Fußball-Bezirksliga: Varler gewinnen Derby 2:0/Krüger schreibt Klassenerhalt ab

Gegen „Absteiger“ ISC reicht auch eine schlechte Leistung

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Abgang: Tim Hageböke geht mit „rot“ vom Platz, Trainer Axel Krüger schaut ihm kritisch hinterher.

Varl - Von Andreas Gerth. Varls Trainer Sebastian Numrich und Isenstedts Coach Axel Krüger hoffen auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison. Nicht in der Fußball-Bezirksliga, denn die haben die Isenstedter seit gestern mit der 0:2 (0:1)-Niederlage im Derby im Varler „United-Park“ abgeschrieben.

„Das Thema hat sich für uns erledigt“, räumte Krüger gleich nach dem Schlusspfiff ein. Seine Mannschaft steht am Tabellenende und hat sieben Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Das ist in den verbleibenden neun Spielen natürlich aufholbar, doch wer den Isenstedter Auftritt gestern in Varl verfolgte, der dürfte den Glauben daran aufgegeben haben.

Wesentlich besser stehen die Chancen auf ein weiteres jahr in der Bezirksliga für Union Varl. Die Rot-Weißen zeigten gestern laut Sebastian Numrich „eines unserer schlechtesten Saisonspiele“, doch das reichte, um Isenstedt mit 2:0 durch Tore von Jens Meier per Kopfball (45.) und Pascal Meier (62.) zu schlagen. Numrich könnte die Isenstedter in der nächsten Saison als Trainer des BSC Blasheim wiedersehen.

Den ersten Aufreger gab es schon nach wenigen Sekunden. Isenstedts Außenverteidiger Christian Vogt säbelte am Ball vorbei, Marcel Rosengraten hatte freie Bahn, entschied sich aber für den Abschluss und verfehlte. Obwohl die Gäste mit ihrer gefühlt letzten Chance nach Varl gekommen waren, blieben die Gastgeber das aktivere und torgefährlichere Team. Steffen Wegehöft traf den Pfosten (12.), beim Kopfball von Jens Meier waren es die Fingerspitzen von ISC-Schlussmann Jerome Thomas und die Latte, die den Führungstreffer verhinderten (28.).

Ohne Ball dann eine spielentscheidende Situation in der 41. Minute: Für ein vermeintliches Foul revanchierte sich Tim Hageböke beim Varler Marco Hodde mit Tritt und Schubser, der Isenstedter erhielt von Schiedsrichter Gerard-Michael Walker die Rote Karte und einen Rüffel seines Torhüters Jerome Thomas: „Wie kann man nur so dumm sein.“

Die zweite Bestrafung folgte prompt. Jens Meiers Kopfball in der Nachspielzeit ließ die Gastgeber doch noch mit einer Führung in die Kabine gehen.

Mit einem Mann weniger trauten sich die Isenstedter mehr zu. „Wir sind aber nicht entscheidend durchgekommen, der letzte Pass kam nicht an“, erklärte Axel Krüger und wollte seiner Mannschaft den Willen nicht absprechen. Auch den Varlern gelang kaum etwas, mit einer Ausnahme: Pascal Meier setzte sich energisch durch, ließ vor dem Abschluss noch einen Verteidiger ins Leere rutschen und dem Torhüter keine Chance – 2:0 (62.).

„Beide Tore waren eine Sache des Willens, den aber hätten wir viel öfter zeigen müssen“, monierte Numrich, der sich aber kurz vor Schluss, wie auch der Varler Anhang, noch einmal freuen konnte: Andre Lange wurde in der 87. Minute eingewechselt und gab ein kleines Comeback nach längerer Verletzungspause.

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