Fußball-Bezirksliga: Ersatzgeschwächte Varler erhalten Lob vom Gegner beim 2:2 in Bad Salzuflen/Sonntag Spitzenspiel in Espelkamp

Achtungserfolg ändert in der Tabelle wenig

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Applaus von der Bank: Benny Drumann (v.r.) mit Marvin Koch, Lars Meier und Daniel Pöttker.

Varl/Espelkamp - „Gutes Spiel“, meinte Aleksander Knezevic, als er nach dem Abpfiff auf Varls Trainer Philipp Knappmeyer traf. Der Spielertrainer des SC Bad Salzuflen erkannte die Leistung der Gäste am Samstag beim 2:2 in Bad Salzuf-len an. Für die verbesserten Varler das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage und ein weiterer Achtungserfolg, der an der prekären Tabellensituation als Vorletzter mit erst acht Punkten jedoch nur wenig ändert.

„Wir haben bei einer guten Mannschaft sehr verdient gepunktet“, betonte Philipp Knappmeyer und wollte sich auf die Diskussion – Punktgewinn oder zwei Punkte verloren – nicht so recht einlassen. Er wertete das Unentschieden und vielmehr noch die eigene Leistung bei den zuvor zweimal siegreichen Badestädtern als weiteren kleinen Schritt in der Entwicklung seiner Mannschaft.

Letztere trat im ersten Durchgang mit zwei Stürmern an, um sich während der Halbzeitpause für die Rückkehr zum 4:2:3:1-System auszusprechen. „Ich habe mich in kleiner Runde mit einigen Spielern abgestimmt, sie meinten, das andere System gebe ihnen mehr Sicherheit“, berichtet Knappmeyer. „Opfer“ dieser Umstellung war der offensiv ausgerichtete und im Training auf sich aufmerksam machende Lars Meier, der fortan auf der überschaubar besetzten Mannschaftsbank Platz nahm. Aufgrund der Ausfälle von Sebastian Lange (dienstlich), Marvin Koch (saß seine Gelb-Rot-Sperre ab), Steffen Wegehöft und Mario Niestrath (nach Verletzung noch nicht bei 100 Prozent) hatten die Varler kaum personelle Optionen. Der gesundheitlich angeschlagene Benny Drumann hielt 70 Minuten durch.

„Wir laufen auf der letzten Rille. Umso mehr freue ich mich für Hichem Talbi, der uns helfen konnte und sein erstes Bezirksligaspiel überhaupt bestritten hat“, ergänzte Knappmeyer. Der zusammen mit Sebastian Burkert vom A-Ligisten FC Lübbecke gekommene Talbi hatte sich vor Saisonbeginn verletzt und seitdem bei seinem neuen Verein den Anschluss gesucht. Am Samstag wurde der 29-Jährige zur zweiten Halbzeit eingewechselt, brauchte ein paar Minuten, um sich zurechtzufinden und zeigte danach eine ansprechende Leistung in der Varler Innenverteidigung an der Seite von Marcel Rosengarten.

„Es war ein sehr laufintensives Spiel, in dem wir in der zweiten Halbzeit eine sehr gute Kompaktheit hinbekommen haben. Die Jungs haben das richtig gut gemacht, sie haben jetzt auch viel mehr Torchancen als in den ersten Saisonspielen. Ich denke, es hat klick gemacht“, betont der Varler Coach. Bis zur Winterpause warten auf sein Team jetzt noch fünf sehr anspruchsvolle Aufgaben, angefangen mit dem Auswärtsspiel bei Landesliga-Absteiger FT Dützen am kommenden Sonntag. Es folgen drei Heimspiele gegen Holsen (15.11.), Stift Quernheim (6.12.) und Bruchmühlen (13.12.) sowie das Derby beim FC Preußen Espelkamp (29.11.).

Vlothos Trainer

macht sich Notizen

Am kommenden Sonntag steht für die Espelkamper ein echtes Spitzenspiel auf dem Programm, wenn sich der Tabellenführer SC Vlotho im Albert-Pürsten-Stadion vorstellt. Dessen Trainer Olaf Sieweke verfolgte am Sonntagabend das Derby in Espelkamp gegen den SuS Holzhausen (3:2) und machte sich eifrig Notizen. „Ich gehe davon aus, dass unser Spiel in Espelkamp sehr interessant wird“, meinte Sieweke, der aktuell auf seinen torgefährlichen Offensivmann Sobottka (Bänderriss) verzichten muss.

Beim SuS Holzhausen gab Leonard Pieper sein Comeback. Der schnelle Angreifer war am dritten Spieltag im Derby bei Union Varl mit einem Innenbandanriss ausgeschieden. „Er hat noch Nachholbedarf, doch ich bin froh, dass er wieder zurück ist“, erklärte Trainer Jörg Bohlmann, der sich bei der Derbyniederlage vor allem über „unsere schwache erste Halbzeit“ ärgerte.

„Mir ist es manchmal ein Rätsel, dass wir erst nach Rückständen zu unserem Spiel finden“, ergänzte Bohlmann, der mit seiner Mannschaft ein Heimspiel gegen den Landesliga-Absteiger FC Bad Oeynhausen vor der Brust hat. „Wir sollten bis zur Pause schon noch ein paar Punkte sammeln, denn es wird immer enger“, weiß Bohlmann, dessen Team als aktueller Siebter noch sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone aufweist.

ag

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