Fußball: Aufsteiger SC Isenstedt glücklos bei Bezirksliga-Premiere – 0:2

Ball im Netz, doch Bajohrs Spiderman-Auftritt platzt

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Andy Bajohr ist auf die Knie gesunken, Benedikt Schwarz (l.) rauft sich die Haare. Bajohrs Freistoßtreffer findet keine Anerkennung. Statt 1:0 heißt es aus Isenstedter Sicht später 0:2.

Isenstedt - Andy Bajohr wollte es machen wie Dortmunds Aubameyang, und es wäre am Samstag in Isenstedt zweifelsohne das Bild des Tages gewesen, wenn der Neuzugang des ISC seinen Torerfolg mit Spiderman-Maske gefeiert hätte, nachdem er den Ball im Netz hatte zappeln lassen. Doch ein Wink des Schiedsrichters, der Bajohrs Freistoßtreffer die Anerkennung versagte, stoppte die geplante Verwandlung. Es folgten zwei Tore für den BV Werther, und Isenstedts „Superhelden“ waren bei ihrer Premiere in der Fußball-Bezirksliga auf das Normalmaß eines glücklosen Aufsteigers geschrumpft.

„Hatte die Maske

schon draußen“

Zweimal waren die Isenstedter vor eigenem Publikum ganz dicht dran gewesen an ihrem ersten Bezirksliga-Treffer. In der vom Aufsteiger mutig geführten ersten Halbzeit, als der fleißige Frederik Freye nur um Zentimeter das lange Eck verfehlte (36.), und Anfang der zweiten Halbzeit bei der Szene, die auch nach dem Abpfiff Gesprächsstoff lieferte. „Ich hatte die Maske schon draußen“, so ein enttäuschter Andy Bajohr, der in der 55. Minute einen Freistoß zur vermeintlichen Isenstedter Führung verwandelt und schon nach dem mitgebrachten Utensil unter dem Schienbeinschoner gegriffen hatte. Der Schiedsrichter jedoch unterband den Auftritt des ISC-Spiderman mit erhobenem Arm zum Zeichen, dass der Freistoß indirekt hätte ausgeführt werden müssen. Bajohr ging in die Knie, Benedikt Schwarz und andere rauften sich die Haare.

Auch Kapitän Sebastian Vogt hatte in der 64. Minute mit einer mutigen Direktabnahme kein Glück. „Es tut mir unheimlich leid für die Jungs. Sie hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt, doch der Schiedsrichter hatte etwas dagegen“, befand Axel Krüger. Isenstedts Trainer ärgerte sich ein weiteres Mal über den Unparteiischen, als dieser beim 0:2 (73.) eine Abseitsstellung übersehen habe. Da aber hatte der BV Werther schon das 0:1 (70.) durch Dennis Bresser vorgelegt und die Weichen im bis dahin ausgeglichenen Duell gestellt. „Ich habe den Gegner nicht um zwei und auch nicht um ein Tor besser gesehen. Wie das Ergebnis zustande gekommen ist, ist sehr ärgerlich“, so Krüger.

Er konnte aber auch viel Positives mitnehmen aus dem ersten Bezirksliga-Auftritt seiner Mannschaft, der verletzungsbedingt so wichtige Spieler wie Alex Koch, Nicki Jasinski, Chris Götze (Kreuzbandriss) und Marco Radtke fehlten. „In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut nach vorne gespielt. Wir hatten unsere Chancen. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen.“ Ein wenig Trost für Isenstedts gestoppte „Superhelden“.

ag

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