Fußball: Aufsteiger TuSpo Rahden lehrt den Etablierten das Fürchten/Gehlenbecks Aufholjagd mit „Joker“ Seidel

„Schreckgespenst“ mischt die Liga auf

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Von Andreas Gerth. Ein Aufsteiger mischt die Liga auf. B-Liga-Meister TuSpo Rahden hat nach dem Vorjahresdritten Tengern II auch Bezirksliga-Absteiger SC Isenstedt das Fürchten gelehrt und ist nach zwei Spieltagen das Überraschungsteam und Schreckgespenst der Fußball-Kreisliga A. Vizemeister TuS Dielingen feiert derweil einen 18-Jährigen und der TuS Gehlenbeck ein grandioses Comeback.

„Das wird schwer heute“, meinte Axel Krüger, als im Heimspiel seiner Isenstedter gegen den TuSpo 20 Minuten gespielt waren. Der ISC-Coach schien da schon zu ahnen, was noch folgen würde. Seine ohne die Offensivkräfte Andri Reimer (er fehlt mit einem Bänderriss noch mehrere Wochen) und Andy Bajohr (Kurzurlaub) angetretenen Mannen waren zwar optisch überlegen und verbuchten deutlich mehr Ballbesitz, fanden gegen die gut organisierten Rahdener jedoch kein rechtes Durchkommen.

Axel Krüger

ahnte es schon

„Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und müssen uns an die eigene Nase fassen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als den Rahdenern zu ihrem cleveren Auftritt zu gratulieren“, so Krüger im Anschluss an das 0:2. Neben diesem Kompliment verdiente sich der abgezockte Aufsteiger um den zweikampfstarken Marius Schillak damit schon die Saisonpunkte vier bis sechs – und als nächstes möchte das „A- Liga-Gespenst“ den TuS Gehlenbeck erschrecken.

Letzterer reist am Sonntag mit einem kuriosen Erfolgserlebnis im Gepäck ans Brullfeld. Im Heimspiel gegen Aufsteiger SV Börninghausen nach 45 Minuten 0:3 zurück gelegen und am Ende 5:3 gewonnen, so die nackten Zahlen, die Gehlenbecks Trainer Christoph Kämper mit Emotionen garniert: „So etwas habe ich noch nie erlebt – und ich hätte es so nicht unbedingt gebraucht“, konnte Kämper nach der aufregenden Partie nur mit dem Kopf schütteln. Er half bei der Aufholjagd kräftig mit, in dem er zunächst Jan Holzmeyer einwechselte (und dieser mit dem 1:3 zur Attacke blies) und auch mit seinem zweiten „Joker“ goldrichtig lag. Der junge Robin Seidel war gegen konditionell abbauende Gäste an zwei Treffern beteiligt und krönte seinen famosen Kurzeinsatz mit dem Tor zum 5:3-Endstand.

Bescheidener fiel der Jubel beim TuS Dielingen aus, wenngleich es für das 1:0 in Vehlage ebenfalls drei Punkte gab. Es war nicht berauschend, was der Vizemeister am Sonntag ohne die fehlenden Schmidt, Haver, Uslu, Döpke, Varenkamp und Seidel auf den Platz brachte. Im Endeffekt war es eine gelungene Aktion, die den zählbaren Unterschied ausmachte: Marco Stagge setzte sich auf seiner linken Seite durch, seine Flanke fand Vedat Akti, dessen erster Versuch geblockt wurde, doch im Nachschuss traf der junge Akti im Stile eines Torjägers aus der Drehung. „Das Tor hat er sich verdient“, lobte Spielertrainer Wolfgang Hagedorn, der ansonsten schnell einen Strich unter das Gesehene machte. „Hauptsache gewonnen. Wir haben sechs Punkte, mehr geht nicht.“

„Sechs Punkte,

mehr geht nicht“

Diese optimale Ausbeute hätte gerne auch Willi Rogalsky auf dem Konto gehabt. „Wir müssen uns den Vorwurf machen, vorne zu lässig und hinten zu offen gewesen zu sein“, arbeitete der neue Trainer von TuRa Espelkamp das 2:2 im Gastspiel beim SSV Pr. Ströhen auf. „Wir haben vier Punkte, das ist ein guter Start, doch es hätte ein sehr guter sein können“, ärgerte sich Rogalsky nach dem von seiner Mannschaft überlegen geführten Spiel.

In Pr. Ströhen verbuchte man das Unentschieden dann auch folgerichtig als Punktgewinn, zumal es bei den Gastgebern nach den Auswechslungen von Sven Kolwey und Tobias Kröger (beide leicht angeschlagen) personell eng wurde. Auch Pascal Kropp wollte runter, musste aber durchhalten. Die Ströher holen am morgigen Donnerstag beim VfB Fabbenstedt nach und sind am Sonntag in Börninghausen ein weiteres Mal auswärts gefordert.

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