Fußball: Saison in Kreisliga A geht gut los/Aufsteiger TuSpo überrascht

Wasserschlachten und verschossene Elfmeter

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Erfolgreicher Einstand nach einem turbulenten Spiel: Lübbeckes neuer Coach Mehmet Aylak.

Lübbecke - Von Andreas Gerth. Wasserschlachten, vier verschossene Elfmeter, Jokertore, etliche Aluminiumtreffer in Frotheim, ein kurioser Platzverweis für TuRa und eine Überraschung durch Aufsteiger TuSpo Rahden: Es ging am Wochenende gut los in der Fußball-Kreisliga A – trotz des sinnflutartigen Regens. Die aufregendste Partie des ersten Spieltags dürfte es an der Obernfelder Allee in Lübbecke gegeben haben, wo die Gastgeber in der 90. Minute über das Siegtor jubelten.

„Ich bin einfach nur froh über die drei Punkte“, atmete Lübbeckes Trainer Mehmet Aylak nach dem 3:2 gegen Blau-Weiß Vehlage und den aufregenden 95 Minuten samt Nachspielzeit erst einmal auf. Nach wechselnden Führungen und jeweils einem vergebenen Elfmeter auf beiden Seiten kam seine Mannschaft durch Stefan Hamel doch noch zum Siegtreffer. Mindestens zur Hälfte ging der entscheidende Treffer jedoch auf das Konto von Max Redekopp. Der vom neuen Lübbecker Coach zur Halbzeit eingewechselte „Joker“ traf zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung und legte das 3:2 in der 90. Minute uneigennützig vor. Doch es war längst nicht alles Gold, was bei den hochgehandelten und mit fünf Neuzugängen in der Startelf auflaufenden Lübbeckern glänzte. „Wir haben viele neue Spieler in der Mannschaft, das braucht Zeit. Wir haben Luft nach oben“, betont Mehmet Aylak.

Ebenfalls ein glückliches Händchen hatte am Sonntag Willi Rogalsky bei seinem Einstand als neuer Coach von TuRa Espelkamp. Er wechselte im Heimspiel gegen den TuS Gehlenbeck (4:1) nach einer Stunde Richard Hermann ein, zwei Minuten später traf Hermann zum 2:1 und wiederum nur wenig später legte der TuRa-Joker gar zum 3:1 nach – die Wende in einem Spiel, das zuvor die Gehlenbecker zu ihren Gunsten hätten entscheiden können, vielleicht sogar müssen.

Der gute TuRa-Schlussmann Daniel Löwen parierte mehrfach und hielt die Gastgeber im Spiel – dann kam Richard Hermann. Im Gegensatz dazu ging der TuRaner Friedrich Lechner ein wenig früher. Auf seinen kurz ausgeführten Eckball ging keiner seiner Mitspieler ein, Lechner meckerte und sah gelb-rot, kann aber am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim SSV Pr. Ströhen schon wieder dabei sein, da Lechner die Sperre gestern im Pokalspiel absitzen konnte.

Neuer Trainingsinhalt:

Elfmeterschießen

Der TuS Dielingen gewann sein Auftaktspiel gegen Aufsteiger SV Schnathorst mit 5:2 und „erarbeitete“ sich gleichzeitig einen neuen Trainingsinhalt: Elfmeterschießen. Zwei Vorlagen vom Punkt ließ der Vizemeister am Sonntag ungenutzt, gegen den Außenseiter aus dem Südkreis (mit patzendem Torhüter) ging das noch mal gut. Sicherlich mehr gefordert werden die Hagedorn-Mannen am zweiten Spieltag in Vehlage, wo es ein Wiedersehen mit dem früheren Dielinger Jan-Guido Dyck gibt – der trägt nach seiner gelb-roten Karte aus dem Lübbecke-Spiel allerdings nur zivil.

Nicht weniger als vier Pfosten- und Lattenberührungen am Kasten des Gegners zählten die Frotheimer am Sonntag im Heimspiel gegen BW Oberbauerschaft. Eine im Endeffekt zu verschmerzende Statistik, denn kurz vor Schluss gab es für die in der zweiten Halbzeit druckvollen Gastgeber dann doch noch die Belohnung. Abwehrmann Christian Meier traf per Kopf nach Eckball von Neuzugang Philip Bünemann zum 1:0 und bescherte damit seinen neuen Trainern Christoph Meyhoff und Florian Haase einen erfolgreichen Einstand beim VfL. „Die Mannschaft hat den Zuschauern einen Vorgeschmack darauf gegeben, was wir in dieser Saison erreichen wollen“, lobte Haase. Bedient war Gästecoach Daniel Bönker: „Wenn der Torwart dein bester Mann ist, sagt das alles.“

Torwart bester BWOler –

Bönker: Das sagt alles

Es regnete wie aus Kübeln, doch das war den Spielern des TuSpo Rahden offenbar egal. Klitschnass genossen sie den Auftaktsieg auf eigenem Platz am Brullfeld während der geschlagene Favorit im Regen stand. Das 2:1 des Aufsteigers gegen den letztjährigen Tabellendritten TuS Tengern II war die Überraschung des ersten Spieltages. Entsprechend stolz war Spielertrainer Martin Neumann auf seine Helden, die den Dreier nach einem frühen Rückstand im wahrsten Sinne des Wortes erkämpften.

„Die Jungs haben um jeden Ball gefightet, damit haben sie Tengern entnervt. Mit dieser Einstellung müssen wir weitermachen“, lobte Martin Neumann. Nach der Herausforderung ist für die Rahdener übrigens vor der Herausforderung: Am kommenden Sonntag geht es zum Bezirksliga-Absteiger nach Isenstedt.

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