Fußball-Bezirksliga: Gebeutelter ISC empfängt Preußen / Union Varl in Vlotho

„Wir befinden uns am Rande des Spielbetriebs“

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Varls Trainer Sebastian Numrich weiß nicht recht, wie er seinen Spielern die richtige Einstellung vermitteln soll.

Wehdem - Von Melanie Russ. Wenn die Situation trostlos erscheint, dann hilft manchmal ein Blick in die Statistik, um das Gemüt zu heben. Die besagt zum Beispiel, dass Union Varl in der vergangenen Saison mit einer ähnlich schlechten Bilanz in die Fußball-Bezirksliga startete und am Ende die Klasse – wenn auch knapp – hielt. Sie besagt auch, dass der nächste Gegner SC Vlotho den Varlern offenbar liegt. In der Vorsaison siegten sie im Hin- und Rückspiel. Kann beim Auswärtsspiel morgen (Anstoß 15 Uhr) also eigentlich gar nichts mehr schief gehen?

Ganz so einfach ist es wohl nicht. Dennoch kommt Vlotho den Varlern in ihrer derzeitigen Verfassung gerade recht, denn zu verlieren haben sie gegen den starken Gegner nur etwas, wenn sie nicht die richtige Einstellung auf den Platz bringen.

Dass die Spieler anders als zuletzt über 90 Minuten alles geben, davon ist Co-Trainer Ralf Schlottmann überzeugt. Während des Trainings am Dienstag, Donnerstag und gestern Abend führten er und Trainer Sebastian Numrich viele Einzelgespräche, um die Köpfe der Spieler frei zu bekommen. „Die Einstellung ist das A und O. Es muss die Bereitschaft da sein, sich wirklich zu quälen“, fordert Schlottmann. „Gegen Vlotho können wir ohne Druck zeigen, was wir wirklich draufhaben.“

Ohne Druck zeigen,

was wir draufhaben

Personell sieht es bei den Varlern momentan gut aus. Voraussichtlich wird nur Marvin Koch aus beruflichen Gründen fehlen.

Nicht nur um Punkte, sondern auch ums Prestige geht es morgen im Stadt-Derby zwischen dem SC Isenstedt und dem FC Preußen Espelkamp. Klarer Favorit sind die Adlerträger, die nach zwischenzeitlichen Problemen immer besser in die Spur kommen. „Wir nehmen die Favoritenrolle auch gerne an“, blickt FC-Trainer Uwe Korejtek selbstbewusst und erwartungsfroh auf das Spiel. „In Isenstedt wird mit Sicherheit eine gute Kulisse sein.“

Mit der Entwicklung seiner Mannschaft ist er inzwischen sehr zufrieden. „Viele unserer Leute haben in der Vorbereitung gefehlt. Ich wusste, dass es am Anfang schwer werden wird, ich hatte nur gedacht, dass wir etwas früher auf den jetzigen Stand kommen“, spricht er unter anderem die Pokal-Niederlage im Stadt-Derby gegen Kreisligist VfB Fabbenstedt an, als er allerdings auch einige Spieler schonte.

Dass es morgen wieder eine Überraschung gibt, ist unwahrscheinlich, denn der durch Verletzungen dezimierte Preußen-Kader ist wieder fast vollständig und hat sich mittlerweile gut eingespielt. „Es nimmt einer Mannschaft ein Stück Qualität, wenn die Spieler nicht auf der Position spielen können, auf der sie ausgebildet wurden“, so Korejtek, der froh ist, morgen nahezu die gleiche Elf aufs Feld schicken zu können wie in der Vorwoche gegen Bruchmühlen. „Das ist das erste Mal in dieser Saison.“

Obwohl klarer Favorit, warnt Korejtek davor, den ISC zu unterschätzen. „Isenstedt wird es uns schwer machen. Wir müssen geduldig spielen und den Gegner locken. Je länger das Spiel dauert, desto mehr Räume werden sich öffnen“, ist der Preußen-Trainer überzeugt.

Das würden die Gastgeber natürlich gerne verhindern, doch Trainer Axel Krüger ist sich der Außenseiterrolle seines ISC wohl bewusst. „Da treffen zwei Welten aufeinander. Wir befinden uns am Rande des Spielbetriebs, Preußen kann dagegen aus den Vollen schöpfen“, spricht der die angespannte Personalsituation in Isenstedt an. Zwar wird Alexander Koch, obwohl grippegeschwächt, wohl wieder zur Verfügung stehen, dafür fällt Frederik Freye aus, der gegen Lohe einen kräftigen Schlag auf den Fuß bekam. „Fast die gesamte Offensivabteilung konnte in dieser Woche nicht trainieren“, so Krüger.

Trotz aller Widrigkeiten sind auch die Isenstedter ganz heiß auf das Derby. „Ich muss niemanden motivieren. Wir wollen uns gut präsentieren und die ein oder andere Spitze setzen.“

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