Fußball-Kreisliga A: Holzhausen-Trainer drückt auf Euphoriebremse

Schöne Momentaufnahme

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Vizemeister TuRa Espelkamp kann es doch noch. Gegen Pr. Ströhen lieferte er eine starke Leistung ab und holte endlich die ersten Punkte.

Wehdem - Die Freude über den Platz an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A hielt nur kurz. Ein 1:1 am Samstag gegen den TuS Dielingen reichte dem FC Lübbecke, um den spielfreien TuS Tengern II vom Thron zu stoßen. Am Sonntag zog dann der SuS Holzhausen vorbei.

bHolzhausens Trainer Jörg Bohlmann wertet die Tabellenführung zurückhaltend. „Eine schöne Momentaufnahme, aber natürlich noch nicht aussagekräftig. Wir freuen uns mehr darüber, dass uns ein guter Start gelungen ist“, so Bohlmann. 7:2 gewann seine Mannschaft beim SV Hüllhorst-Oberbauerschaft, dabei hatte Bohlmann im Vorfeld noch einige Sorgen, da die beiden Torhüter Lars Pollert und der erkrankte Pascal Klapper fehlten. Trotz fünf Siegen aus fünf Spielen tritt Bohlmann auf die Euphoriebremse. „Gegen richtig gute Mannschaften hätte unsere Leistung sicherlich nicht zum Sieg gereicht. Wir müssen uns spielerisch noch steigern.“

Der Titelfavorit aus Dielingen steckt dagegen im Mittelfeld. Auch wenn die Nordkreisler noch ungeschlagen sind und erst vier Spiele bestritten haben, so ist Platz acht mit sechs Punkten nicht das, was sich Spielertrainer Tom Westerwalbesloh vorgestellt hat. „Wir hatten gefühlt 70 bis 80 Prozent Ballbesitz. Bis zum Sechszehner sah es auch ganz ansehnlich aus, aber wir haben uns fast keine zwingende Torchance erarbeitet, und so gewinnt man eben kein Spiel“, so Westerwalbesloh. Zudem offenbarten die Dielinger bei Standardsituationen große Schwächen. Bezeichnenderweise führte ein ruhender Ball auch zum Gegentor.

In Sachen Engagement gab es keinen Vorwurf. Auch in doppelter Unterzahl waren es in der Schlussphase die Gastgeber, die alles nach vorne warfen, um den Sieg zu erzwingen. Mit Westerwalbesloh (Gelb-Rot) und Christian Wüppenhorst (Rot) fehlen zwei Leistungsträger ein, beziehungsweise mehrere Spiele.

Auf der anderen Seite freute sich der Lübbecker Spielertrainer Philipp Knappmeyer über den Auftritt seiner Mannschaft, die zuvor in den vergangenen acht Jahren keinen Punkt aus Dielingen mitnehmen konnte. „Wir haben mutig mit zwei Stürmern gespielt und hatten unseren Anteil am Spiel“, so Knappmeyer.

Drei Spiele, kein Sieg, kein Tor. Die Stimmungslage bei TuRa Espelkamp war nicht gerade die beste. Immerhin hatte sich der amtierende Vize-Meister für diese Saison einiges vorgenommen. Bis in die Spitzengruppe ist es zwar noch ein weiter Weg, aber zumindest war der 4:1-Sieg gegen den SSV Pr. Ströhen Balsam auf die Seelen. Auch Trainer Klaus Schmitz war nach dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Es wurde auch endlich Zeit. Besonders in der ersten Halbzeit haben wir eine richtig starke Leistung gezeigt. Wir haben schnell nach vorne gespielt und so viel Druck aufgebaut“, so Schmitz.

Aus dem Spiel Frotheim gegen Fabbenstedt wirkt vor allem ein Faustschlag von Frotheims Marvin Stierle gegen Ludwig Zeller nach. Dass es ihn gegeben hat, dürfte mittlerweile sicher feststehen. Es war wohl eine Kurzschlussreaktion des Frotheimers, möglicherweise durch eine Provokation Zellers ausgelöst, für die sich Stierle noch am Sonntagabend beim übel zugerichteten Fabbenstedter entschuldigte. Eine genaue Diagnose bei Zeller gibt es noch nicht, da das Auge immer noch dick geschwollen ist und so nicht genau untersucht werden kann. Ob es in dieser Angelegenheit eine Sitzung der Kreisspruchkammer geben wird, steht noch nicht fest.

Ein großes Lob muss man den beiden Mannschaften dafür zollen, dass die Aktion nicht in einer Massenschlägerei endete. Sowohl Frotheim als auch Fabbenstedt gingen mit der Situation besonnen um. „Das haben beide Teams wirklich gut hinbekommen“, so Frotheims Trainer Holger Sarres. Sein Fabbenstedter Kollege Jens Gerdom äußerte sich ähnlich.

mm

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