Fußball-Kreisliga A: SSV Pr. Ströhen verliert Derby recht unglücklich mit 1:2

Vierter Sieg, doch diesmal ist TuSpo nur der Glücklichere

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Abklatschen nach dem nächsten Streich: TuSpo-Spielertrainer Martin Neumann (r.) mit Lucas Hohmeier.

Pr. Ströhen - Von Timon Ewald. Der Ball ist rund, ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnen die Rahdener - so oder so ähnlich lässt sich der Saisonstart des Aufsteigers auch nach dem Derby gegen den SSV Pr. Ströhen beschreiben. In einer umkämpften Partie konnte sich die Elf von Spielertrainer Martin Neumann gestern Nachmittag mit 2:1 (1:0) beim Lokalrivalen durchsetzen und feierte - wenn auch glücklich - den vierten Sieg im vierten Spiel.

Leicht gemacht wurde es dem Überraschungsteam der Kreisliga A in Pr. Ströhen aber keineswegs. Obwohl die Rahdener als leichter Favorit ins Nachbarschaftsduell gingen, machte Ströhen von Beginn an das Spiel und setzte in der zehnten Minute das erste Ausrufezeichen. Christopher Bänsch traf mit seinem Kopfball nur den Pfosten. „In den ersten 25 Minuten haben wir überhaupt keinen Zugriff bekommen und waren auch von der Ströher Spielweise überrascht, da wir eigentlich dachten, sie würden über den Kampf kommen“, so Rahdens Spielertrainer Martin Neumann.

Rahden kam erst in der 31. Minute zu seiner ersten Chance – und die passte sofort. Nach einem Foul an der Strafraumkante nahm sich Daniel Kamolz ein Herz und traf mit dem fälligen Freistoß zur 1:0 Führung. Sein abgefälschter Schuss landete auf Umwegen im Ziel. „Das ist enorm ärgerlich, dass die Mauer sich beim Gegentor öffnet, da wir vorher 70 Prozent Ballbesitz hatten und die spielbestimmende Mannschaft waren. Wenn das Tor nicht fällt, gehst du mit einem 0:0 in die Halbzeit und hast in der zweiten Hälfte noch alle Möglichkeiten“, ärgerte sich Pr. Ströhens Trainer Toni Trucco.

Vom Rückstand unbeeindruckt starteten die Gastgeber in den zweiten Durchgang und schnupperten am Ausgleich. Sven Kolweys Kopfball wurde auf der Linie geklärt, beim Schuss von Bänsch war Rahdens Ersatztorhüter Marcel Reinies auf dem Posten. Mitten in die Ströher Drangphase setzte der Aufsteiger den Nadelstich zum 0:2. Tristan Groß, der als Linksverteidiger aufgestellt war, drang von links in den Strafraum ein und wurde von Sven Kolwey zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte.

Im Anschluss wieder dasselbe Bild: Ströhen drängte, Rahden stand tief und lauerte auf Konter. In den Schlussminuten wurde es noch einmal spannend. Einen Querschläger im eigenen Strafraum konnte Torwart Marcel Reinies nicht fangen und im Nachschuss gelang es Ströhens Tobias Kröger, mit dem 1:2 noch einmal Hoffnung bei seinen Mitspielern zu entfachen. Die Ströher belagerten den gegnerischen Strafraum und wären beinahe belohnt worden. Die beste Gelegenheit hatte Pascal Kropp, doch seinen Schuss entschärfte Marcel Reinies, der damit auch den glücklichen Dreier der Gäste fest hielt.

Reinies hält

Kropp-Schuss

„Im Nachhinein ist die Niederlage aufgrund unserer Chancen äußerst unglücklich, wir hätten den Punkt verdient gehabt. Wichtig ist aber, dass wir eine wesentlich bessere Leistung gezeigt haben als bei der Niederlage in Fabbenstedt. Darauf hat die Mannschaft eine positive Antwort gegeben“, betonte SSV-Coach Toni Trucco.

Gästetrainer Martin Neumann konnte nach dem Spiel aufatmen: „Im Gegensatz zu den letzten Spielen waren wir diesmal Favorit, was man der Mannschaft auch angemerkt hat. Es war sicherlich nicht eines unserer besten Spiele, wir haben aber trotzdem bis auf die letzten zehn Minuten wenig zugelassen, und am Ende zählen die drei Punkte“.

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