Fußball-Bezirksliga: Preußen haben Harutjunjan, Varler keinen Helmut Rahn

Fritz-Walter-Wetter, aber der Favorit gewinnt

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Mediengruppe Kreiszeitung

Espelkamp - Von Andreas Gerth. So wie am Sonntag in Espelkamp muss sich das legendäre Fritz-Walter-Wetter angefühlt haben. Mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich des Außenseiters gab es während des Bezirksliga-Derbys zwischen dem FC Preußen Espelkamp und Union Varl eine weitere Parallele zum WM-Finale von 1954. Doch im strömenden Regen von Espelkamp blieb die Überraschung aus, der Favorit gewann, und dafür gab es zwei gute Gründe: Union Varl hatte keinen Helmut Rahn, dafür Espelkamp einen Watschagan Harutjunjan.

„Ich bin froh, dass Watschi einen so guten Tag hatte“, hob Uwe Korejtek hervor. Der Trainer des FC Preußen Espelkamp wusste nach dem 3:1-Erfolg im Altkreis-Derby der Fußball-Bezirksliga, bei wem er sich zu bedanken hatte. Mit seinen Saisontoren elf bis 13 machte Watschagan Harutjunjan am Sonntag den Unterschied aus und sorgte gleichzeitig dafür, dass sein FC Preußen weiterhin ernsthaft mit dem Aufstieg in die Landesliga liebäugeln darf. Nur noch einen Punkt beträgt der Rückstand der auf Platz zwei vorgerückten Espelkamper, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ihr letztes Hinrundenspiel absolvieren können. Am Sonntag, 6. Dezember, kommt der TuS Bruchmühlen nach Espelkamp, und dort kann auf dem Kunstrasenplatz ja auch bei Fritz-Walter-Wetter gespielt werden.

Viel Arbeit für

Schiedsrichter Lauff

Viel zu tun hatte am Sonntag im Derby Schiedsrichter Thomas Lauff. Der Unparteiische vom SSV Pr. Ströhen musste bereits in der ersten Halbzeit einschreiten, als der Espelkamper Benjamin Rossel den Varler Pascal Meier über den Haufen rannte. „Darüber haben wir doch gesprochen“, rief Trainer Uwe Korejtek rein und versuchte den mit gelb verwarnten und auf Unschuld machenden Rossel vom weiteren Reklamieren abzuhalten. Benjamin Rossel wurde zur Halbzeit ausgewechselt.

Vor dem Weichen stellenden 2:1 musste Lauff ebenfalls abwägen. Varls kantiger Innenverteidiger Mario Niestrath und der quirlige Harutjunjan gingen in einem Duell unterschiedlicher Gewichtsklassen zu Boden, der Espelkamper monierte, gehalten worden zu sein und dieser Interpretation schloss sich Lauff an. Die Diskussionen über den Elfmeter hielten sich nach Spielende in Grenzen, denn mit dem 3:1 legte Harutjunjan noch einen – den Spielverlauf widerspiegelnden – Treffer nach. Für Aufregung und Gesprächsbedarf sorgten vielmehr die folgenden zwei Platzverweise.

Lauff stellte in der Nachspielzeit den erst zur 68. Minute eingewechselten Varler Hichem Talbi mit gelb-rot vom Platz, anschließend wertete er ein Foul von Daniel Fritz als überharten Einsatz von der Seite und bestrafte den Espelkamper mit rot. Nach dem Schlusspfiff gerieten Marco Hodde (Union Varl) und Daniel Penner (Preußen) aneinander. Aufreger, die nicht mehr hätten sein müssen. Korejtek: „Wenn wir unsere vielen Chancen früher nutzen, ist hier Ruhe.“

Noch zwei Heimspiele hat Union Varl. Der Tabellenvorletzte braucht sowohl gegen Quernheim (6. Dezember) als auch gegen den TuS Bruchmühlen (13. Dezember) Zählbares, um den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen nicht schon vor der Winterpause zu verlieren. Der Rückstand auf Platz 13 (TuS Bruchmühlen) beträgt sechs Punkte. „Wir wollten in Espelkamp mutig auftreten und aktiv mitspielen, das haben wir nur in der zweiten Halbzeit geschafft“, analysierte Varls Coach Philipp Knappmeyer. Auf eine Überraschung gegen einen der Favoriten muss er nun am Sonntag gegen den Tabellendritten Stift Quernheim hoffen.

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