Fußball-Bezirksliga: Union Varl und Knappmeyer steigen am Sonntag ein

Mit Plan und Leidenschaft zur „Tour de Klassenerhalt“

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Mit Taktikplan und viel Leidenschaft in die Saison der Fußball-Bezirksliga: Varls neuer Trainer Philipp Knappmeyer (l., hier mit Dominik Wehbrink).

Varl - Von Andreas Gerth. Für das Auswärtsspiel beim TSV Schötmar braucht Philipp Knappmeyer kein Navi. „Wir fahren nicht ziellos hin“, betont der neue Trainer von Fußball-Bezirksligist SpVg. Union Varl und meint damit natürlich die sportliche Zielsetzung. Doch eine gute Orientierung werden die Varler, die dreimal in Folge den Klassenerhalt schafften, auch in dieser Saison mit 17 Mannschaften und vier Absteigern brauchen. Nur dann könnte es auch im vierten Bezirksligajahr heißen: „Sie haben ihr Ziel erreicht!“

Der Ortsteil von Bad Salz-uflen im Kreis Lippe ist für die Varler nach einem spielfreien Auftakt am ersten Spieltag der Fußball-Bezirksliga nun die erste von insgesamt 32 Etappen. Die „Tour de Klassenerhalt“ haben der neue Varler Coach und Co-Trainer Ralf Schlottmann allerdings schon am vergangenen Sonntag eingeläutet. Sie sahen sich die erste Halbzeit des Spiels SC Bad Salzuflen gegen TSV Schötmar (1:1)

„Liga wird uns

alles abverlangen“

und die letzte halbe Stunde in Stift Quernheim beim 2:2 gegen Landesliga-Absteiger FC Bad Oeynhausen an. Abstecher, die bei Knappmeyer Eindruck hinterlassen haben: „Vier verschiedene Mannschaften mit vier verschiedenen Spielsystemen. Ich denke, dass die Liga uns alles abverlangen und richtig stark sein wird.“

Das Varler Duo nahm übrigens nicht nur viele Kilometer, sondern auch das miese Wetter in Kauf. „Wir waren nass bis auf die Knochen und hoffen, dass es sich lohnt“, lacht der 31- Jährige. Beim ersten Gegner machte er „eine technisch gute Mannschaft und Spieler mit höherklassiger Erfahrung“ aus – und noch einiges mehr, was Knappmeyer nicht verraten möchte. Nur so viel lässt er durchblicken: „Schötmar bevorzugt das Kombinationsspiel und wird auf eigenem Platz versuchen, das Spiel zu führen. Als Antwort darauf benötigen wir eine Kompaktheit in unserem Spiel.“

Knappmeyer ist neu bei „United“, doch eines zeichnet sich schon jetzt ab: Taktisch unvorbereitet werden die Rot-Weißen wohl in keines ihrer 32 Spiele gehen. Der vom FC Lübbecke gekommene Übungsleiter outet sich als Verfechter einer „klaren Ordnung im Defensivverhalten“. Bei Knappmeyer heißt das: „Gemeinsames Verteidigen.“ Gute Einzelkönner seien gern gesehen, „doch in erster Linie brauchen wir Kompaktheit, das Miteinander und sehr viel Leidenschaft.“

Die Spieler scheinen jedenfalls nicht abgeneigt zu sein, ihren fußballerischen Horizont zu erweitern. „In den letzten drei Wochen hat es gezündet, da waren nie unter 16 Leute beim Training“, berichtet Philipp

Andre Lange alter

und neuer Kapitän

Knappmeyer. Genau das hatte er sich an seiner neuen Wirkungsstätte erhofft. „Ich freue mich jedesmal, wenn ich vor dem United-Park stehe. Die innere Struktur des Vereins macht es mir einfach, hier anzukommen.“

Interner Ansprechpartner ist für ihn auch der Mannschaftsrat. Dazu gehören der alte und neue „Kapitän“ Andre Lange, sein Stellvertreter Patrick Spreen sowie Marco Hodde, Marcel Redeker und Mario Niestrath. „Nicht ich habe bestimmt, sondern die Mannschaft gewählt“, so Knappmeyer.

Verzichten muss der Varler Coach derzeit noch auf Neuzugang Hichem Talbi, der nach einem Muskelfaserriss in dieser Woche wieder voll einsteigen möchte, und Mario Niestrath, den es im Pokalspiel gegen Oberbauerschaft am Außenband erwischte. Alle anderen bieten sich an für einen Einsatz am kommenden Sonntag, 23. August, im ersten Varler Saisonspiel beim TSV Schötmar um 15 Uhr. Ziellos fahren Philipp Knappmeyer und seine Varler jedenfalls nicht los.

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