Fußball-Bezirksliga: Union Varl kassiert heftiges 1:7 gegen den Tabellenführer

Torverhältnis und Trikots „versaut“

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Nass gemacht: Dominik Wehbrink ging mit den Varlern gestern baden.

Varl - Von Andreas Gerth. „Die Trikots waschen wir erst gar nicht, die schmeißen wir gleich weg.“ Uli Eikenhorst, Vorsitzender der SpVg. Union Varl, lieferte gestern am Rande des Bezirksliga-Heimspiels den Spruch des Tages, und ein wenig Aufheiterung konnte die Mannschaft des Gastgebers auch gut gebrauchen. Die „Schlammschlacht“ gegen Tabellenführer TuS Jöllenbeck ging nämlich mit 1:7 (0:2) verloren.

Wer gedacht hatte, der Tabellenführer aus Bielefeld könnte auf dem tiefen Rasenplatz keine rechte Lust auf Fußballspielen verspüren, sah sich getäuscht. Die Gäste nahmen die Verhältnisse an und ließen selbst in der zweiten Halbzeit nicht locker, als sie auf 5:0 davongezogen waren und ihr Auswärtssieg eingetütet war. Ein fein herausgespielter Treffer zum 6:1 und das 7:1 mit dem Schlusspfiff schraubten das Ergebnis in die Höhe und „versauten“ das Torverhältnis der Varler ebenso wie ihre Trikots.

„Wenn man mit 1:7 vom Platz geht, ist das schon heftig. So ein Ergebnis ärgert mich“, gab Sebastian Numrich zu. Der Varler Coach steht mit seiner Mannschaft trotz der neunten Saisonniederlage über dem Strich vor den vier Abstiegsplätzen. Doch Leistungen, wie die am gestrigen Sonntag auf eigenem Platz, machen wenig Hoffnung. Nach einer Spielpause am kommenden Sonntag geht es für den Tabellen-14. beim BV Stift Quernheim weiter.

„Jöllenbeck hat wirklich gut gespielt, und die Qualität des Gegners muss man neidlos anerkennen. Trotzdem haben wir die meisten Gegentore wieder zu einfach bekommen“, so Numrich, der sich in Sachen Fehlerquelle wiederholen muss. Diesmal waren es ein Ballverlust von Andre Lange in der eigenen Spielhälfte vor dem 0:1 und ein von Marvin Koch verursachter Foulelfmeter zum 0:2, die den Gastgeber auf die Verliererstraße brachten. Zuvor hatten die Varler durch Marius Helmich (der Torhüter lenkte seinen Schuss noch ans Lattenkreuz) und Jens Meier (Pfosten) selbst zwei gute Chancen besessen.

Marius Helmich Latte,

Jens Meier Pfosten

In der zweiten Halbzeit gingen Ordnung und Kompaktheit im Varler Spiel dann aber nach und nach verloren. Jöllenbeck nutzte die Räume zu weiteren Toren von Tim Scholz (50.), Kai-Niklas Janz (72.) und Kolja Pernau (74.) und war auf 5:0 enteilt, ehe den Hausherren das Ehrentor gelang. Nach einer druckvollen Freistoßhereingabe von Jens Meier war Kapitän Andre Lange zum 1:5 (80.) zur Stelle. Danach hätten die Varler durch Andre Lange und Benny Drumann (sein Schuss wurde von einem Feldspieler auf der Torlinie geklärt) für weiteres Ergebnislifting sorgen können.

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