Fußball-Bezirksliga: Union Varl muss 0:6 aufarbeiten, Preußen verbessert

Knappmeyer: „Haben weiten Weg vor uns“

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Verbessert: Dennis Schmidt (r.) verbuchte mit den Preußen den ersten Saisonsieg nach einer Leistungssteigerung.

Espelkamp/Varl - Uwe Korejtek schüttelte häufig den Kopf, doch unter dem Strich konnte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Preußen Espelkamp mit der Leistungssteigerung seiner Mannschaft am Sonntag beim 3:0-Erfolg gegen Aufsteiger TuS Windheim zufrieden sein. Dagegen ging der erste Auftritt der SpVg. Union Varl beim 0:6 in Schötmar gründlich daneben. Spielfrei war Aufsteiger SuS Holzhausen, der am ersten Spieltag mit einem 4:2-Heimsieg gegen Bruchmühlen überrascht hatte und sich am kommenden Sonntag, 30. August, zum Derby in Varl vorstellt.

„Wir müssen viel ruhiger im Spielaufbau werden“, weiß Uwe Korejtek, woran es augenblicklich noch am meisten im Spiel des FC Preußen hapert. Der 49-Jährige räumte übrigens ein, in den vergangenen Wochen „vielleicht ein wenig zu viel trainiert“ zu haben. „Doch ich brauche Spieler, die im Laufe der Saison ohne Ende marschieren können.“

Größtes Manko am Sonntag beim ersten Heimauftritt im Pürsten-Stadion war bei den Espelkampern neben der Stockfehler-Flut die mangelnde Chancenverwertung, die einen durchaus möglichen Kantersieg gegen in der Schlussphase aufsteckende Windheimer verhinderte. Watschagan Harutjunjan wirkte dabei sichtlich genervt, weil er nach zwei Spieltagen noch ohne eigenen Torerfolg ist. „Gerade ihm hätte ich seinen ersten Saisontreffer gegönnt“, meinte Korejtek, der bereits heute Abend im Kreispokalspiel beim A-Ligisten TuS Gehlenbeck vor der nächsten Aufgabe steht.

Am kommenden Sonntag folgt für das Team um den zweifachen Torschützen Roman Esanu dann ein Auswärtsspiel beim TuS Lohe. „Das wird nicht gerade leicht, denn die Loher haben unter Thorsten Bunde tolle Fortschritte gemacht und sind ein sehr unbequemer Gegner“, weiß Uwe Korejtek. Gleichwohl soll dort der zweite Dreier der Saison gelandet werden, um in der Tabelle den Anschluss nach oben halten zu können.

Haake heiratet,

Bohlmann beobachtet

Interessierter Beobachter der Partie in Espelkamp war Jörg Bohlmann, der Trainer des SuS Holzhausen. Der mit einem 4:2-Sieg gegen den TuS Bruchmühlen gut gestartete Neuling war am Wochenende spielfrei (das nutzte Holzhausens Vereinsvorsitzender Holger Haake, um zu heiraten), und so hatte Bohlmann Zeit, sich gemeinsam mit Abwehr-Routinier Sascha Ludwig den übernächsten Gegner seiner Mannschaft, den TuS Windheim, anzusehen. Zunächst aber müssen die Holzhauser am kommenden Sonntag im Varler „United-Park“ antreten, wo der Anstoß für 14.30 Uhr angesetzt ist. Und vor dieser Aufgabe habe Trainer Jörg Bohlmann trotz des Varler 0:6 in Schötmar ordentlich Respekt.

Bei Union Varl war man nach dem ersten Spiel hin und her gerissen. Was überwiegt? Die positive Auslegung, 60 Minuten beim spielstarken TSV Schötmar vieles richtig gemacht zu haben und bis dahin ein Gegner auf Augenhöhe gewesen zu sein oder die Enttäuschung darüber, in der letzten halben Stunde des Auftaktspiels eingebrochen und mit 0:6 abgeschossen worden zu sein? Die Antwort von Union Varls Spielertrainer Philipp Knappmeyer fällt unmissverständlich aus: „Wenn wir verlieren, müssen wir das mit Anstand hinbekommen, das ist uns nicht gelungen.“

Paradox dabei: Nach den ersten 45 Minuten des Varler Auftaktspiels am Sonntag beim TSV Schötmar war der 31-Jährige noch voll des Lobes gewesen. „Fast alles von dem, was wir uns für dieses Spiel vorgenommen hatten, hat die Mannschaft umgesetzt.“ Allein ein Treffer fehlte, dem Jens Meier (er versuchte es mit einem Lupfer), Lars Meier und Andre Lange (der Kapitän traf den Pfosten) nach gelungenen Umschaltaktionen am nächsten waren. Das 1:0 fiel auf der anderen Seite, als die Gastgeber einen Strafstoß zugesprochen bekamen (Sebastian Lange verneinte, ein Foulspiel begangen zu haben) und verwandelten. „Das war zur Halbzeitpause nach dem vorherigen Spielverlauf natürlich sehr bitter“, betonte Varls Sportlicher Leiter, Mario Lange.

„In desaströse

Muster verfallen“

Nach Wiederanpfiff hielt die Grundordnung der Gäste noch 15 Minuten – und fiel mit dem 0:2 durch den starken Linksfuß Aytan (60.) in sich zusammen. „Das war der Genickbruch. Die Köpfe gingen runter. Wir haben nicht mehr zusammen verteidigt, sondern sind in desaströse Muster verfallen“, kritisierte Knappmeyer. Er hatte mit einem dreifachen Wechsel noch gegensteuern wollen, „doch als wir zur Einwechslung bereit standen, fiel das 0:3.“

In den Trainingseinheiten unter der Woche müsse man nun den vermurksten Auftakt aus den Köpfen bekommen. Am Sonntag kommt Aufsteiger SuS Holzhausen zum Derby nach Varl. „Es werden Emotionen im Spiel sein. Holzhausen verfügt über sehr gute Qualität im Spiel nach vorne “, wagt der Varler Coach einen Blick voraus. Seine Einschätzung nach den ersten 90 Minuten der Saison: „Wir haben einen weiten Weg vor uns!“

ag/pla

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