Fußball: SuS Holzhausen genießt Momentaufnahme an der Tabellenspitze/Vize-Meister TuRa kommt in Schwung

Trikotfarbe und Stimmung passen

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Jan Kampe (v.l.) und Artur Lymar können die Flanke von Marco Stagge nicht verhindern. Die Pr. Ströher leisteten den Dielingern lange Widerstand. Mit dem gezeigten Einsatz als Reaktion auf die letzten Spiele war Trainer Toni Trucco jedenfalls zufrieden.

Lübbecke - Von Michael Meier. Zumindest die Trikotfarbe ist schon einmal die gleiche. Rot bestimmt nicht nur in der Fußball-Bundesliga das Geschehen, sondern auch in der Lübbecker Kreisliga A. In Sachen Punkteausbeute nach sechs Spielen ist der SuS Holzhausen dem FC Bayern München sogar einen Schritt voraus.

Bei der Bohlmann-Elf stimmt derzeit fast alles. Allerdings weiß Trainer Jörg Bohlmann aus den Erfahrungen der letzten Jahre, wie schnell sich das wieder ändern kann. „Es ist eine schöne Momentaufnahme. Ende Oktober kann man sicherlich schon etwas mehr sagen. Wir freuen uns einfach darüber, dass wir so gut gestartet sind.“ Beim 2:1 am Sonntag gegen Blau-Weiß Vehlage mussten sich die Holzhauser ganz schön strecken, um die nächsten drei Punkte einzufahren. „Vehlage hat tolle Einzelspieler, besonders in der ersten Halbzeit hatten wir große Probleme. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, was bis zur letzten Minute auf des Messers Schneide stand. Wer oben steht, gewinnt solche Spiele dann meistens“, so „Bohle“ weiter.

Trucco: Kein Vorwurf

an die Mannschaft

Unterlegen aber nicht unzufrieden war am Sonntag Pr. Ströhens Trainer Antonio Trucco nach dem 0:2 im Derby gegen den TuS Dielingen. „Es gibt heute keinen Vorwurf an die Mannschaft. Einziges Manko war, dass wir durch unsere Fehler den Dielinger Sieg ermöglicht haben. Aber im Vergleich zum TuRa-Spiel hat die Mannschaft eine Reaktion gezeigt, und die wollte ich sehen“. Auf einer Familienfeier am Sonntag Abend musste sich Trucco doch ein paar Sticheleien von Taskin Türker gefallen lassen. Der Mittelfeldspieler des TuS Dielingen ist mit Truccos Schwester liiert. „Das ist schon in Ordnung. Umgekehrt wäre es ja auch nicht anders gewesen“, lacht Trucco. Trotz der Niederlage sieht der SSV-Coach seine Mannschaft im Soll. „Die Niederlage gegen Fabbenstedt war sicherlich ärgerlich, aber TuRa und Dielingen sind keine Spiele, in denen wir punkten mussten. Wir wollen uns langfristig in der Liga etablieren und da sind wir auf einem guten Weg“.

Erst Erntefest, dann Oktoberfest: In Oberbauerschaft kam man in den letzten Wochen nicht aus den Feierlichkeiten heraus. „Es ist gut, dass jetzt endlich wieder die Normalität zurück ist. In den letzten Wochen konnten wir kaum vernünftig trainieren“, merkt Daniel Bönker an. Gleich sechs Tore sahen die Zuschauer am Samstag im Spiel gegen den TuS Gehlenbeck, bevor im Anschluss bei BWO das traditionelle Oktoberfest steigen konnte. „Wir haben in der ersten Halbzeit keine Leidenschaft an den Tag gelegt. Warum es 2:2 gestanden hat, weiß ich nicht. Wir hätten eigentlich 1:4 zurückliegen müssen“, gab der BWO-Trainer zu. Die zweite Halbzeit entschädigte dann etwas. „Wenn man drei Tore schießt, muss man das Spiel eigentlich gewinnen. Am Ende geht das Remis in Ordnung. Wegen der vielen Fehler war es für beide Trainer eine Qual“, so Bönker.

Mit dem 3:3 konnte man auch beim TuS Gehlenbeck leben. „Wir waren in der ersten Halbzeit gute Gäste und haben zwei Gastgeschenke verteilt. Eigentlich hätten wir zur Pause führen müssen. Aber in der zweiten Hälfte hat uns Oberbauerschaft gerade zu Beginn mächtig unter Druck gesetzt. Da mussten wir froh sein, nicht das vierte Gegentor kassiert zu haben“, berichtet Trainer Christoph Kämper. Er sieht seine Truppe auf einem guten Weg. „Es hätten gut drei Punkte mehr sein können, aber wir wollen nicht meckern. Für einen Aufsteiger war der Start ganz passabel.“

Mit dem zweiten Sieg in Folge hat sich der schwach gestartete Vize-Meister TuRa Espelkamp etwas freigeschwommen. „Wir sind jetzt endlich im Spielrhythmus. Aber natürlich ist noch Luft nach oben“, erklärt Klaus Schmitz. Besonders in der Offensive läuft es noch nicht richtig rund. „Wir lassen einfach zu viele Chancen liegen. Das war auch in Frotheim der Fall. Wir hatten sieben 1:1-Situationen gegen den Torwart und sind immer an uns selbst oder am starken Markus Meier gescheitert. Ich bin mir aber sicher, dass sich das noch ändern wird“, so der TuRa-Coach. Es dauerte lange, bis TuRa Espelkamp in Frotheim noch zum 3:1-Sieg kam, doch der Dreier war hochverdient. „Wenn wir kurz nach der Pause das 0:2 kassiert hätten, weiß ich nicht, ob wir noch einmal zurückgekommen wären“, merkt Schmitz an. Allerdings zeigt sich bei den Alt-Espelkampern auch, dass durch den Weggang von Manuel Reiss und das nur sporadische Spielen von Friedrich Lechner (Hausbau) die spielerische Leichtigkeit der Vorjahre noch fehlt.

Die letzten Auftritte seiner Mannschaft hatten Frotheims Trainer Holger Sarres Kopfzerbrechen bereitet. Gegen TuRa gab es nun die fünfte Niederlage am Stück, doch Sarres wirkte danach nicht unzufrieden. „Besonders auf der ersten Halbzeit können wir aufbauen. Wir haben es geschafft, wieder mehr Kompaktheit in unser Spiel zu bekommen. Auch in der Offensive haben wir uns einige Schusschancen erarbeiten können. Das war um einiges besser als in den letzten Partien. Das war ein Schritt in die richtige Richtung.“ In Sachen vorläufiger

Fall Stierle: Frotheimer

erwägen Einspruch

Sperre von Marvin Stierle erwägen die Frotheimer einen Einspruch. Sarres: „Es war keine schöne Reaktion von Marvin. Das weiß er, dass wissen wir. Aber wir wollen auch unsere Sicht der Dinge darlegen, um die Sachlage aufzuklären“.

Am Freitag steht für den VfB Fabbenstedt das Spiel des Jahres an. Im Kreispokalfinale treffen die Fabbenstedter auf eigenem Platz auf den TuS Dielingen. Passend dazu kommt der VfB auch in der Meisterschaft immer besser in Schwung. Beim 6:0 gegen Türk Gücü Espelkamp schossen sich die Schützlinge Jens Gerdoms schon einmal ordentlich warm. Ganz nebenbei ließ der dritte Sieg in Folge die Fabbenstedter auf den siebten Tabellenplatz klettern. „Wir haben den Ball gut laufen lassen und uns jede Menge Torchancen erarbeitet. Zudem haben wir mit Volkan Yilderim, Nurettin Sari und Denis Kiecha die drei wichtigsten Spieler bei Türk Gücü aus dem Spiel nehmen können. An dieser Leistung gibt es nichts zu monieren“, freute sich Jens Gerdom.

Am Tabellenende bleibt weiterhin der BSC Blasheim. Zwar gelang den Blasheimern beim 0:0 im Kellerduell gegen den SV Hüllhorst der erste Punktgewinn, doch zufrieden war Trainer Jens Gudehus damit nicht. „Erfreulich war, dass wir endlich mal wieder hinten zu null gespielt haben. Aber in unserer Ausgangslage und angesichts der Tatsache, dass wir fast 70 Minuten in Überzahl waren, ist das 0:0 insgesamt zu wenig.“ Nicht erst seit diesem Spiel drückt beim BSC in der Offensive der Schuh. Drei Tore in sechs Spielen sind einfach zu wenig. Das weiß auch der Trainer. Gudehus hofft deshalb auf Leon Bergmann und Andre von der Ahe, die im Training Fortschritte nach ihren Verletzungen machen und bald wieder eine Alternative für die Startelf sind.

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