Fußball-Bezirksliga: Numrich blickt nach vorn, Krüger hadert mit Einstellung

Katerstimmung beim ISC

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Nachdenklich: SC Isenstedts Trainer Axel Krüger hadert mit der Leistung seiner Mannschaft.

Varl/Isenstedt - Von Melanie Russ. Bei den Fußball-Bezirksligisten Union Varl und SC Isenstedt herrschte gestern Katerstimmung. Beide Mannschaften hatten am Sonntag eine deftige Klatsche kassiert. Während sich die Varler beim 1:7 beim SV Eidinghausen-Werste aber zumindest in der ersten Halbzeit ordentlich präsentierten, ließen die Isenstedter beim 1:8 in Werther von Beginn an fast alles vermissen, was Trainer Axel Krüger von seiner Mannschaft erwartet: Disziplin, Zweikampfstärke und den unbedingten Siegeswillen. Entsprechend unterschiedlich war die Befindlichkeit der beiden Trainer am Tag danach.

Varls Übungsleiter Sebastian Numrich möchte das Spiel gegen den Tabellenvierten am liebsten schnell vergessen und nach vorn schauen zur nächsten Partie gegen Union Minden. „Das wird ein ganz wichtiges Spiel“, spricht Numrich die prekäre Tabellensituation der Varler an, die momentan knapp unter dem Strich rangieren und dringend Punkte sammeln müssen.

Die Ursachen für die Niederlage hatte er bereits am Sonntag ausgemacht. Neben der höheren Qualität des Gegners waren es vor allem die fehlende Kraft und fehlende Spielpraxis nach der suboptimalen Vorbereitung. Die Spieler seien noch nicht in bester körperlicher Verfassung, begründete Numrich den Einbruch in der zweiten Halbzeit. Mit den ersten 45 Minuten war er dagegen recht zufrieden. Defizite in der Taktik oder der Einstellung der Spieler sah er nicht.

Darauf will er gegen Minden aufbauen. „Das wird ein ganz anderes Spiel“, ist der Varler Trainer überzeugt. „Wir werden deutlich mehr Ballbesitz haben.“ Von seinen Spielern erwartet er dann körperliche Präsenz und die Bereitschaft, das Spiel selbst zu machen, statt nur auf den Gegner zu reagieren.

Sein Isenstedter Kollege Axel Krüger ist dagegen richtig bedient. „Mit der Leistung müssen wir gegen Schötmar gar nicht erst auflaufen“, ist der ISC-Trainer noch immer außer sich, weil sich seine Mannschaft in Werther nahezu kampflos in die Niederlage gefügt hatte. Sie habe im Aufbau einfachste Fehler gemacht und dann im Umschaltspiel zu langsam agiert. „Wir haben in allen Bereichen gut trainiert. Die können ja das Fußballspielen in einer Woche nicht verlernt haben“, bleibt für Krüger nur der Schluss, dass es an der richtigen Einstellung mangelte. „Wir müssen den Abstiegskampf endlich annehmen“, fordert er von seinen Mannen unbedingten Siegeswillen und die Bereitschaft, um jeden Meter zu kämpfen. „Das habe ich am Sonntag nicht gesehen.“ In den nächsten Tagen wird er noch manches ernste Gespräch mit seinen Spielern führen, damit beim Heimspiel am Sonntag eine andere Mannschaft auf dem Platz steht.

Beim FC Preußen Espelkamp ist die Welt dagegen in Ordnung. Die Mannschaft von Trainer Uwe Korejtek ist nach dem 1:0-Sieg am Wochenende endlich dort angekommen, wo Korejtek sie von Anfang an haben wollte – an der Tabellenspitze. Die gilt es nun zu verteidigen, um das erklärte Saisonziel – den Aufstieg – zu erreichen.

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