Fußball-Bezirksliga: Espelkamper Derby-Sieg gegen Varl mit zwei Platzverweisen

Nach „Watschis“ drittem Tor ist noch nicht Schluss

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Für die Leistung in der zweiten Halbzeit konnte Varls Trainer Philipp Knappmeyer Applaus spenden. Zu einem Punktgewinn beim Favoriten in Espelkamp langte es jedoch nicht.

Espelkamp - Von Andreas Gerth. Nach seinem dritten Treffer machte Watschagan Harutjunjan wiederholt ein Zeichen, das wohl so viel heißen sollte wie Schluss jetzt oder Feierabend. Verständlich, schließlich regnete es in Strömen und Harutjunjans Espelkamper führten im Bezirksliga-Derby gegen Union Varl mit 3:1 (1:0), doch diesen Gefallen erfüllte Schiedsrichter Thomas Lauff (SSV Pr. Ströhen) nicht. Er ließ noch ein wenig weiterspielen und schickte in der Nachspielzeit den Varler Hichem Talbi mit gelb-rot und den Espelkamper Daniel Fritz mit rot vom Feld.

„Diese Hektik hätte gar nicht mehr aufkommen müssen. Wir haben sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit vier, fünf hundertprozentige Torchancen. Wenn wir ein paar davon früher nutzen, hätte sich niemand mehr aufregen müssen“, führte Espelkamps Trainer Uwe Korejtek nach dem Schlusspfiff aus. Seine Mannschaft holte sich die Saisonpunkte 29 bis 31 „mit einem Sieg, der mehr als verdient ist“ (Korejtek), zog in der Tabelle am BV Stift Quernheim vorbei (der beim 1:2 in Holsen leer ausging) und liegt jetzt nur noch einen Punkt hinter dem gestern spielfreien Tabellenführer SC Vlotho.

„Ich denke auch, dass der Sieg der Preußen verdient ist“, bestätigte Union Varls Trainer Philipp Knappmeyer, der sein Team, das mit acht Punkten Tabellenvorletzter bleibt, jedoch nicht so schlecht gesehen hatte. „Für mich ist es keine Überraschung, dass Espelkamp mehr Chancen hatte. In der zweiten Halbzeit haben wir aktiv mitgespielt und mehr Ballbesitz bekommen. Deshalb war das 2:1 bitter, weil es im Leben kein Elfmeter war“, so Knappmeyer in Anspielung auf die 61. Spielminute. Nach einem Gerangel abseits des Balles gingen sowohl Varls Innenverteidiger Mario Niestrath als auch der quirlige Watschagan Harutjunjan zu Boden. Schiedsrichter Lauff entschied auf Elfmeter und ließ sich auch von den Protesten der Gäste nicht abbringen. Harutjunjan verwandelte sicher. „Ein Elfmeter, über den man sicher streiten kann. Aus meiner Sicht war es aber keine spielentscheidende Szene, weil wir zig Chancen hatten, die wir hätten nutzen können“, ergänzte Korejtek.

„Im Leben

kein Elfmeter“

Seine Mannschaft drückte von Beginn an. Daniel Penner besaß die erste Gelegenheit, mit der er aus spitzem Winkel an Torhüter Marcel Redeker scheiterte. Christian Nasui und Benjamin Rossel tauchten ebenfalls gefährlich vor dem Varler Torwart auf, der in der 10. Minute bei einem Freistoß von Penner ganz stark parierte.

Den ersten eigenen Torschuss gaben die Varler in Person von Andre Lange in der 28. Minute ab, doch der stellte Preußens-Keeper Beil vor keine größeren Probleme. Als Verteidiger Marcel Rosengarten in der 42. Minute auf der Torlinie rettete, schienen sich die Varler mit einem 0:0 in die Pause retten zu können, doch in der 44. Minute fiel das 1:0 dann doch noch – ausgerechnet nach einem der wenigen Vorstöße der Gäste. Espelkamp hatte Platz, den Nasui auf der rechten Seite zu nutzen wusste, seine Hereingabe vollendete Watschagan Harutjunjan mit seinem ersten Streich.

Umso überraschender der Ausgleich kurz nach Wiederanpfiff. Pascal Meier bediente Jens Meier, der eiskalt abschloss. Vorausgegangen war dem Treffer ein Fehlpass des jungen Espelkampers Dennis Schmidt. „Das 1:1 fällt aus dem Nichts. Damit bringen wir Varl total unnötig wieder ins Spiel“, ärgerte sich Uwe Korejtek. Noch größer war sein Ärger über die vergebenen Chancen nach dem 2:1. Allein der eingewechselte Sascha Manske verpasste dreimal, wobei er einmal zu egoistisch selbst abschloss anstatt zwei seiner Mitspieler zu bedienen. So musste es einmal mehr „Watschi“ regeln, auch wenn nach seinem dritten Treffer noch nicht Schluss war.

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