Fußball-Kreisliga A: Tabellenführer muss mit Sperre gegen Pieper rechnen

Beide mit 3:3 zufrieden, nur die Rote Karte stört

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Shakehands im Spitzenspiel, Teil zwei: Die Trainer Jörg Bohlmann (r.) und Kai Sander konnten mit dem 3:3 leben.

Lübbecke - Von Michael Meier. Der TuS Dielingen hat endgültig zum Spitzenduo der Fußball-Kreisliga A aufgeschlossen. Zumindest ein paar Tage durften sich die Nordkreisler sogar über die Tabellenführung freuen. Am Sonntag reichte dem SuS Holzhausen ein 3:3 im Spitzenspiel beim TuS Tengern II aus, um wieder den Platz an der Sonne einzunehmen. Weiter für Furore sorgte Aufsteiger TuS Gehlenbeck. Mit dem 1:0-Sieg bei TuRa Espelkamp machten die Gehlenbecker den Gastgebern einen dicken Strich durch die Rechnung in Sachen Aufholjagd auf das Führungstrio.

Bislang waren die Partien der direkten Konkurrenten im Titelkampf eher davon geprägt, Fehler zu minimieren und nicht ins offene Messer zu laufen. Im Duell zwischen dem TuS Tengern II und SuS Holzhausen war das anders. Eine Begegnung, in der beide Teams mit offenem Visier agierten. Beide waren nach dem 3:3 nicht unzufrieden, trauerten aber verpassten Chancen nach.

„Wir haben in den ersten 25 Minuten richtig gut gespielt. Mit unserer Spielweise kam Holzhausen überhaupt nicht klar. Danach aber haben wir es nicht verstanden, kontrollierter zu spielen. Wir wussten, dass Holzhausen oft mit langen Bällen agiert. Dennoch waren wir nicht eng genug an den Gegenspielern dran“, monierte Thorsten Schmidt nach der Partie. Seine Mannen gaben eine 3:1-Führung aus der Hand, mussten im Endeffekt jedoch froh sein, denn Holzhausen war dem vierten Treffer in der zweiten Halbzeit sogar näher. „Wir wollten ungeschlagen bleiben, und das ist uns gelungen. Man hat allerdings gesehen, dass unsere junge Mannschaft doch etwas nervös geworden ist“, so Thorsten Schmidt weiter.

Für den SuS Holzhausen ging es nach dem Spiel zum Brockumer Markt. Als Tabellenführer der Lübbecker Kreisliga A kann man sich auch im „hohen Norden“ blicken lassen. Lediglich der Platzverweis gegen Leonard Pieper trübte die Freude ein wenig. „Das war eine dumme Aktion von Leo und das weiß er auch. Vielleicht hätte es auch die gelb-rote Karte getan. So aber müssen wir wohl wieder ein paar Spiele auf einen Leistungsträger verzichten“, kommentierte Jörg Bohlmann Piepers angedeuteten Ballwurf in Richtung eines Gegenspielers.

Mit dem Ergebnis war der Trainer des SuS Holzhausen dennoch zufrieden. „Es war ein sehr intensives Spiel. Besonders die erste Halbzeit hat beiden Mannschaften viel Kraft gekostet. Für uns war am Ende mehr drin, aber da haben wir uns einfach nicht clever genug angestellt. Unter dem Strich haben wir einen 1:3-Rückstand aufgeholt und deswegen ist alles gut“. Am kommenden Sonntag wird der FC Lübbecke beim Tabellenführer in Bad Holzhausen erwartet. Dort gibt es einen Lichtblick in Sachen Personalsorgen: Cerryg Forward und Martin Lidke haben ihre Sperren abgesessen und kehren in der Kader zurück.

In der 89. Minute durfte dann auch Philipp Knappmeyer jubeln. Der Spielertrainer des FC Lübbecke ist nicht gerade das, was man unter einem Torjäger versteht. Beim 8:0 gegen Türk Gücü Espelkamp kam aber auch Knappmeyer in den Genuss des Torjubels. „So ganz oft kommt das ja nicht vor“, musste der Lübbecker Coach selber lachen. Nach

Knappmeyer muss nach

Torerfolg selber lachen

zuvor nur einem Punkt aus den letzten beiden Spielen war die Welt an der Obernfelder Allee diesmal in Ordnung. „Die Mannschaft hat nach der schnellen Führung die Spannung hochgehalten. Mit dem 2:0 war eigentlich klar, dass wir dieses Spiel gewinnen würden. Nach den letzten Ergebnissen tut so ein Sieg natürlich gut“, freute sich Philipp Knappmeyer. Am Sonntag geht es zum Spitzenreiter SuS Holzhausen. Da dürfte mehr Arbeit auf die diesmal kaum geforderte Lübbecker Hintermannschaft zukommen.

„Wir konnten ohne großen Druck ins Spiel gehen und das war sicherlich ein Vorteil“, so Christoph Kämper. Auf gleich sieben Positionen musste der Gehlenbecker Trainer sein Team umstellen und dies mit Erfolg beim überraschenden 1:0 bei TuRa. „Die Jungs haben die taktischen Vorgaben zu 100 Prozent umgesetzt. Wir wollten TuRa keine Räume geben und das ist uns gelungen. Am Ende waren drei A-Jugendspieler auf dem Platz, die ihre Sache toll gemacht haben. Nach einem solchen Spiel kann ich als Trainer einfach nur stolz auf die Mannschaft sein“, betont Kämper, der sein Team mit 16 Punkten voll im Soll sieht.

Während beim Gast Freude herrschte, war im TuRa-Lager Ernüchterung angesagt. Durch den Ausfall von Willi Rogalsky fehlten besonders in der Zentrale die zündenden Ideen. Mit dieser Niederlage dürfte wohl endgültig klar sein, dass TuRa Espelkamp in dieser Saison nicht ins Titelrennen eingreifen kann.

Nur wenige Tage hatte Bernd Schröder Zeit, seine neue Mannschaft kennenzulernen. Aber wohl Zeit genug, um die Mannschaft so einzustellen, dass sie beim Pokalfinalisten VfB Fabbenstedt zumindest einen Zähler mit nach Hause nehmen konnte. Entsprechend enttäuscht war man beim VfB über das 0:0 gegen den abstiegsgefährdeten SVHO.

Nach zuletzt schwachen Vorstellungen hatten die Fabbenstedter ihr System umgestellt und versuchten es mit einem 3-4-3. „Es ist eine schwierige Phase, aber wir arbeiten im Training daran, dass die alter Lockerheit zurückkommt. Vor dem Spiel hatten alle einen Sieg erwartet, aber manchmal muss man auch mit einem Punkt zufrieden sein“, stellte Trainer Jens Gerdom heraus und lobte den Gegner. „Hüllhorst hat es uns sehr schwer gemacht, das muss man anerkennen.“

Ein dickes Lob für die Leistung seiner Mannschaft hatte Pr. Ströhens Trainer Toni Trucco über. Die Nordkreisler feierten am Freitag mit dem 2:0 gegen den VfL Frotheim den zweiten Zu-Null-Sieg in Folge und verbesserten sich in der Tabelle auf den neunten Platz. „Seit wir unsere Abwehr umgestellt haben, läuft es wesentlich besser. So kann es weiter gehen“, freut sich Trucco. Die Chance zum dritten Dreier in Serie bietet sich am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel bei Türk Gücü Espelkamp.

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