Fußball-Bezirksliga: Klassenerhalt perfekt trotz 2:3 in Häger/Tengern II steigt ab

Varl verliert – und feiert mit Bierdusche für den Trainer

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Varls Kapitän Andre Lange mit der Belohnung für den Klassenerhalt. Nervennahrung nach einem spannenden Abstiegsfinale in der Fußball-Bezirksliga.

Häger/Varl - Von Andreas Gerth. Es hat gereicht! Nicht wie gewünscht aus eigener Kraft, denn Union Varl musste sich gestern Abend am letzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga beim SV Häger mit 2:3 (1:1) geschlagen geben. Den Klassenerhalt konnten die Varler und ihre rund 100 mitgereisten Fans trotzdem feiern – zum Leidwesen des TuS Tengern II, der in Jöllenbeck mit 0:6 unterging und als Viertletzter der Abschlusstabelle absteigen muss.

Die Varler waren von rund 100 Fans in zwei Bussen begleitet worden, doch wer von ihnen gehofft hatte, Gastgeber SV Häger würde es ein wenig ruhiger angehen lassen, täuschte sich. „Häger zieht hier voll durch und ist uns von der Spielanlage überlegen“, so der Eindruck von Mario Lange zur ersten Halbzeit. Varls Sportlicher Leiter konnte sich zunächst über die glückliche 1:0-Führung freuen (Andre Lange mit seinem 16. Saisontor), doch Häger schaffte kurz darauf den Ausgleich.

Kurz nach Wiederanpfiff dann sogar das 2:1 für Häger. Varls Torhüter Marcel Redeker hatte einen Freistoß nach vorne abprallen lassen. Immerhin stimmten bis dahin aus Varler Sicht die anderen Ergebnisse. Jöllenbeck führte gegen Tengern II mit 1:0, und auch Theesen II lag in Vlotho mit 2:3 hinten. Von den vier möglichen Abstiegskandidaten lag lediglich der TuS Bruchmühlen mit 2:0 bei Stift Quernheim in Front.

Als Thomas Grewe in der 64. Minute aus abseitsverdächtiger Position sogar das 3:1 für Häger markierte, war den meisten Varlern klar: Aus eigener Kraft wird das heute Abend nichts mit dem Klassenerhalt.

Entsprechend positiv wurde bei den mitgereisten Varlern die Nachricht vom 2:0 des TuS Jöllenbeck gegen Tengern II registriert. Tengern, als Viertletzter der Tabelle mit den schlechtesten Karten in den letzten Spieltag gegangen, brauchte jetzt schon drei Tore, um die rechnerische Chance auf den Klassenerhalt aufrechtzuerhalten. Doch die Tore fielen auf der anderen Seite für Jöllenbeck. Allerspätestens beim Stand von 5:0 war geklärt, wer als vierter Absteiger die Bezirksliga verlassen muss. „Wir ziehen den Hut davor, dass Jöllenbeck das so fair durchgezogen hat“, betonte gestern noch Mario Lange.

Seine Varler gaben die Partie in Häger nicht kampflos verloren. Patrick Spreen verkürzte auf 2:3. Pascal Meier hatte die dicke Chance zum Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am Torhüter. „Pascal hätte bestimmt schlecht geschlafen, wenn es für Varl nicht gereicht hätte“, kommentierte ein Zuschauer.

„Die Erleichterung ist riesengroß, auch wenn wir es lieber aus eigener Kraft geschafft hätten“, kommentierte Varls Trainer Sebastian Numrich, der eine Bierdusche über sich ergehen lassen musste.

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