Fußball: Deutliche Worte von Uwe Korejtek in Analyse des Bezirksliga-Spieltags

Fehlende Punkte und ein „arroganter Pinsel“

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Patrick Spreen und die Varler brachten aus Lohe immerhin einen Punkt mit. Drei sollen es gegen Häger werden.

Varl/Espelkamp - Immerhin. Union Varl hat sich in der Fußball-Bezirksliga Saisonpunkt Nummer acht erkämpft und nebenbei die Anerkennung des Gegners. „Das Remis ist wie ein gefühlter Sieg“, meinte Lohes Trainer Thorsten Bunde nach dem 2:2 gegen verbesserte Varler, die das Kellerduell dominiert und mit 2:0 in Führung gelegen hatten. Von einem „arroganten Pinsel“ sprach derweil Espelkamps Trainer Uwe Korejtek.

„Die Leistung hat gestimmt. Kein Vergleich zum Spiel in Muckum. Es war endlich Leben auf dem Platz“, nahm Varls Trainer Sebastian Numrich mit. Seine Mannschaft habe auf den schwachen Auftritt in Muckum (1:3) am Sonntag in Lohe die richtige Reaktion gezeigt, dafür jedoch nicht den richtigen Ertrag erhalten. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und wären der verdiente Sieger gewesen. Ich hoffe nicht, dass uns diese zwei Punkte am Ende der Saison fehlen“, betont Numrich.

Der Varler Coach sah seine Mannschaft kämpferisch verbessert („da stand eine Einheit auf dem Platz“), aber auch mit spielerisch brauchbaren Ansätzen für die kommenden Aufgaben. „Wir haben den Ball laufen lassen, über die Außen gespielt und uns zahlreiche Chancen erarbeitet, was in Muckum ja nicht der Fall war. Daran können und wollen wir anknüpfen“, so Numrich mit Blick auf kommenden Sonntag, 2. November, wenn sich der SV Häger (elf Punkte) im „United-Park“ vorstellt.

Numrich: Endlich

Leben auf dem Platz

Kein Blatt vor den Mund nahm derweil Espelkamps Trainer Uwe Korejtek. „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen, damit kann ich leben. Aber nicht damit, dass der Schiedsrichter mit einer Fehleinschätzung spielentscheidend eingegriffen hat“, betonte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Preußen Espelkamp in der Analyse des 1:3 im Verfolgerduell beim VfL Holsen. „Das werde ich auch in einigen Tagen nicht anders beurteilen.“

Korejtek geht sogar noch einen Schritt weiter. Er bezeichnet Schiedsrichter Philip Dräger als „arroganten Pinsel“. „Wenn man das zu jemandem sagt, den man nicht kennt, ist das sicherlich eine Beleidigung. Aber wir kennen uns schon länger und sind uns oft begegnet, deshalb war das eine Feststellung oder Beurteilung seiner Art zu Pfeifen“, verteidigt der Preußen-Coach seine Einschätzung.

Dass seiner Mannschaft der Fehler unterlief, der zum 0:1 führte und damit früh die taktische Ausrichtung veränderte, gestand Uwe Korejtek ein. „Da hatte Holsen mit einem Heber über 40 Meter das Glück auf seiner Seite, das uns bei der Chancenverwertung nicht nur einmal fehlte. Nach dem Ausgleich waren wir jedoch am Drücker“, schilderte der Preußen-Coach. Bis zur 71. Minute und der seiner Ansicht sowohl unberechtigten als auch spielprägenden gelb-roten Karte gegen seinen Spieler Alexandru Nistor, der bei einem Freistoß des Gegners nicht weit genug vom Ausführungsort entfernt war und von Holsens Spieler bewusst angeschossen worden sei. „Schon die erste gelbe Karte gegen unseren Spieler war überzogen. Ich erwarte, dass ein Schiedsrichter seiner Klasse mehr Fingerspitzengefühl für solch eine Situation hat“, meinte Uwe Korejtek und bezog die folgende rote Karte gegen ihn in die Kritik mit ein. „Unter 200 Zuschauern will er herausgehört haben, dass ausgerechnet ich mit der Entscheidung nicht einverstanden war. Er kam aus der gegnerischen Hälfte mit einem Sprint über 40 Meter auf mich zu, baute sich vor mir auf und sagte, ich solle Ruhe geben. Darauf hätte ich mich natürlich einfach weg drehen und gar nicht reagieren sollen, doch ich habe mich provoziert gefühlt“, sagt Uwe Korejtek, der jetzt mit einer Sperre rechnen muss. Die dürfte dann auch Auswirkungen haben auf das Spitzenspiel am kommenden Sonntag im Espelkamper Pürsten-Stadion gegen Tabellenführer TuS Jöllenbeck.

Letzterer gewann am Sonntag sein Heimspiel gegen den SC Isenstedt standesgemäß mit 4:1, obwohl die Gäste den Nadelstich zum 0:1 gesetzt hatten. „Jöllenbeck hatte total die Ruhe weg, auch nach unserer Führung. Die Mannschaft hat sich aus dem Spiel heraus immer wieder Tormöglichkeiten erarbeitet. Diese Qualität haben wir momentan leider nicht“, berichtet ISC-Coach Axel Krüger, dem am Sonntag wieder einmal nur ein ganz schmales Aufgebot zur Verfügung stand. Mit Timo Göttig und Dominik Berner hielten sich zwei A-Jugendliche der SG Fabbenstedt/Isenstedt als Auswechselspieler bereit. Mehr ausrichten möchte Aufsteiger SC Isenstedt am Sonntag im Heimspiel gegen BV Stift Quernheim.

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