Fußball-Bezirksliga: Uli Eikenhorst möchte bei Union Varl die Ruhe bewahren – und am Sonntag eine Reaktion sehen

„Krisenmanager“ stellt sich vor den Trainer

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Vereinsvorsitzender Uli Eikenhorst ist in diesen Tagen bei der SpVg. Union Varl als Krisenmanager gefragt. Dabei stellt er sich vor Trainer Sebastian Numrich.

Varl - Von Andreas Gerth. Wenn ein Verein im Tabellenkeller steht, die Ergebnisse nicht stimmen und ein Trainer hinterfragt wird, spricht man in der Fußball-Bundesliga von branchenüblichen Mechanismen, die greifen. Union Varl ist kein Bundesligist und verhält sich auch nicht wie einer. Beim Tabellen-15. möchte man trotz des verpatzten Starts in den zweiten Saisonteil der Fußball-Bezirksliga mit einem 1:7 in Eidinghausen und 0:6 in Kutenhausen sowie dem Verbleib auf einem Abstiegsplatz die Ruhe bewahren.

„Es ist eine schwierige Situation“, gibt Uli Eikenhorst zu. Der Vereinsvorsitzende ist in diesen Tagen als Krisenmanager gefragt, wenn es um die Belange der ersten Mannschaft geht. Die hat in den vergangenen Jahren mit dem Aufstieg in die Bezirksliga und zweimal erreichten Klassenerhalt viel Freude bereitet, doch mittlerweile ist die Stimmung eine andere. Nun steht der Trainer Sebastian Numrich zur Diskussion.

Der hatte sich am Sonntag direkt nach dem 0:6 in Kutenhausen klar positioniert und ausgeschlossen, von sich aus hinzuwerfen. Er wolle mithelfen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen (wir berichteten).

Auch Uli Eikenhorst war am Sonntag in Kutenhausen Zeuge, wie die Varler Mannschaft „nach fünf guten Minuten und einer richtig guten Torchance auseinander fiel“, als die Gastgeber das 1:0 vor- und später fünf weitere Treffer nachlegten. Eine Niederlage, die doppelt weh tut, denn vor dem Duell hatte Kutenhausen nur einen Zähler mehr auf dem Konto. Doch für das 0:6 und die aktuelle Situation allein den Trainer verantwortlich zu machen, sei die falsche Herangehensweise, meint Uli Eikenhorst.

„Die Qualität in der Truppe, zu der ja auch der Trainer gehört, muss vorhanden sein, ansonsten hätte sie nicht zweimal in Folge den Klassenerhalt schaffen können. Also muss es für die aktuelle Situation andere Gründe geben. Und diesbezüglich sind jetzt alle aufgefordert, sich zu hinterfragen.“ Der Vereinsvorsitzende stellt sich ausdrücklich vor den Trainer: „Wir haben uns in der Winterpause zusammengesetzt und in diesen Gesprächen klar zu ihm bekannt. Daran werden wir jetzt nicht rütteln.“

Liegt der Schwarze Peter also bei der Mannschaft? Die hat in den letzten beiden Partien 13 Gegentore kassiert und mit minus 39 das schlechteste Torverhältnis aller 18 Bezirksligisten. Ein Freund davon, auf die Mannschaft in der aktuellen Situation draufzuhauen, ist Eikenhorst jedoch nicht. „Schließlich sind es die selben Spieler, die uns in die Bezirksliga geführt haben.“ Vielmehr möchte er im Hintergrund einige Gespräche führen und versuchen, die Begeisterungsfähigkeit, die das Team in den letzten Jahren ausgezeichnet hat, wiederzubeleben.

„So schlecht ist die

Ausgangslage ja nicht“

Letzteres dürfte nicht ganz einfach werden, denn mit Andre Lange fehlt der Kapitän und Torjäger verletzungsbedingt noch mehrere Wochen. „Offensichtlich ist, dass den Jungs das Selbstvertrauen fehlt. Deshalb werden wir unterstützend eingreifen. Und so schlecht ist die Ausgangslage ja nicht. Immerhin gibt es drei Mannschaften, die hinter uns stehen und eine, die mit nur einem Punkt mehr in Schlagdistanz liegt“, versucht Eikenhorst, ein bisschen Mut zu machen.

Er möchte den Ball flach, Mannschaft und Trainer aus der Schusslinie halten. Doch eines möchte der „Krisenmanager“ auch: „Am Sonntag im Heimspiel gegen Werther muss eine Reaktion zu sehen sein.“

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