Fußball: Sebastian Numrich geht Aufgabe beim BSC Blasheim mit Zuversicht an

„Habe keine Bange, dass es nicht läuft“

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Viele Neue beim BSC: Felix Kammann (hintere Reihe v.l.), Cemali Akköse, Finn Rottmann, Trainer Sebastian Numrich sowie (unten v.l.) Yannic Voß, Steffen Görl und Patrick Olthues.

Blasheim - Von Andreas Gerth. „Bevor Sebastian zu uns gekommen ist, hatte ich ja keine Ahnung, dass er zu den Schwarz-Gelben gehört“, lacht Dieter Greve. Diesen Ball spielt der angesprochene Sebastian Numrich gekonnt zurück: „Dieses Blau-Weiß hier in Blasheim ist wirklich gewöhnungsbedürftig.“ Die kleine Dortmund-Schalke-Stichelei zwischen dem Fußballfachwart des BSC Blasheim und seinem neuen Trainer zeigt: Die Stimmung beim BSC ist locker und entspannt, obwohl die Mannschaft vor einer nicht ganz einfachen Saison in der Lübbecker Kreisliga A stehen dürfte.

Diese Skepsis lächelt Numrich einfach weg – mit der Zuversicht, die er aus Varl mitgebracht hat. Dort schaffte der 36-Jährige den Aufstieg in die Bezirksliga und dreimal in Folge den Klassenerhalt, mit dem er sich dann auch nach Blasheim verabschiedete. Auch dort findet Numrich einen Verein mit verhältnismäßig kleinen Mitteln vor, in dem Kameradschaft und Kollektivgefühl großgeschrieben werden. „Ich habe keine Bange, dass es nicht läuft“, betont der neue BSC-Coach und verweist auf eine gute Vorbereitung mit hoher Trainingsbeteiligung.

Magere Torausbeute

und Heimschwäche

Zu tun gibt es für ihn an seiner neuen Wirkungsstätte einiges. Die verheerende Heimbilanz (nur ein Sieg in 13 Spielen) und die Anzahl der erzielten Tore (28 in 26 Spielen) lassen keine guten Erinnerungen an die letzte Saison aufkommen, in der es mit Achim Haver für Jens Gudehus auch einen Trainerwechsel in Blasheim gab. „Der Verein hat lange um den Klassenerhalt gezittert und möchte dies nicht noch einmal erleben. Ich traue der Mannschaft einen Platz im Mittelfeld zu, doch vorrangiges Ziel ist es, nicht unten rein zu rutschen“, so Numrichs Vorgabe.

Die Offensive beim Vorjahreszwölften beleben sollen Simon Schiller, Andre von der Ahe und Tom Borchard, die in der vergangenen Saison mit Verletzungen sehr lange ausfielen. „Sie sind fast wie Neuzugänge“, meint Dieter Greve, der dem neuen Trainer zudem eine ganze Reihe talentierter Spieler aus der eigenen Nachwuchsarbeit an die Hand geben kann. Der Kader sei dadurch größer geworden, und doch „geistert“ beim BSC noch immer ein Name umher, der nicht mehr da ist.

„Der Weggang von Matthias Hake tut weh. Er war über mehrere Jahre der Kapitän und Kopf der Mannschaft und wird zunächst an allen Ecken und Enden fehlen“, gibt Dieter Greve offen zu. Mit Sebastian Rahe (zusammen mit Matthias Hake zum TuS Lohe), Volkan Ac (TuS Gehlenbeck), Rezgar Cindo (SV Hüllhorst) und Leon Bergmann (abgemeldet) gibt es weitere Abgänge, die erst einmal kompensiert werden wollen.

Doch Sebastian Numrichs Zuversicht kann das nicht erschüttern. „Ich habe ein sehr gutes Umfeld vorgefunden, die Spieler ziehen sehr gut mit“, betont er und scheint sich an seiner neuen Wirkungsstätte wohl zu fühlen – trotz einiger „Schalker“ beim BSC.

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