Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke unterliegt in Emsdetten 23:27

Vom Gegner überrannt

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Bei Spielmacher Drago Vukovic saß die Enttäuschung tief nach der unerwarteten Niederlage in Emsdetten tief.

Lübbecke - Von Melanie RussSo hatte sich das Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke nicht vorgestellt. Von Beginn an das Spiel bestimmen wollten die Rot-Schwarzen, die die Favoritenrolle gegen den Liga-Neuling und Tabellenletzten TV Emsdetten selbstbewusst angenommen hatten. Statt dessen wurden sie von den Hausherren schon zu Beginn der Partie förmlich überrannt und konnten in keiner Phase überzeugen. Am Ende unterlag der TuS N-Lübbecke gestern Abend verdient mit 23:27 (11:14).

Emsdetten profitierte in der Anfangsphase vom schwachen Angriff der Gäste und einem bärenstarken Nils Babin zwischen den eigenen Pfosten. Nach zehn Minuten hatte der Aufsteiger bereits eine Fünf-Tore-Führung herausgespielt. Während Emsdettens Janko Bozovic und Olafur Bjarki Ragnarsson auf der rechten Seiten fast nach Belieben trafen, blieb Lübbecke sechs Minuten ohne Torerfolg.

TuS-Trainer Dirk Beuchler nahm eine Auszeit, um Schlimmeres zu verhindern. Und tatsächlich lief es danach zunächst besser. Zwei Paraden von Nikola Blazicko und Tore von Arne Niemeyer und Tim Remer brachten den TuS auf 9:6 heran. Zwischenzeitlich verkürzten die Gäste sogar auf zwei Tore, doch nach Fehlwürfen von Vukovic, Gustafsson und Pajovic vergrößerte sich der Rückstand wieder auf vier Tore. Den starken Paraden von Malte Semisch war es zu verdanken, dass die Gäste nicht noch weiter ins Hintertreffen gerieten.

In der zweiten Halbzeit ging beim TuS N-Lübbecke kaum noch etwas. Kurz nach Wiederanpfiff landete der Ball gleich drei Mal hintereinander am Pfosten. Stimmte die Flugrichtung des Balls, stand meistens TV-Keeper Nils Babin im Weg. So zogen die Gäste zwischenzeitlich erneut auf sieben Tore davon. Zwar konnten die Rot-Schwarzen in der Schlussphase noch einmal auf vier Tore verkürzen, doch für mehr reichte es an diesem Abend nicht.

Viel Zeit bleibt dem TuS N-Lübbecke nicht, wieder zur Stärke der vergangenen Wochen zurückzufinden. Schon am Sonntag geht es zum HSV Hamburg und anschließend zum Spitzenreiter Kiel.

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