Fußball: SSV Pr. Ströhen schließt Hinrunde als Sechster ab/Trucco überlegt noch

Nach Umstellungen im Aufwind

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Nach Knöchelbruch in die Mannschaft des SSV Pr. Ströhen zurück gekämpft: Stefan Spreen-Ledebur. Fotos (2): Pollex

Pr. Ströhen - Von Andreas Gerth. Die Fakten sind positiv. Aus den letzten sechs Spielen holte der SSVPr. Ströhen 13 Punkte und geht als Tabellensechster in die Winterpause der Lübbecker Fußball-Kreisliga A. Damit gehören die Männer vom Nordpunkt, die von ihren ersten acht Spielen fünf verloren hatten, zu den positiven Überraschungen des bisherigen Saisonverlaufs. Entsprechend zufrieden kann Trainer Antonio Trucco auf die am vergangenen Sonntag mit einem 1:1 bei BW Oberbauerschaft beendete Hinrunde zurückblicken.

Die Pr. Ströher holten aus den ersten drei Spielen zwei Siege, doch die Probleme zeigten sich schon beim 6:5 gegen Hüllhorst. Es folgten ein Unentschieden in Vehlage (2:2) und vier Niederlagen in Folge gegen Fabbenstedt (0:1), bei TuRa Espelkamp (1:4), gegen Dielingen (0:2) und Tengern II (1:6). „Es war offensichtlich, dass wir etwas ändern mussten“, gibt Trucco im Rückblick zu.

Weg von der eingeführten Raumdeckung, zurück zur festen Zuordnung – damit kam das Team um Kapitän Sven Kolwey und Torhüter Tobias Langhorst wesentlich besser zurecht. Die Abwehr steht stabiler und im Mittelfeld lässt Trucco nun mit fünf Spielern agieren. „Änderungen, die etwas gebracht haben“, bringt es der SSV-Coach auf den Punkt.

Die „heimgekehrten Söhne“ Marcell Katt und Pascal Kropp waren in Preußisch Ströhen mit Vorschusslorbeeren empfangen worden, benötigten jedoch Zeit, um sich nach ihren höherklassigen Stationen in der Kreisliga A zurechtzufinden. „Das war bei Tim Rewald ähnlich, auch er hat seine Zeit gebraucht“, erklärt Trucco. „In den letzten Partien waren Pascal und Marcell voll in unser Spiel eingebunden, sie haben gemerkt, dass sie selber etwas tun müssen.“

Mit der Rückkehr von Katt und Kropp stiegen die Erwartungen an den SSV Pr. Ströhen beinahe zwangsläufig. „Unsere Fans haben am Anfang mehr erhofft. Viele haben gedacht, es läuft jetzt von allein. Ich habe immer versucht, auf die Bremse zu treten“, so Trucco rückblickend. Er habe Platz neun bis elf als realistisch angesehen, aktuell ist es Rang sechs mit 20 Punkten.

Wer in der Hinrunde positiv überrascht habe? Eine Frage, auf die der Italiener nicht gern antwortet, „denn für mich steht die Mannschaftsleistung im Vordergrund, und die hat in den letzten Spielen gestimmt.“ Konstant gute Leistungen in der Hinrunde zeigte Tim Rewald, auch Stefan Spreen-Ledebur verdiente sich ein persönliches Lob. Nach einer langen Zwangspause wegen eines Knöchelbruchs hat er sich mittlerweile wieder zurück gekämpft.

Zum ersten Mal nimmt der SSV Pr. Ströhen am Hallen-Masters in Hüllhorst teil. „Vor allem die jüngeren Spieler sind heiß darauf, die älteren möchte ich lieber rausnehmen“, erklärt der Coach, der mit Blick auf mögliche Verletzungen kein Freund von Hallenturnieren ist. Im Januar geht es zweimal in den Soccer Center, danach möchte Trucco seinen Mannen eine vierwöchige Pause verordnen, um komplett vom Fußball abschalten zu können. Mitte Februar beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde.

Ein erstes Gespräch habe es schon gegeben, „doch ich möchte bis zum Januar warten, ehe eine Entscheidung fällt“, sagt Antonio Trucco, der immerhin schon im fünften Jahr Trainer beim SSV ist. „Es macht mir immer noch Spaß, mit den Jungs zu arbeiten, und eine positive Entwicklung sehe ich auch. Doch nach fünf Jahren müssen sich beide Seiten absolut sicher sein.“

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