Fußball: Rückblick auf die Nordteams in der Kreisliga B/Mehr drin für TuS Stemwede, TuS Levern und Tonnenheide

TuSpo feiert eine Saison zum Einrahmen

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Gegen Rahden machten die Stemweder keine schlechte Figur, Punkte ließ man aber gegen andere Teams liegen.

Stemwede/Rahden - Von Timon Ewald. So etwas nennt man Punktlandung: Genau 1000 Mal beförderten die Mannschaften der Fußball- Kreisliga B in der abgeschlossenen Saison 2014/2015 das Runde ins Eckige. Vor allem der TuSpo Rahden wird die Spielzeit in bleibender Erinnerung behalten. Das Team um Spielertrainer Martin Neumann feierte den Meistertitel und nimmt Vizemeister SV Schnathorst und den glücklichen Dritten SV Börninghausen mit in die Kreisliga A. Noch einmal gut ging die Saison für den FC Oppenwehe, dem am letzten Spieltag die Rettung vor dem Abstieg gelang.

Die Rahdener können auf eine Saison zum Einrahmen zurückblicken. Mit zwei Punkten Vorsprung setzten sich die Auestädter gegen Verfolger SV Schnathorst durch, gegen den man 2010 das Entscheidungsspiel um den Aufstieg ins Kreisoberhaus mit 0:2 verloren hatte. Zudem knackten die Rahdener die 100-Tore-Marke, woran Tristan Groß als zweitbester Torjäger der Liga kräftig mithalf. Jedoch hatten es die Spieler von Martin Neumann zwischenzeitlich mit Unentschieden gegen Levern und Stemwede noch einmal spannend gemacht. Der Titel konnte am letzten Spieltag beim Holsener SV gefeiert werden, wo Wilfried Müller vom Kreisvorstand die Meisterschale überreichte. In der neuen Saison kann man sich beim TuSpo nun wieder auf die Derbys gegen den Lokalrivalen SSV Pr. Ströhen freuen.

Der TuS Stemwede schloss die Saison auf einem guten sechsten Platz ab. Nach Rang acht in der Vorsaison eine Verbesserung, doch laut Spielertrainer Sven Kassen wäre mehr drin gewesen: „Leider haben wir trotz Siegen gegen Rahden oder Börninghausen gegen Mannschaften von weiter unten leichte Punkte liegen gelassen. Dadurch haben wir einen besseren Tabellenplatz verspielt“.

Trotz dieser Patzer sieht Kassen gerade bei den jüngeren Spielern eine gute Entwicklung. Nicht zuletzt die aus der A-Jugend aufrückenden Nico Engelbrecht, Ananda Nottbeck und Torhüter Noel Hartmann, die bereits in der Mühlenkreisauswahl ihre Qualitäten bewiesen, stellen willkommene Verstärkungen für die neue Serie dar. Dann wolle man, so Sven Kassen, definitiv weiter oben angreifen.

Frust schiebt man bei Eintracht Tonnenheide. Die Schützlinge von Wolfgang Wischmeyer schlossen die Saison trotz insgeheim erhoffter Aufstiegsambitionen nur auf Platz 7 ab. „Wir hatten nicht nur eine stärkere Liga als letztes Jahr, dazu kam auch noch, dass wir Probleme mit Verletzungen hatten, die wir oftmals nur bedingt kompensieren konnten. Zum Schluss war dann einfach die Luft raus“, spricht der kritische Tonnenheider Coach die Probleme an. Dennoch gab es in Tonnenheide auch richtig guten Fußball zu sehen, wie zum Beispiel beim 8:0 gegen Holzhausen II. „Da hat man gesehen, dass die Mannschaft es kann. Wir waren in keinem Spiel chancenlos, haben auch fast immer in der ersten halben Stunde gut mitgehalten, sind dann aber oft eingebrochen. Zur nächsten Saison ist es meine Aufgabe, die Abwehr zu stabilisieren, damit so etwas nicht mehr vorkommt“, analysiert Wischmeyer.

Wischmeyer:

Unter die ersten drei

Dann steht ihm voraussichtlich wieder der alte Kader zur Verfügung, jedoch hofft er auf weniger Verletzungspech. „Wenn wir den Spaß am Fußball wiederfinden, bin ich optimistisch, dass wir es unter die ersten Drei schaffen können.“

Nach einem hervorragenden Start durfte sich auch der TuS Levern Hoffnungen auf den Aufstieg machen – am Ende sprang Platz fünf heraus. Die Leveraner hatten genau wie Tonnenheide Probleme mit Verletzungen, berichtet Trainer Sebastian Schmitt: „Nach dem guten Saisonstart mit sechs Siegen in Serie sind wir in ein großes Loch gefallen, was auch den Ausfällen von tragenden Säulen der Mannschaft geschuldet war. Mit unserem dünn besetzten Kader hatten wir einfach Probleme, das aufzufangen.“

Nach der Winterpause konnten sich die Blau-Weißen jedoch trotz erneutem Personalmangel fangen. „Da haben wir dann auch ab und zu in Richtung Bezirksliga geschaut und insgeheim gehofft, dass Isenstedt drin bleibt, damit auch der Vierte der Kreisliga B aufsteigt, was sich dann aber frühzeitig erledigt hatte“, erzählt Sebastian Schmidt. Mit dem Ziel, sich in allen Teilen spielerisch zu verbessern, gehen er und seine Spieler ab dem 10. Juli in die Vorbereitung auf die neue Saison. Dann sollen, hofft der Leverner Coach, auch die Langzeitverletzten Adnan Hani und Thomas Uhlig wieder einsteigen.

Sehr zufrieden kann man mit dem Saisonverlauf beim TuS Dielingen II sein. Die Reserve der Blau-Gelben hat ihren Status als beste

Beste zweite

Mannschaft der Liga

zweite Mannschaft der B-Liga zurück erobert. Die Dielinger schlossen die Saison auf Rang acht ab – ein einstelliger Tabellenplatz, um den die Dielinger in dieser Saison viele Konkurrenten beneiden. Mit dem Kampf um den Klassenerhalt bekamen die Mannen um Trainer Sven Uetrecht und den besten Torschützen Philipp Wings (8) nichts zu tun. Und das mit einem kleinen Kunststück: Mit 37 erzielten Toren holte man 39 Punkte. Die Dielinger Reserve ist übrigens längst zu einem Dauerbrenner der Kreisliga B geworden. Nach dem Aufstieg zur Saison 2003/04 geht es für die Blau-Gelben 2015/16 ins 13. B-Liga-Jahr.

Gerade noch einmal gut gegangen hieß es beim FC Oppenwehe. Das Team aus dem Spargeldorf schloss die Saison auf dem elften Rang ab und konnte der Relegation entgehen. Den höheren Erwartungen von Trainer Vedat Seyhan entsprach das aber nicht. „Wir haben einen guten Start erwischt, doch dann sind bei uns gleich mehrere Leistungsträger ausgefallen. So ist es natürlich schwer, mitzuhalten, zumal einige Spieler wegen Arbeit oder dem Hausbau öfter mal das Training verpassen. Fantastisch war in dieser Phase die Hilfe der zweiten Mannschaft, die ausgeholfen hat, wo sie konnte“, lobt Seyhan.

Im dünnen Oppenweher Kader hätten einige der jüngeren Spieler ihr Potenzial angedeutet. Seyhan: „Diese Jungs haben eine gute Entwicklung genommen.“ Um nicht noch einmal in personelle Probleme zu geraten, habe sich der FCO verstärkt, damit nächstes Jahr vielleicht wieder ein Platz im oberen Mittelfeld zu Buche stehen kann. Genauere Angaben wollte der Team-Coach dazu jedoch noch nicht machen. „Da spiele ich mit verdeckten Karten.“

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