Fußball-Kreisliga-A: SuS Holzhausen will von Aufstiegsparty noch nichts wissen

„Wir planen nichts“

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Die Glückwünsche für den Sieg beim FC Lübbecke nahm SuS Holzhausens Trainer Jörg Bohlmann dankend entgegen. Zur Meisterschaft will er sich aber noch nicht gratulieren lassen.

Wehdem - Die Entscheidung um die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga-A fiel zwar am vergangenen Wochenende noch nicht, die Aufstiegsparty für den Tabellenführer SuS Holzhausen ist aber wohl nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Da ist sich auch Tom Westerwalbesloh, Trainer von Verfolger TuS Dielingen absolut sicher.

„Wenn die Truppe von Jörg Bohlmann das jetzt noch aus der Hand gibt, laufe ich nackt durch Holzhausen“, so der Dielinger Coach, der mit dem 5:2-Sieg seiner Mannschaft gegen Gehlenbeck das Rennen um den Titel noch rechnerisch offen hielt. Dielingens Trainer also im Adamskostüm im Kurort Bad Holzhausen? Wohl eher nicht. „Denn erstens will das gar keiner sehen, und zweitens ist es so gut wie unmöglich, dass Holzhausen den fehlenden einen Punkt in den verbleibenden Spielen nicht holt“, so Westerwalbesloh.

Holzhausen-Coach Bohlmann wollte sich nach dem 2:0-Sieg beim FC Lübbecke noch nicht gratulieren lassen, gab sich aber sehr selbstbewusst im Hinblick auf die nächste Aufgabe zuhause gegen den SSV Pr. Ströhen. „Wir haben bislang zuhause jedes Team geschlagen, warum sollte uns das nicht auch gegen Pr. Ströhen gelingen?“ Eine Aufstiegsfeier werde aber noch nicht vorbereitet, schob Bohlmann hinterher. „Wir planen nichts, sondern müssen erst mal sehen, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Aber wenn das der Fall sein sollte, können wir bestimmt auch ganz spontan sein.“ Der eine oder andere Sektkorken dürfte dann bestimmt auf dem Sportplatz knallen. Und sehr wahrscheinlich wird der Sekt auch gut gekühlt sein.

Dass die Pr. Ströher sich beim Tabellenführer als Partycrasher erweisen, daran wird auch SSV-Trainer Toni Trucco selbst nicht glauben. Die Nordkreisler sehnen das Ende der Saison herbei. „Es geht nichts mehr. Wir können echt froh sein, dass wir unsere Punkte in der Vorrunde geholt haben. Sonst wäre es in Sachen Klassenerhalt richtig eng geworden“, so Trucco nach der 0:2-Niederlage gegen Türk Gücü. Sein Team steht in der Rückrundentabelle auf dem letzten Rang.

Für die Espelkämper ist nach dem Sieg beim SSV wieder alles drin im Kampf um den Klassenerhalt. Nur ein Punkt trennt Türk Gücü vom rettenden Ufer. „Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren, weil wir unsere Chancen nicht verwertet haben“, so Trucco. Ein haltbarer Freistoß und ein Konter in der Nachspielzeit bedeuteten den Knockout für den SSV.

Durch den Sieg von Türk Gücü müssen auch der SV Hüllhorst/Oberbauerschaft und der BSC Blasheim weiter zittern. Beide gewannen zwar am Wochenende ihre Spiele, in Sicherheit sind sie aber noch nicht. Mit einer ähnlich engagierten Leistung wie im Spiel beim TuS Tengern II sollte der Klassenerhalt für den BSC durchaus möglich sein. „Man konnte sehen, dass die Blasheimer die Punkte brauchen und unbedingt gewinnen wollten“, bescheinigte Tengerns Trainer Thorsten Schmidt dem Gegner eine starke kämpferische Leistung. Jan-Philipp Rave avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner beim Blasheimer 2:1-Sieg. Nun ist der Klassenerhalt aus eigener Kraft möglich.

TuRas Betreuer Theo Müller bescheinigte den Gästen vom SV Hüllhorst/Oberbauerschaft ebenfalls großen Kampfgeist. „Bei uns ist die Luft absolut raus, und Hüllhorst wollte das Spiel unbedingt gewinnen. Am Ende war der Sieg auch hochverdient“, so Müller nach TuRas 2:4-Niederlage. Auch der SVHO kann den Verbleib in der Kreisliga A nun mit eigenen Erfolgen sichern.

Der VfL Frotheim ist ebenfalls noch nicht ganz gerettet, hat aber im Tabellenkeller alle Trümpfe in der Hand. Mit einem Last-Minute-Treffer von Tim Wullbrandt sicherten sich die Frotheimer ein 3:3 gegen BW Oberbauerschaft und haben nun vier Punkte Abstand zum Abstiegsrang. Bei einem Sieg am Sonntag bei Türk Gücü könnte sich VfL-Trainer Holger Sarres mit dem Klassenerhalt verabschieden.

pr

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