Fußball-Bezirksliga: Union Varl noch nicht durch trotz 3:1-Heimerfolg über Vlotho

Freude über wichtigen Sieg, aber kein erlösender Jubel

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Elfmeter herausgeholt: Sven Kassen (l.) wird vom Vlothoer Jannik Schling zu ungestürm angegangen.

Varl - Von Andreas Gerth. Die Fußball-Bezirksliga bekommt ihr Finale. Am letzten Spieltag, der am kommenden Freitag, 6. Juni, ausgetragen wird, können noch vier Mannschaften absteigen. Auch die SpVg. Union Varl, die gestern Nachmittag vor eigenem Anhang mit dem 3:1 (1:1) gegen den SC Vlotho den dritten Dreier in Folge feierte, die beste Ausgangsposition des gefährdeten Quartetts besitzt, jedoch noch immer keine Entwarnung geben kann.

„Ich glaube nicht daran, dass wir uns das jetzt noch nehmen lassen“, betonte Trainer Sebastian Numrich gleich nach dem Abpfiff und ergänzte: „Nicht nach diesen Leistungen in den letzten Wochen.“

Auch gestern im wichtigen Heimspiel gegen Vlotho stellten die Varler unter Beweis: So spielt kein Absteiger. Zwar bedurfte es gegen einen griffigen und gefährlichen SC Vlotho einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt, doch am Ende waren die Saisonpunkte 39 bis 41 verdient. „Wenn man damit noch absteigt, verstehe ich die Welt nicht mehr“, sinnierte Numrich auf dem Weg in die Kabine.

Doch eine Rest-Gefahr bleibt für den Tabellen-zwölften vor dem abschließenden Auswärtsspiel beim SV Häger. Mit dem punktgleichen VfL Theesen II, TuS Bruchmühlen (40) und TuS Tengern II (39), die gestern ebenfalls ihre Spiele gewannen, kann „United“ von drei Teams überholt und auf den viertletzten Abstiegsplatz durchgereicht werden.

Wer darauf gehofft hatte, dass der gesicherte SC Vlotho zum Sommerfußball in den Schützenort kommen würde, sah sich getäuscht. Die Gäste begannen griffig und torgefährlich. Kramer wurde beim Abschluss geblockt, Krans Kopfball landete in den Armen von Torhüter Redeker und Innenverteidiger Sebastian Lange musste sich mächtig strecken, um den Pass auf den freien Natale zu vereiteln.

Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe die Gastgeber in Person von Jens Meier den ersten Torschuss abgaben und eine Minute später in Führung gingen. Andre Lange setzte im Zweikampf nach, kam tatsächlich noch

1:0-Führung durch

nachsetzenden Lange

einmal an die Kugel und schob sie ins lange Eck – 1:0 (37.). Eine schmeichelhafte Führung, die kurz vor der Halbzeitpause wieder weg war. Dennis Kramer ließ Marcel Redeker im Varler Kasten keine Abwehrchance – 1:1 (45.).

Ein interessanter Schlagabtausch dann zu Beginn der zweiten 45 Minuten. Redeker parierte gegen Natale und Wochmin, die Varler hielten mit einem Lattenknaller von Andre Lange dagegen, der nach einem Konter über Sven Kassen und Patrick Spreen zum Abschluss kam (50.).

Ein Foulelfmeter brachte die Waagschale zum Kippen. Sven Kassen wurde vom zu stürmisch eingreifenden Schling zu Fall gebracht, Kassen selbst verwandelte – 2:1 (59.).

Mit zwei gelb-roten Karten gegen Steffen Wegehöft (Varl) und Daniel Reineke (Vlotho) zog Schiedsrichter Manteuffel seine Linie weiter durch und sorgte für eine Schlussphase mit zehn gegen zehn. Hier verdienten sich die Varler den Dreier, indem sie hinten mit Marvin Koch und Co. nicht mehr wirklich etwas anbrennen ließen und vorne bei Großchancen für Marco Hodde (78.) und Jens Meier (79.) dem dritten Treffer näher waren als Vlotho dem Ausgleich.

Das 3:1 fiel dann sogar noch in der dritten Minute der Nachspielzeit, als der kleine Marco Hodde einen Freistoß ins Eck zirkelte und anschließend in der jubelnden Spielertraube der Rot-Weißen verschwand. Doch erlösenden Jubel über den Klassenerhalt gab es in Varl auch gestern Nachmittag noch nicht.

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