Fußball: Kreis-Jugend-Ausschuss muss bis 2016 neuen Vorsitzenden finden

„Neun Jahre sind genug“ – Ehrich kündigt Abschied an

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Verabschiedet sich 2016 aus den Reihen des Kreis-Jugend-Ausschusses: Thomas Ehrich (2.v.l.). Bis dahin bleibt Zeit, einen neuen Vorsitzenden zu finden.

Lübbecke - Als die Regularien für die kommende Saison besprochen waren, ergriff Thomas Ehrich im Gemeindehaus in Gehlenbeck noch einmal das Wort in eigener Sache. Der Vorsitzende des Kreis-Jugendausschusses im Fußballkreis Lübbecke teilte den Delegierten der Junioren-Arbeitstagung mit, im März des kommenden Jahres beim Kreisjugendtag in Pr. Oldendorf nicht mehr zu kandidieren.

Seit 2007 ist der Pr. Oldendorfer in leitender Funktion für den Fußballkreis tätig, davor war er 17 Jahre lang der Stellvertreter seines Vorgängers Dietmar Meier. „Ich möchte meine Entscheidung rechtzeitig kommunizieren, damit in Ruhe ein Nachfolger gesucht werden kann. Neun Jahre an der Spitze sind dann für mich genug. Man merkt schon gewisse Abnutzungserscheinungen“, erläuterte Ehrich seinen Entschluss. Zudem sei in den vergangenen Jahren seine berufliche Belastung höher geworden. Das alles habe seine Entscheidung reifen lassen.

Seine Arbeit auf Verbandsebene (Koordinator der Auswahlmannschaften U 13, U 14 und U 15 sowie Teammanager der Westfalenauswahl des Jahrgangs 1999) wird der 48-Jährige weiterhin ausüben. „Das reicht mir voll und ganz“ so Thomas Ehrich.

Zuvor hatte der 48-Jährige einige Fakten sprechen lassen. Für die kommende Saison sind 185 Nachwuchsmannschaften gemeldet worden, sieben weniger als im vergangenen Jahr. Ein Rückgang ist im Mädchenbereich festzustellen, der Boom der letzten Jahre scheint vorbei zu sein.

Als ein wenig Besorgnis erregend bezeichnete Ehrich die Tatsache, dass nur noch drei Mannschaften aus dem Fußballkreis Lübbecke überkreislich im Einsatz sind. „Vor drei Jahren waren das noch acht Teams.

„Spricht nicht

für die Qualität“

Das finde ich sehr bedauerlich und spricht nicht gerade für Qualität“, so Ehrich. In der kommenden Serie ist nur der FC Preußen Espelkamp mit den A-, B- und C-Junioren in der Landes- und Bezirksliga im Einsatz.

In diesem Zusammenhang mutmaßte der Pr. Oldendorfer, die Qualität der Trainer und Übungsleiter im Kreis Lübbecke sei nicht so hoch wie in anderen Kreisen. „Genau deshalb haben wir versucht, die C-Lizenz-Ausbildung neu zu strukturieren und die Stützpunkttrainer Stefan Detert und Oliver Sander einzubeziehen. Davon versprechen wir uns einiges“, so Thomas Ehrich. Allerdings müssten die Vereine auch die gemachten Angebote zur Weiterbildung annehmen, um in ihren Klubs eine vernünftige Trainingsqualität anbieten zu können.

Dr. Oliver Vogt, Koordinator Spielbetrieb, erläuterte den Vereinsvertretern einige Änderungen im Hinblick auf die kommende Saison. So wird im Fußballkreis Lübbecke auch im Nachwuchsbereich die Handshake-Aktion eingeführt, um das faire Miteinander wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen. „Es ist schon sehr sinnvoll, das nicht nur im Seniorenbereich einzuführen, sondern auch bei den Nachwuchsmannschaften“, so Vogt.

Das unterstrich noch einmal Karl-Heinz Eikenhorst, der Vorsitzende des Fußballkreises Lübbecke, der ohnehin als großer Verfechter des Fair-Play gilt. „In erster Linie sind die Vereinsvertreter gefordert, für fairen Umgang miteinander zu sorgen. Früher war es ganz normal, sich vor und nach dem Spiel die Hand zu reichen. Da müssen wir wieder hinkommen“, so Eikenhorst, der sich außerdem bei den anwesenden Stützpunkttrainern Stefan Detert und Oliver Sander für ihr großes Engagement bedankte. Die beiden wollen die C-Lizenz-Ausbildung in Zusammenarbeit mit Karl-Heinz Wesemann „konzentrierter und knackiger“ als bisher angehen und hoffen auf vermehrten Zuspruch seitens der Vereine.

pla

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