Fußball-Kreisliga A: TuS Dielingen schon Zweiter/Jetzt läuft beim SSV die Uhr

Auf die Feier folgt der nächste Dreier

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Gut drauf: Jan Kampe holte mit dem SSV den dritten Dreier in Folge.

Dielingen - Bei 644 Minuten blieb die Uhr stehen. So lange hatte Dielingens Torhüter Daniel Bei der Hake in der Fußball-Kreisliga A mit seiner Mannschaft kein Gegentor kassiert. Ein von ihm selbst verschuldeter Strafstoß im Auswärtsspiel beim TuS Gehlenbeck ließ die beeindruckende Serie reißen, doch wirklich traurig war darüber am Sonntag kein Dielinger.

„Wir sind einfach froh über die drei Punkte“, brachte Spielertrainer Tom Westerwalbesloh die Gefühlswelt der Nordkreisler nach dem 3:1-Sieg in Gehlenbeck auf den Punkt. Dort hatten er und seine Mannen ordentlich was tun müssen für ihren jetzt schon siebten Sieg in Folge. „Gehlenbeck ist verdammt unangenehm zu spielen. Eine sehr kompakte Truppe“, lobte Westerwalbesloh den Gegner, der in der ersten Halbzeit zum 1:1 hatte ausgleichen können. „Nach der ganzen Feierei“ mit Brockumer Markt, 25. Geburtstag eines Spielers und der Pokalfeier in Lübbecke hatte der Dielinger Coach ohnehin kein gutes Gefühl gehabt. Zudem fehlten am Sonntag in Ali Jakob-Döpke und Artur Seidel zwei wichtige Spieler.

Lekon fehlt mit

der fünften Gelben

„Ich bin froh, dass es gut gegangen ist und wir uns in der zweiten Halbzeit steigern konnten. Jetzt müssen wir die Kräfte für die letzten drei Spiele bündeln“, betont der Trainer des Tabellenzweiten mit Blick auf die Aufgaben vor der Winterpause. Ohne Stefan Lekon (er sah in Gehlenbeck die fünfte gelbe Karte) geht es am Sonntag zu Hause gegen den SV Hüllhorst, der unter seinem neuen Trainer Bernd Schröder noch ungeschlagen ist und nach abgelaufener Sperre Leistungsträger Ali Ali Oglou einsetzen kann. Danach geht es noch zum SC BW Vehlage und VfB Fabbenstedt.

Die schmerzhafte Erfahrung, dass man die „neuen“ Hüllhorster nicht unterschätzen darf, machte am Sonntag TuRa Espelkamp. Die Grün-Weißen verspielten mit dem 1:3 in Hüllhorst nicht nur ihre vorerst letzte Chance auf eine vordere Platzierung, sondern machten gleichzeitig ihren Trainer Klaus Schmitz stocksauer. „Das hatte wenig mit Fußball zu tun“, grummelte der TuRa-Coach.

Ganz anders hörte sich das bei Hüllhorsts Coach Bernd Schröder an. „Die Mannschaft hat da weitergemacht, wo sie in Fabbenstedt angefangen hat. Wir haben TuRa im Mittelfeld gestört. Das war eine wirklich kompakte Mannschaftsleistung“, freute sich Schröder über den unerwarteten Dreier, der die Hüllhorster in der Tabelle auf Rang elf vorrücken ließ.

Sehr gute Laune hat derzeit auch Antonio Trucco. Das 3:0 am Sonntag bei Türk Gücü Espelkamp war für den Trainer des SSV Pr. Ströhen und seine Mannschaft der dritte Dreier hintereinander. Zur Belohnung dürfen die Blau-Weißen nun auf eigenem Platz Tabellenführer SuS Holzhausen herausfordern. „Ich denke, etwas Respekt werden die Holzhauser schon vor uns haben“, grinst Trucco.

Beim hochverdienten Sieg in Espelkamp blieb Truccos Team auch zum dritten Mal ohne Gegentreffer – jetzt läuft dort die Uhr. „Das zeigt, dass wir in der Defensive mittlerweile gefestigter sind“, lobt der SSV-Coach. Luft nach oben haben die Pr. Ströher noch in Sachen Chancenverwertung, denn sowohl gegen Frotheim als auch Türk Gücü hätten sie

SSV: Tore für

Sonntag aufgehoben?

einen klareren Sieg erzielen können. Vielleicht aber haben sich Florian Bänsch und Co. auch nur ein paar Tore für das Heimspiel gegen Holzhausen aufgehoben...

Zu den Verlierern des 13. A-Liga-Spieltages gehörte der TuS Tengern II, ohne verloren zu haben. Doch das 2:2 im Auswärtsspiel beim Tabellenletzten BSC Blasheim mit einem Gegentreffer in der letzten Sekunde fühlte sich an wie eine Niederlage. „Wie gegen Holzhausen haben wir auch diesmal einen Zwei-Tore-Vorsprung vergeigt. Das ist bitter“, ärgerte sich Tengerns Trainer Kai Sander. Seine Mannschaft führte bereits mit 2:0 und hatte den Blinker Richtung Siegerstraße gesetzt, doch der Tabellenletzte gab nicht auf und wurde dafür mit dem späten Ausgleich und dem fünften Saisonpunkt belohnt. „Wir wussten, dass Blasheim kämpferisch alles in die Waagschale werfen würde, und so ist es ja auch gekommen. Das Unentschieden ist nicht einmal unverdient, doch so weit hätten wir es gar nicht kommen lassen dürfen“, schimpft Kai Sander. Seine Mannschaft verlor den zweiten Tabellenplatz an den TuS Dielingen und hat vor der Winterpause jetzt noch die Spiele gegen BW Oberbauerschaft sowie in Gehlenbeck und Hüllhorst vor der Brust.

Platz eins in der Tabelle verteidigte der SuS Holzhausen mit einem knappen 2:1-Sieg gegen den FC Lübbecke. Für die Holzhauser der sechste Heimsieg der Saison. Dabei war es am Bahndamm in der Schlussphase äußerst hektisch zugegangen mit Lübbeckes Ausgleich in der 80. Minute, der Antwort der Gastgeber nur eine Minute später und einem Lattentreffer der Gäste in der langen Nachspielzeit. Für Holzhausens Trainer Jörg Bohlmann könnte die Partie sogar ein Nachspiel haben. Sein Spruch in Richtung Lübbeckes Spieler Patrick Knappmeyer wurde von Schiedsrichter Guido Sudeck in den Spielberichtsbogen eingetragen.

Total enttäuscht war man auf Seiten des FC Lübbecke. „Der Frustrationsmoment ist riesengroß“, gab Spielertrainer Philipp Knappmeyer nach dem 1:2 zu. „Es sind einige Dinge in diesem Spiel vorgefallen, die so nicht in Ordnung waren“, monierte Knappmeyer, der damit nicht zuletzt auf die Entstehung der Holzhauser Führung aus einem (nicht berechtigten?) Freistoß anspielte. Doch so oder so: Für den FC Lübbecke ist der Zug nach ganz oben erst einmal abgefahren.

ag/mm

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