Fußball-Bezirksliga: Union Varl rettet drei wichtige Punkte im Abstiegskampf

Nichts für schwache Nerven

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Ein Küsschen für den Torschützen: Marius Helmich erlöste die Varler mit seinem direkt verwandelten Freistoß.

Varl - Von Melanie Russ. Union Varls Trainer Sebastian Numrich musste nach dem Schlusspfiff erstmal kräftig durchpusten. Für schwache Nerven war das drittletzte Saisonspiel des Fußball-Bezirksligisten gegen den ersatzgeschwächten BV Stift Quernheim wahrlich nichts. Nach knapper Führung und spätem Ausgleich reichte es am Ende doch noch für einen 2:1-Sieg und drei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf. Weil die Konkurrenz patzte, trennen Varl jetzt nur noch zwei Punkte von einem Nichtabstiegsplatz.

Den Varlern war in ihrem vorletzten Heimspiel der Druck anzumerken. Nach vier Niederlagen in Folge musste unbedingt ein Sieg her, um noch eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu haben. In der ersten Halbzeit standen die Varler sicher in der Defensive und kamen vorne zu einigen guten Torchancen. Im Netz zappelte der Ball allerdings nur einmal. Patrick Spreen versenkte den Ball nach sehenswerten Zusammenspiel mit Steffen Wegehöft mit einem strammen Schuss von der rechten Strafraumgrenze ins lange Ecke (30.). Fünf Minuten zuvor hatten die Varler ihre erste Großchancen, als sich ein langer, hoher Ball knapp hinter der Torlatte senkte. Der weit herausgerückte Quernheimer Keeper Georg Wachowski wäre chancenlos gewesen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck und sorgten für deutlich mehr Gefahr im Varler Strafraum. Gleich viermal musste Keeper Marcel Redeker in den Anfangsminuten rettend eingreifen. Die Gastgeber wirkten zunehmend nervös und suchten ihr Heil immer wieder in langen Bällen. Spielerisch lief in der Offensive wenig zusammen.

Allerdings gelang es auch den Quernheimern nicht, den Ball aus dem Spiel heraus im gegnerischen Tor unterzubringen. Der Ausgleich in der 77. Minute fiel per Handelfmeter. Sebastian Lange war zuvor im Zweikampf mit dem Unterarm auf den Ball gefallen. Der Schiedsrichter wertete das als Handspiel und zeigte unter wilden Protesten der Varler auf den Elfmeterpunkt. Maximilian Laege verwandelte sicher.

Die Hausherren waren minutenlang wie gelähmt. Die Erlösung folgte in der 83. Minute. Marius Helmich zwirbelte einen Freistoß aus 20 Metern an der Mauer vorbei ins gegnerische Tor.

„Man hat gemerkt, dass die Mannschaft nervös war“, kommentierte Sebastian Numrich das vor allem in der zweiten Halbzeit etwas ideenlose Spiel seiner Mannschaft. Doch am Ende zählen für ihn nur die drei Punkte. „Wir können uns nichts dafür kaufen, wenn wir schön spielen und dann absteigen.“ Numrich kann dem Spielverlauf auch durchaus etwas Positives abgewinnen. Dass sie nach dem enttäuschenden Ausgleich zurückgekommen ist und doch noch den Sieg geholt hat, „das gibt Selbstbewusstsein für die nächsten Spiele“.

Der FC Preußen Espelkamp blieb am 32. Spieltag in der Zuschauerrolle. Der bereits als Absteiger feststehende Gegner VfL Theesen II sagte das Gastspiel im Albert-Pürsten-Stadion aus personellen Gründen ab. Die drei Punkte gingen kampflos an die Schützlinge von Trainer Uwe Korejtek.

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