Fußball-Bezirksliga: Krüger kämpft beim SC Isenstedt mit personellen Problemen

„Niemand bereit, Kopf in den Sand zu stecken“

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Axel Krüger erklärt Jonas Lindenblatt, welche Aufgabe er zu übernehmen hat. Einige Umstellungen wird der ISC-Coach auch morgen zum Spiel gegen Schötmar vornehmen müssen.

Isenstedt - Viele verletzte Spieler und eine unglückliche Niederlage im ersten Spiel – den Start in der Fußball-Bezirksliga hat sich Aufsteiger SC Isenstedt sicherlich anders vorgestellt. Am Sonntag beim TSV Schötmar steht nun das erste Auswärtsspiel auf dem Programm. Sportredakteur Andreas Gerth sprach mit Isenstedts Trainer Axel Krüger.

Herr Krüger, das erste Saisonspiel ging mit 0:2 verloren, dazu gibt es jede Menge verletzte und angeschlagene Spieler. Ist die Aufstiegseuphorie beim SC Isenstedt schon verflogen?

Krüger: Das glaube ich nicht, auch wenn die personellen Probleme natürlich auf die Stimmung drücken. Die Jungs sind immer noch euphorisch und selbstbewusst genug, immerhin haben wir im ersten Spiel gezeigt, dass wir auch mit einer dezimierten Truppe mithalten konnten. Bei uns ist niemand bereit, den Kopf in den Sand zu stecken.

Bewahrheitet sich jetzt schon, dass Sie vor der Saison ausschließlich vom Erreichen des Klassenerhalts gesprochen haben?

Krüger: Die Lage, in der wir stecken, ändert nichts an der Zielsetzung. Wir sind kein Aufsteiger wie Eidinghausen-Werste, sondern haben unseren Kader ja ganz bewusst an die Verhältnisse eines Dorfvereins mit breitensportlicher Ausrichtung

„Ähnlich wie

bei Union Varl

angepasst, ähnlich wie zum Beispiel bei Union Varl. Deshalb ist die klare und realistische Vorgabe der Klassenerhalt, und das wird schwer genug, weil die Abstiegszone schon ab Platz acht beginnen wird.

Sie haben die personellen Probleme angesprochen, wie sieht es denn aus vor dem ersten Auswärtsspiel?

Krüger: Im schlimmsten Fall muss ich am Sonntag mit neun Ausfällen rechnen. Dabei haben wir eigentlich gedacht, dass unser Kader mit 19 Feldspielern groß genug ist. In diesem Ausmaß lässt das einen fast schon verzweifeln. Vielleicht muss ich für Sonntag Spieler aus der Reserve mitnehmen.

Was haben Sie aus dem ersten Spiel gegen Werther mitnehmen können?

Krüger: Dass wir trotz dieser misslichen personellen Situation spielerisch mithalten konnten. Werther hat im Vorjahr Platz acht belegt und sich personell verstärkt, trotzdem habe ich zu keinem Zeitpunkt der Partie einen Klassenunterschied gesehen. Und das können wir auf jeden Fall zur Erhaltung unseres Selbstbewusstseins mitnehmen.

Wie schwer war es, die Mannschaft nach dem ersten Spiel aufzubauen, immerhin kam die Niederlage recht unglücklich zustande?

Krüger: In der Kabine direkt nach dem Spiel war die Stimmung gedrückt. Es haben ja auch nur Kleinigkeiten gefehlt, und die Partie wäre anders gelaufen. Einen Vorwurf konnte man den Jungs nicht machen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als die richtigen Schlüsse aus dem Spiel zu ziehen.

Jetzt geht es zum TSV Schötmar, der mit einer 1:2-Niederlage in Bruchmühlen gestartet ist. Wie ist der Gegner einzuschätzen und wie fällt beim ISC die Unterstützung für das erste Auswärtsspiel der Saison aus?

Krüger: Geplant ist, dass für die Zuschauer ein Bus zur Mitfahrt eingesetzt wird. Das wird die Mannschaft zusätzlich anspornen. Für meine Jungs ist das super, gerade in dieser Situation. Schötmar halte ich für eine abgezockte Truppe mit einem erfahrenen Spielertrainer, ein paar Informationen werde ich mir noch von meinem Trainerkollegen Christian Meyer (Trainer des TuS Bruchmühlen, Anm. d. Red.) geben lassen. Unsere eigene Situation beschäftigt mich allerdings mehr.

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