TuS Stemwede feiert Dreifach-Meisterschaft: Erste Herren, zweite Herren und Frauen holen Fußball-Kreisliga-Titel

Und der ganze TuS hüpft

Drei Mannschaften – drei Titel: Das sind die erfolgreichen Fußballer des TuS Stemwede bei der großen Meisterschaftsfeier am Sonntag. - Fotos: Pries

Stemwede - Von Willi Pries. Es wurde eine lange rot-weiße Nacht, und die meisten Beteiligten dürften sich wohl den Montag freigenommen haben. Beim Saisonabschluss des TuS Stemwede ließen es die drei erfolgreichen Meistermannschaften noch einmal richtig krachen, nachdem sie in der Saison schon für mächtig Furore gesorgt und in ihren Spielklassen jeweils die Meisterschaft geholt hatten.

„Das ist schon sensationell, und das Triple wird heute entsprechend gefeiert“, freute sich Fußball-Obmann Jens Grube beim Blick über den Wehdemer Sportplatz und das Vereinsheim. Etwa 150 Vereinsangehörige und Anhänger hatten sich am Sonntag eingefunden und feierten mit den drei Mannschaften.

Natürlich durften dabei die obligatorischen Bierduschen nicht fehlen. Vor allem Nico Engelbrecht glänzte mit viel Übersicht und erspähte immer wieder neue Opfer, um das XXL-Bierglas zu entleeren. Natürlich wurde das Bier aber nicht nur verschüttet, sondern fand auch dankbare und durstige Abnehmer.

So gönnte sich Noel Hartmann einen tiefen Schluck aus dem riesigen Glas. Aufgrund einer schweren Verletzung, die er im ersten Saisonspiel nach nur wenigen Minuten erlitten hatte, konnte der Torhüter zwar nur wenige Spiele am Saisonende bestreiten, war aber natürlich genauso ein Teil des erfolgreichen Meisterteams aus der Kreisliga B.

Nico Engelbrecht war nicht nur in der Liga treffsicher, auch seine Bierduschen fanden am Sonntag oft ihr Ziel.

„Drei Titel sind schon einmalig. Einfach unglaublich, was in diesem Jahr passiert ist“, freute sich Hartmut Gräber, erster Vorsitzender des TuS. „Die Damenmannschaft hat sich toll entwickelt und mit dem Aufstieg belohnt. Und bei unserer ersten Herrenmannschaft sehe ich noch viel Potenzial für die Zukunft. Mit Sven Kassen als Spielertrainer ist hier etwas Tolles entstanden“, sagte Gräber.

Während die erste Herren in die Kreisliga A aufsteigt, verzichtet die zweite Mannschaft auf den Sprung in die B-Liga. „Der Schritt von der C2 in die Kreisliga B ist für die Mannschaft aus sportlicher Sicht zu groß“, erklärte Cord Groneweg, Spielertrainer der Stemweder Reserve. „Das Team besteht größtenteils aus Altherren-Spielern und wird erst in diesem Jahr mit ein paar Nachwuchsspielern verstärkt. Diese können in der kommenden Saison im Seniorenbereich Fuß fassen, und dann kann die zweite Mannschaft auch als Unterbau für die erste dienen.“

Dass sein Team überhaupt an die Tabellenspitze der Kreisliga C2 springen und sich den Meistertitel sichern konnte, sieht Groneweg als Verdienst des gesamten Vereins. „Wir haben hier einen tollen Zusammenhalt und eine super Stimmung, die uns durch die gesamte Saison getragen hat“, sagte der Trainer, der erst am Sonnabend von der Saisonabschlussfahrt der Altherren aus Mallorca zurückgekehrt war.

„Damit haben wir niemals gerechnet“

Müdigkeit zeigte aber keiner der Urlauber und so wurde am Sonntag kräftig weitergefeiert. Musikalisches Talent (mit viel Steigerungspotenzial) an der Ukulele bewies Ex-Trainer und Altherrenspieler Michael Hartmann, der zusammen mit Marek Boguschewski einen Song anstimmte und die Mallorca-Reisenden zum Mitsingen animierte.

Frauen-Trainer Eike Henke ließ noch einmal die Saison seiner Meisterinnen Revue passieren. „Mit diesem Erfolg haben wir niemals gerechnet“, sagte Henke, der Mannschaften wie RW Maaslingen als Meisterfavoriten auf dem Zettel hatte. Aber die Konkurrentinnen aus Maaslingen patzten, während die Stemwederinnen auf einer Euphoriewelle schwammen.

„Und der ganze TuS hüpft – olé, olé“: Die Meister des TuS Stemwede hielten sich bei ihrer Meisterfeier an ihr Motto, das sie sich auf T-Shirts drucken ließen.

„Entscheidend war dann unser 2:1-Auswärtssieg in Maaslingen. Von da an hatten wir es selbst in der Hand und haben es uns nicht mehr nehmen lassen“, blickte Henke zurück. Die Stemweder Frauen vermieden somit ein „Finale“ am letzten Spieltag, als RW Maaslingen in Stemwede antreten musste. Das 4:4 zum Saisonabschluss war sportlich nicht mehr entscheidend, die Meisterschaft stand schon seit etwa zwei Wochen nach einem Auswärtssieg bei Union Varl fest.

„Das ist heute ein schöner Abschluss des Stemweder Feiermarathons. Die zweite Mannschaft und unsere Damen haben uns ja ganz schön unter Druck gesetzt, indem sie die Meistertitel vorgelegt haben. Da mussten wir einfach nachziehen“, sagte Sven Kassen, Spielertrainer der ersten Mannschaft. „Es wäre heute ja irgendwie ein ziemlich blöder Abend geworden, wenn wir die einzige Mannschaft des Vereins gewesen wären, die nichts zu feiern gehabt hätte.“

Die Grundlage für den Erfolg sieht Kassen in der bärenstarken Hinrunde, als sein Team 14 Spiele in Folge gewann und das Feld anführte. „Aber die Pr. Oldendorfer haben nicht locker gelassen. Wir durften nie nachlassen und uns keinen Ausrutscher erlauben“, so Kassen.

Nico Engelbrecht war nicht nur in der Liga treffsicher, auch seine Bierduschen fanden am Sonntag oft ihr Ziel.

In der kompletten Rückrunde war der OTSV den Stemwedern auf den Fersen und konnte mit einem Spiel Vorsprung auch kurzzeitig die Tabellenführung übernehmen. Die Stemweder zeigten sich aber abgeklärt, gewannen die entscheidenden Spiele und sicherten sich einen Spieltag vor Schluss den Meistertitel.

„Im nächsten Jahr gilt es dann, so schnell wie möglich in der Kreisliga A anzukommen. Ich bin mir aber sehr sicher, dass uns das gut gelingt. Wir haben richtig Bock drauf“, sagte Kassen, bevor er sich mit seinen Trainerkollegen und der Mannschaft wieder ins Partygetümmel stürzte und in der Feiernacht sicher einer der letzten Gäste gewesen sein dürfte.

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