Fußball-Kreisliga A: TuS Dielingen und SuS Holzhausen bereit für den Showdown / Individuelle Fehler schwächen SSV Pr. Ströhen

Was jetzt noch kommt, ist das Sahnehäubchen

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Holzhausens Trainer Jörg Bohlmann richtet seine ganze Konzentration auf das Spitzenspiel gegen Dielingen.

Wehdem - Die Saison neigt sich dem Ende entgegen und steuert somit unwillkürlich auf die großen Entscheidungen zu. Der 24. Spieltag in der Fußball-Kreisliga A brachte zwar wenig Veränderung im Tabellenbild, bildete aber, vor allem im Hinblick auf die Entscheidung um die Meisterschaft, so etwas wie ein Warm-Up für den großen Showdown zwischen dem SuS Holzhausen Verfolger TuS Dielingen.

Souverän qualifizierten sich beide Teams für das Aufeinandertreffen am Sonntag in Bad Holzhausen. Der TuS Dielingen absolvierte eine „schnelle Runde“ beim 5:0-Pflichtsieg gegen Türk Gücü, der Motor des SuS Holzhausen stotterte beim 3:0 bei TuRa Espelkamp ebenfalls nicht. „Wir haben sehr gut in der Defensive gestanden und hatten das Spiel gut im Griff“, zeigte sich SuS-Trainer Jörg Bohlmann absolut zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. Vor allem war er froh, dass er am Sonntag alle Spieler an Bord haben wird. „Wir hatten drei Spieler mit vier Gelben Karten, die sind zum Glück alle ohne weitere Verwarnung ausgekommen, so dass keiner gesperrt ist“, freute sich der Coach.

Etwas überraschend war seine Aussage, dass seine Mannschaft ja eigentlich das gesteckte Saisonziel mit dem Sieg in Alt-Espelkamp schon erreicht habe. „Wir wollten mehr Punkte haben als im letzten Jahr. Und das haben wir geschafft.“ Leichtes Spiel für Dielingen im Endspurt? Wohl eher Fehlanzeige. Ausruhen werden sich die Holzhausener auf dem bisher Erreichten sicher nicht. „Alles, was jetzt noch kommt, ist das Sahnehäubchen auf die bisher tolle Saison“, so Bohlmann, der sicher auch gerne die „Cocktailkirsche auf dem Sahnehäubchen“ in Form der Meisterschaft mitnehmen würde. „Wir wollten ja auch 100 Tore schießen“, meinte er mit einem Augenzwinkern nach dem Spiel in Alt-Espelkamp. 78 Treffer hat der SuS bislang erzielt und stellt damit die stärkste Offensive der Liga.

Gegen den TuS Dielingen dürfte es allerdings schwer werden, weitere Treffer hinzuzufügen. Nur zehn Gegentore ließ die starke Defensive der Nordkreisler bislang zu, der Bestwert der Kreisliga A. Dass die Dielinger nicht auch in Sachen eigener Torausbeute besser da stehen, liegt an der oft schwachen Chancenauswertung. „Das war auch gegen Türk Gücü wieder so und zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, monierte Trainer Tom Westerwalbesloh. Seine Mannen erzielten zwar fünf Treffer, es hätten aber deutlich mehr sein müssen. „Letztendlich zählen aber auch nur die Punkte“, so Westerwalbesloh.

Aus dem Titelrennen verabschiedet hatte sich der TuS Tengern II schon vor einigen Wochen, dass er zu den Top-Mannschaften der Liga zählt, bewies er aber am Sonntag mit einem deutlichen 4:1-Erfolg gegen den SSV Pr. Ströhen. „Das war schon ein Kaliber zu groß für uns. Vor allem in der ersten halben Stunde wurden wir fast überrannt. Tengern hat ein Tempo vorgelegt, mit dem meine Mannschaft überhaupt nicht zurecht kam“, so SSV-Coach Toni Trucco.

Tengern konnte die Überlegenheit allerdings erst im zweiten Durchgang auch in Tore ummünzen. „Und das mal wieder nach individuellen Fehlern von uns. Davon machen wir einfach zu viele“, klagte Trucco. Am Sonntag wartet mit dem FC Lübbecke noch einmal ein harter Brocken. Nach einem spielfreien Wochenende folgen dann Frotheim und Türk Gücü. „Da können wir hoffentlich mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern, was uns unglaublich gut tun würde.“

Einen kuriosen Spielverlauf bekamen die Zuschauer in Hüllhorst zu sehen. Andre Kottkamp vom TuS Gehlenbeck rammte nach nicht einmal einer Minute Spielzeit den ersten Eckball der Gäste mit dem Kopf zum 0:1 in die Maschen, dabei blieb es. „Für die Statistiker: Es war sicher das schnellste Tor der Saison“, so Gehlenbecks Trainer Christoph Kämper. Sein ersatzgeschwächtes Team verteidigte die Führung sehr diszipliniert. „Wir konnten dadurch zwar auch nicht so offensiv spielen, wie wir wollten, aber wir haben das insgesamt gut gelöst. Nach zwei Niederlagen in Folge war das ein wichtiger Erfolg“, so Kämper.

BW Oberbauerschaft entführte ebenfalls drei Punkte mit einem nicht unbedingt erwarteten 1:0-Sieg in Vehlage. „Es hätte aber unentschieden ausgehen können. Vehlage war am Drücker, und wir hätten uns über ein 1:1 nicht beschweren können“, räumte BWO-Coach Daniel Bönker ein.

pr

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