Fußball-Kreisliga A: TuSpo Rahden nach 2:0 nur 2:2 gegen Pr. Ströhen

„Ganz schwach von uns“

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Pascal Kropp (Mitte) und Rahdens Eugene Oedekoven (r.) kämpfen um den Ball.

Rahden - Von Willi Pries. TuSpo Rahdens Spielertrainer Martin Neumann war nach dem Abpfiff sichtlich angefressen, und sein Ärger war durchaus nachvollziehbar. Nach einer 2:0-Führung schenkte seine Mannschaft den möglichen Sieg im Derby der Fußball-Kreisliga A gegen den SSV Pr. Ströhen noch her und musste sich am Ende mit einem 2:2 (2:1)-Unentschieden begnügen.

Der Spielverlauf auf dem Sportplatz an der Bocks Allee war durchaus kurios. Die Pr. Ströher machten von Beginn an das Spiel, aber keine Tore. Die wiederum erzielten die Rahdener, obwohl sie vor allem im ersten Durchgang weit unter ihren Möglichkeiten blieben. „Das war ganz schwach von uns. Mit wenigen Ausnahmen war das läuferisch einfach zu wenig. Wir waren zu weit weg und nicht bissig genug“, monierte Spielertrainer Neumann.

Trotzdem ging sein Team in Führung. Auf der linken Seite setzte sich Tristan Groß durch und brachte das Leder an den Fünfmeterraum. Dort scheiterte zunächst Daniel Kamolz am SSV-Keeper und auch Sanasar Harutyunyan brachte das Leder nicht über die Linie. Erst im zweiten Nachfassen stocherte Kamolz den Ball zum 1:0 ins Netz (30.). „Da haben wir uns nicht clever angestellt, sondern hätten vorher die Situation mit einem taktischen Foul verhindern können“, kritisierte Pr. Ströhens „Interimstrainer“ Mark Katt nach dem Spiel.

Auch beim zweiten Gegentreffer sah die Hintermannschaft des SSV nicht gerade gut aus. Nach einem Missverständnis in der Gäste-Abwehr setzte Rahdens Tristan Groß einem fast schon aussichtslosen Ball nach und provozierte ein Foulspiel von SSV-Torhüter Björn Rohlfing im Strafraum. Der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Der gefoulte Tristan Groß trat selbst an und verwandelte sicher zum 2:0 ins rechte untere Eck (40.).

Die Rahdener führten, obwohl die Pr. Ströher bis dahin klar am Drücker waren und auch die besseren Torchancen auf ihrer Seite hatten. „Es war wie so oft in der Saison, wir brauchen einfach zu viele Chancen und werden auf der anderen Seite eiskalt für unsere Fehler bestraft“, sagte Katt nach dem Spiel.

Die Rahdener schienen nach dem 2:0 klar auf Siegeskurs, kurz vor dem Seitenwechsel hauchte Pascal Kropp seinen Pr. Ströhern aber wieder Leben ein. Stefan Spreen-Ledebur setzte sich stark auf der linken Seite durch, passte in die Mitte und Kropp musste am Fünfmeterraum nur noch den Fuß hinhalten – 2:1 (45.). „Das war ein ganz wichtiges Tor zum richtigen Zeitpunkt. Damit war die Hoffnung wieder da“, freute sich Mark Katt.

Im zweiten Durchgang verflachte das Spiel mit zunehmender Spieldauer. „Es war klar, dass beide Mannschaften auf dem tiefen Boden das Tempo der ersten Hälfte nicht über 90 Minuten gehen können“, so TuSpo-Spielertrainer Martin Neumann. Viele kleine Fouls und unsaubere Zweikämpfe prägten den weiteren Spielverlauf mit insgesamt vier Gelben Karten auf Seiten der Rahdener.

Mit der Brechstange

zum Erfolg

Der SSV drängte auf den Ausgleich, blieb aber zunächst harmlos. Die wohl beste Chance vergab Pascal Kropp, als er den Ball nach einem Zuspiel aus dem Mittelfeld freistehend über den herauslaufenden Rahdener Torhüter Björn Rohlfing, aber auch über das Rahdener Tor hob (65.).

Die Gäste rannten weiter an und Rahdens Defensive wackelte immer bedenklicher. Weil aus dem Spiel heraus nichts ging, versuchte es SSV-Stürmer Tobias Kröger kurz vor dem Ende mit der Brechstange. Aus etwa 18 Metern nahm er Maß, platzierte das Leder unhaltbar im langen Eck zum 2:2 und verschwand anschließend in einer blau-weißen Spielertraube (88.).

Die Gastgeber warfen in den verbleibenden Minuten noch einmal alles nach vorne und wären durch den eingewechselten Stephan Heidemann sogar fast noch zum Siegtreffer gekommen, Christoph Rahe warf sich jedoch im letzten Moment in den Schuss und verhinderte den Gegentreffer.

In der Nachspielzeit kochten noch einmal die Emotionen hoch als Rahdens Spielertrainer im Strafraum zu Boden ging und vehement einen Elfmeter forderte. Mehr als eine Gelbe Karte wegen Meckerns sprang für ihn jedoch nicht heraus.

„Das Unentschieden geht insgesamt schon in Ordnung. Vor allem in der ersten Halbzeit war es ein ganz schwaches Spiel von uns“, so Neumann.

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