Fußball-Bezirksliga: Varl-Trainer Knappmeyer hält an eingeschlagenem Kurs fest

Jetzt ist der Psychologe gefragt

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Varls Stürmer Andre Lange in die Zange genommen: In der ersten Halbzeit ließen die Windheimer wenig zu, nach der 3:0-Führung wurden sie aber nachlässig und ermöglichten den Gastgebern zahlreiche Chancen, die diese aber reihenweise liegen ließen.

Varl - Philipp Knappmeyer sprach nach dem Schlusspfiff lange auf seine Spieler ein. „Wir können das schaffen. Ich glaube daran. Ich gebe nicht auf“, versuchte der Varler Spielertrainer seine Mannschaft nach dem 0:5-Debakel gegen den TuS Windheim noch auf dem Spielfeld wieder aufzubauen. Doch so recht zu fruchten schienen die Worte nicht. Die Köpfe blieben unten, die Blicke leer. Nach der sechsten Niederlage im sechsten Spiel trennen den Tabellenletzten der Fußball-Bezirksliga nun schon acht Punkte von einem Nichtabstiegsplatz.

Dass sie solch hohe Rückstände aufholen können, haben die Varler in den zurückliegenden Serien mehrfach bewiesen. Allerdings zogen sie sich unter Trainer Sebastian Numrich mit Kampf- und Laufbereitschaft und einer guten Portion Glück am eigenen Schopf wieder aus dem Abstiegssumpf. Sein Nachfolger Knappmeyer setzt dagegen weniger auf die einfachen Tugenden als auf Technik.

„Ich glaube nicht, dass es reicht, wenn man nur läuft und kämpft“, ist Knappmeyer überzeugt, dass es einer gewissen Spielphilosophie bedarf, um in der Bezirksliga auf Dauer bestehen zu können. Und es spiegelt auch sein Verständnis vom Spiel wider. „Ich muss doch den Anspruch haben, wenigstens eine kleine Spielidee zu verfolgen, wenn ich aufs Feld gehe.“ An einer Abkehr von seiner bisherigen Herangehensweise denkt er nicht. „Als Trainer muss ich entweder schauen, welche Spieler ich habe, und mein Spiel danach ausrichten oder ich stehe zu einer Spielidee. Ich mache letzteres.“

Auch wenn Knappmeyers Herangehensweise bislang nicht von Erfolg gekrönt ist, weißt er zurecht darauf hin, dass Union Varl gegen Windheim nicht chancenlos war. „In der ersten Halbzeit habe ich uns nicht schlechter gesehen. Wir hatten genauso viel Ballbesitz und genauso viele Torchancen.“

Das Elend begann mit der offensiver ausgerichteten Aufstellung in der zweiten Halbzeit. Nach dem 0:1 hatte Knappmeyer Marcel Rosengarten als zweite Spitze neben Andre Lange beordert. Doch je mutiger die Varler nach vorne gingen, desto mehr Räume gaben sie dem Gegner. „Wir schaffen es nicht, kompakt zu stehen und sichern nicht genug nach hinten ab“, analysiert der Varler Trainer und beklagt zugleich die geradezu desaströse Chancenverwertung. „Wir wären für drei, vier Tore infrage gekommen.“ Aber wenn die Ergebnisse nicht stimmen, dann spielt auch der Kopf nicht mit. „Jetzt ist der Psychologe gefragt“, weiß Knappmeyer, muss allerdings zugeben, dass er selbst in diesem Bereich noch wenig Erfahrung hat.

Weit entfernt von den Varler Sorgen ist der SuS Holzhausen, der eine echte Überraschung bleibt und am Sonntag mit dem 8:1 gegen TuRa Löhne sein Torverhältnis ordentlich aufpolierte. Das Punktekonto des Aufsteigers kann sich ohnehin sehen lassen. Mit 15 Zählern ist man so gut wie der Nachbar FC Preußen Espelkamp und nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Vlotho – und das bei einem Spiel weniger.

Zufrieden sein kann auch Preußen Espelkamps Trainer Uwe Korejtek beim Blick auf die Tabelle. Mit ebenfalls nur zwei Punkten Rückstand auf Platz eins sind die Adlerträger in Sachen Aufstieg voll im Soll.

mer

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