Fußball: Der „verlorene Sohn“ Marcell Katt kehrt zum SSV Pr. Ströhen zurück

Entscheidung pro Familie

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Lauf der Dinge: Marcell Katt (l.) spielt wieder für seinen Heimatverein. Nach Tim Rewald in der Vorsaison und Pascal Kropp der dritte Rückkehrer beim SSV Pr. Ströhen.

Pr. Ströhen - Von Andreas Gerth. Toni Trucco ließ nicht locker. „Wann soll ich dir den Vorbereitungsplan zuschicken“, schrieb der Trainer des Fußball-A-Ligisten SSV Pr. Ströhen an Marcell Katt. Letzterer spielte zuletzt für den TSV Wetschen, dafür für die SG Diepholz in der Landesliga, gehört mit seinen 32 Jahren zu den etablierten Fußballern und hatte mit Blick auf die Saison 2014/2015 andere Anfragen vorliegen. Doch Truccos Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. „Okay, schick mir den Vorbereitungsplan zu“, antwortete Katt.

„Ich habe schon nicht mehr damit gerechnet“, frohlockt Antonio Trucco, dass der Coup mit dem bekanntermaßen spielstarken Mittelfeldakteur doch noch geklappt hat. Weit hergeholt ist er nicht: Katt hat in Pr. Ströhen in der Nähe des Sportplatzes gebaut, ist junger Vater und beim SSV quasi der „verlorene Sohn“, nachdem er seinen Heimatverein vor Jahren verließ, um höherklassig sein Glück zu suchen. Seine Rückkehr zum Kreisligisten – eine Entscheidung zugunsten der eigenen Familie sowie der sportlichen beim SSV, wo Marcells Bruder Mark als Co-Trainer und Papa Udo im Förderverein aktiv sind.

„Der Kontakt ist nie abgerissen, und nach dem Umbruch in Wetschen haben wir es wieder bei ihm versucht. Umso schöner, dass es geklappt hat und wir mit Marcell einen sehr erfahrenen und dynamischen Mittelfeldspieler dazu bekommen“, betont Trucco, der in Katt einen „Zehner oder Sechser“ sieht. Übrigens der zweite Streich der Blau-Weißen um Fußballobmann Stefan Windhorst, die in Pascal Kropp, ebenfalls vom TSV Wetschen, schon einen Rückkehrer und Neuzugang für die kommende Saison vermeldet hatten.

„Das sind sicherlich zwei gute Spieler. Doch zu glauben, mit den beiden laufe jetzt alles von allein und wir könnten in der Kreisliga A ganz oben mitspielen, wäre fatal“, warnt der SSV-Coach schon jetzt vor überzogenen Erwartungen. Zumal mit Nils Tinnemeier und Christian Schlechte zwei Spieler aus dem letztjährigen Kader kürzer treten und nur noch in der Reserve spielen wollen. Dafür sollen – wie bereits in den letzten Jahren beim SSV Pr. Ströhen praktiziert – junge Talente aus der A-Jugend aufrücken. Diesmal zum Beispiel Luca Bollhorst, Björn Rohlfing, Tobias Kröger und Fabian Spreen, die Toni Trucco am kommenden Samstag, 5. Juli, ebenfalls zum Trainingsauftakt begrüßen möchte.

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