Fußball-Bezirksliga: Nachholspiel Union Varl gegen VfL Holsen erneut verlegt

Kopfzerbrechen zum Start: Verteidiger fallen lange aus

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Philipp Knappmeyer, Trainer bei Union Varl, muss in der Rückrunde auf etliche Defensivspieler verzichten. Archivfoto: Gerth

Varl - Von Maik Hanke. Eigentlich sollte es morgen wieder mit dem Spielbetrieb losgehen, jetzt verlängert sich die Winterpause für Fußball-Bezirksligist Spvgg Union Varl nochmal um zwei Tage. Denn das Nachholspiel gegen den VfL Holsen wurde erneut verlegt. Neuer Termin ist der kommende Dienstag, 19.30 Uhr. Allerdings wird aus dem Heimspiel jetzt ein Auswärtsspiel.

Weil der United Park wegen der Witterungsverhältnisse erneut nicht bespielbar ist, hat sich Union Varl mit dem VfL Holsen geeinigt, das Heimrecht in Hin- und Rückrunde zu tauschen. Hätte man sich nicht darauf verständigt, hätte der Staffelleiter jetzt beim zweiten Spielausfall Varl das Heimrecht entziehen und das Spiel auf einen neutralen Platz verlegen dürfen.

Philipp Knappmeyer, Trainer der abstiegsbedrohten Spielvereinigung, ist von der Situation nicht gerade begeistert: „Ob wir am Sonntag spielen oder erst am Dienstag, ist mir relativ egal. Wir wären nur gern mit einem Heimspiel in die Rückrunde gestartet.“

Denn nach dem Spiel am Dienstag stehen bei den Varlern zehn Auswärtsspiele nur fünf Heimspielen gegenüber. So eine Unausgeglichenheit habe er noch nie erlebt, sagt Knappmeyer. Hätte sein Team in der Hinrunde mehr Heimspiele gehabt, „stünden wir vielleicht anders da. Im Fußball ist ein Heimspiel nun einmal eine gewisse Komponente.“ Und so steht Union Varl derzeit tatsächlich da: acht Punkte aus 14 Spielen, Tabellen-Vorletzter, sieben Punkte bis zum rettenden Ufer.

Als wäre die Mission Klassenerhalt unter diesen Voraussetzungen nicht schon schwer genug, muss Knappmeyer eine ganze Reihe von Spielerausfällen kompensieren, darunter die seiner beiden Innenverteidiger.

Marcel Rosengarten fehlt wegen zweier Praktika in Baku und Frankfurt die komplette Rückrunde, Hichem Talbi wird wegen einer Arthrose im Sprunggelenk vermutlich ganz mit Sport aufhören müssen. „Wir gehen zu 90 Prozent davon aus, dass es im ambitionierten Sport das für ihn gewesen ist“, sagt Knappmeyer. Talbi habe in der Vorbereitung, die bereits seit dem 12. Januar läuft, keine einzige Einheit absolvieren können.

Wegen eines Auslandssemesters fehlt auch Mittelfeldmann Dominik Wehbrink bis April. Und für das Spiel gegen Holsen fällt außerdem Verteidiger Mario Niestrath aus.

Knappmeyer: Auf alte

Tugenden besinnen

Varl hat auf die Ausfälle intern reagiert und Defensivspieler Nico Wehbrink, Kapitän der A-Jugend, in die Erste hochgezogen. „Ein sehr talentierter Spieler. Wir trauen ihm das uneingeschränkt zu“, sagt Knappmeyer. Wehbrink ist eine Option für die Innenverteidigung. Der Trainer will aber prüfen, ob eine Viererkette jetzt überhaupt noch sinnvoll ist. „Eventuell müssen wir anders denken, uns vielleicht auf relativ alte Tugenden besinnen“, sagt Knappmeyer. Damit meint er die Manndeckung.

Knappmeyer hat sich mit seinem Team speziell auf Rückrunde vorbereitet, Testspiele auswärts und auf Kunstrasen ausgetragen, auch in der Halle trainiert. Wegen Eis und Schnee konnte die Mannschaft allerdings in vier Wochen nur viermal auf einem großen Feld stehen. Knappmeyer: „Da ist klar, dass an spielerischer Entwicklung nicht viel passieren kann.“ Der Rhythmus fehle noch.

Seine Spieler hätten daher viel an Fitness und Athletik gearbeitet. Physisch und psychisch sei man bereit für den zweiten Saisonteil. Gegen den Tabellenneunten Holsen, der gute Ergebnisse in Testspielen erzielt und sich personell gut verstärkt hat, will Knappmeyer das Spiel vor allem „unter läuferischen und kämpferischen Tugenden angehen“. Das Match entscheide zwar noch nicht über die Existenz des Vereins, „aber verschenken dürfen wir nichts mehr“.

Morgen spielt außerdem der SuS Holzhausen. Der Bezirksligist gastiert ab 15 Uhr beim SV Kutenhausen/Todtenhausen.

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