Die Situation, die zum Elfmeter geführt hat, darf gar nicht erst entstehen. Thomas Epp stand in der Situation falsch, sonst wäre der Ball nicht bei Koch angekommen“, monierte der ansonsten rundum zufriedene TuRa-Trainer Klaus Schmitz.

Gegen den durchgestarteten ISC-Stürmer kam TuRas Keeper Sven Eckert nicht mehr an den Ball und räumte stattdessen den Gegenspieler ab. „Klarer Elfer, aber eine rote Karte muss man da nicht zwingend geben,“ wiegelte Axel Krüger nach dem Spiel ab, auch wenn einige ISC-Anhänger gerne den Platzverweis gesehen hätten.

Nach dem Ausgleich schienen beide Mannschaften mit dem Punkt unzufrieden. „Wir wollten unbedingt gewinnen, um dran zu bleiben“, so Schmitz. Es war dem schnellen TuRa-Stürmer Andri Reimer vorbehalten, das Spiel zu entscheiden. Mit seinem zweiten Treffer in der Schlussphase krönte er seine starke Vorstellung.

Wie TuRa konnten nach dem Spiel am Sonntag auch die Spieler des TuS Dielingen feiern. Nach dem 2:6-Debakel im Spiel bei TuRa Espelkamp war Trainer Tom Westerwalbesloh nach dem 1:0 gegen den SSV Pr. Ströhen einfach nur erleichtert. „Es war kein schönes Spiel, aber mit Schönspielerei gewinnen wir im Moment keinen Preis“, so der Coach. Die Verunsicherung sei spürbar gewesen, zumal mit Markus Wessel, Stefan Lekon und ihm selbst einige Leistungsträger fehlten.

Im Tor der Dielinger stand gegen den SSV Adrien Pieper. Der Neuzugang Daniel bei der Hake ist zwar schon spielberechtigt, musste aber wegen einer Grippe auf seinen ersten Einsatz im Dielinger Kasten verzichten. In einem typischen 0:0-Spiel war es in der Schlussphase Christian Wüppenhorst, der zum wichtigen Sieg für den TuS traf, der damit das Spitzentrio zumindest nicht ganz aus den Augen verloren hat.

Ebenfalls mit 1:0 gewann der VfL Frotheim sein Spiel in Blasheim. Es war bereits der vierte Sieg in Folge; der VfL klettert damit bis auf einen einstelligen Tabellenplatz. „Ich bin eigentlich kein Freund von Unentschieden, aber heute wäre ich mit einem 0:0 schon absolut zufrieden gewesen“, so Trainer Holger Sarres. Dass es am Ende noch ein Sieg für Frotheim wurde, lag nach seiner Meinung vor allem an der schwachen Chancenauswertung der Blasheimer.

Auf ein weiteres Erfolgserlebnis nach dem Heimsieg gegen BW Oberbauerschaft hatte man auch beim TuS Levern gehofft. Doch beim Spiel in Tengern war nach kurzer Spieldauer schon die Messe gelesen. Patrick Knappmeyer traf bereits nach neun Minuten zum 1:0, vor der Pause legten die Tengeraner noch drei weitere Treffer nach. Das zwischenzeitliche 4:1 von Marius Helmich war nur noch Kosmetik. Weil auch Alswede und Hüllhorst verloren, steht die Mannschaft von Holger Binder weiter nicht auf einem Abstiegsplatz, allerdings punktgleich mit dem HSC Alswede. Es muss also weiter gezittert werden beim TuS.

Düster ist die Aussicht beim Aufsteiger BW Vehlage. Bei der 1:6-Niederlage in Fabbenstedt kassierte mit Torjäger Gerhard Penner ein weiterer Vehlager eine rote Karte, weil er im Nachsetzen Torhüter Bremermann traf. „Eine zu harte Entscheidung“, wie selbst VfB-Trainer Jens Gerdom fand. Nach Kapitän Sergej Lauer müssen die Vehlager nun wohl auch eine Weile auf ihren Torjäger verzichten. Die Spruchkammersitzung im Fall Lauer wurde inzwischen für den 2. Dezember angesetzt. Dann wird über das Strafmaß für den Vehlager entschieden.

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