Fußball: Tabellenführer macht den nächsten Schritt – nur Stagges gelb-rot stört

Schlaks mit großem Wert: Dielingen siegt dank Lekon

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Mediengruppe Kreiszeitung

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Wichtiger Schritt in Richtung Aufstieg mit kleinem Stolperer: Beim TuS Dielingen stimmte am Sonntag mit dem späten Führungstor, dem 2:0-Sieg in Gehlenbeck und der Momentaufnahme an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A mit acht Punkten Vorsprung fast alles. Allein die gelb-rote Karte für Marco Stagge verbunden mit einer einwöchigen Spielsperre des Leistungsträgers wurde zum Schönheitsfehler.

„Er hat in der ersten Halbzeit gelb für eine vermeintliche Schwalbe gesehen, obwohl er gefoult wurde“, ärgerte sich Wolfgang Hagedorn, der Stagge im nächsten Spiel am Sonntag zu Hause gegen Türk Gücü ersetzen muss. Ansonsten aber konnte der Trainer des Tabellenführers ein Lachen aufsetzen. „Wir wussten ja, dass uns in Gehlenbeck ein schweres Spiel erwartet. Darauf hat sich die Mannschaft sehr gut eingestellt und das nötige Glück in der Schlussphase erarbeitet.“

Gemeint war damit der Weitschuss von Stefan Lekon in der 88. Minute, der leicht abgefälscht zum 1:0 einschlug. Der schlaksig wirkende Lekon stellte damit nicht zum ersten Mal seinen Wert für den TuS Dielingen unter Beweis. Nicht von ungefähr trägt Lekon, der hart attackiert auf seinen langen Beinen blieb und David Schmidt das 2:0 auflegte, seit dieser Saison die Kapitänsbinde.

Ein Sieg als Genesungswunsch. „Wir wollten das Spiel für unseren am Kreuzband verletzten Spieler Tim Wullbrandt gewinnen“, betonte Frotheims Spielertrainer Christoph Meyhoff und freute sich, dass das Vorhaben am Sonntag vor eigenem Anhang gelang. Gleichzeitig war das 5:0 gegen Türk Gücü Espelkamp das Ende einer kleinen Durststrecke von vier Spielen ohne Sieg. Damit konnten die Frotheimer Platz zwei verteidigen. Am kommenden Sonntag geht es zum Dritten FC Lübbecke.

Neun gelbe Karten, ein vom Schiedsrichter des Platzes verwiesener Zuschauer und eine fast zehnminütige Nachspielzeit, in der die Gastgeber einen Elfmeter verschossen – im Derby zwischen dem SV Schnathorst und TuS Tengern II (0:1) ging es hoch her. Schiedsrichter Christian Westermann fühlte sich von einem Zuschauer beleidigt und verwies ihn der Sportanlage. Daraus entwickelte sich eine längere Unterbrechung, die Westermann nachspielen ließ. Den nächsten Aufreger gab es, diesmal bei den Gästen, als der Unparteiische kurz vor Schluss auf Elfmeter für Schnathorst entschied. Doch die Gastgeber konnten den „clever herausgeholten“ (so Trainer Christoph Kuhlmann) Strafstoß nicht nutzen. Peitzmeier verschoss, Tengern jubelte über den Sieg in einem emotionalen Derby.

Wohl am liebsten im Erdboden versunken wäre am Sonntag Edgar Geistdörfer. Im richtungsweisenden Kellerduell beim VfB Fabbenstedt ließ sich der erfahrene Spieler von Blau-Weiß Oberbauerschaft zu einer Tätlichkeit hinreißen – die Folgen: Rot für Geistdörfer (beim Stand von 0:0) und eine 1:3- Niederlage seiner abstiegsgefährdeten Mannschaft. Für BWO die Fortsetzung einer dramatischen Serie von jetzt acht Spielen ohne Sieg. Am Sonntag kommt TuRa, anschließend geht es für BWO zum sieglosen Schlusslicht nach Börninghausen – ohne Edgar Geistdörfer, der vier Wochen gesperrt ist.

Eingewechselt, mit der ersten Ballberührung ein Tor erzielt und kurz darauf verletzt wieder raus – die Höhen und Tiefen des Fußballs durchlebte der Blasheimer Simon Schiller am Sonntag innerhalb weniger Minuten. Mit seinem Treffer zum 4:2 in der 74. Minute hatte Schiller dem BSC den roten Teppich zum Sieg bei TuRa Espelkamp ausgerollt, ehe die Gastgeber noch zum glücklichen Ausgleich kamen. „Wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit für uns entscheiden müssen“, ärgerte sich BSC-Coach Sebastian Numrich.

0:0, 0:0, 0:1, 0:0, 1:2 und 0:3 – das sind die Ergebnisse des SSV Pr. Ströhen in den letzten sechs Spielen. Nicht verwunderlich: Keine Mannschaft in der Kreisliga A hat bislang weniger Tore erzielt als die Blau-Weißen. Am Sonntag beim 0:3 gegen den SC Isenstedt blieben die auf Platz 13 abgerutschten Pr. Ströher erneut ohne Torerfolg. „Für uns hat ab sofort der Abstiegskampf begonnen“, stellt Trainer Toni Trucco klar. Gehlenbeck, Dielingen, Schnathorst und Fabbenstedt heißen jetzt noch die Gegner bis zur Winterpause.

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